Veraltete Landkarte (Maerz 17)

April 15, 2007  
Themen: Panama

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Am Freitag ging es nach Chiriqui weiter, Direktion David, eine Stadt im Westen Panamas. Wir brauchten so unsere Zeit bis uns endlich jemand aus Chitre Richtung Divisa (nahe Santiago) mitnahm. Und dann, wer haette es gedacht, stoppte innerhalb von 5 Minuten ein LKW der uns direkt bis Chiriqui (15 km) brachte. Dort suchten wir einen Platz fuer unser Zelt und die erste Familie die wir fragten liess uns in ihrem Garten uebernachten.

Der naechste Morgen brachte uns eine Begegnung mit einem Kuenstler, der uns bis Gualaca (15 km) mitnahm. Frohen Mutes stiegen wir aus und hofften auf baldige Weiterfahrt. Nach 4,5 Stunden warten war es endlich soweit. Ein junger Mann, eigentlich ein Taxifahrer, war auf dem Weg nach Hause und lud uns kostenlos in sein schon mit Leuten vollgestopftes Auto ein. Wir stiegen in Valle la Mina (20 km noerdlich von Gualaca) aus, wo wir sogleich von der Obstverkaeuferin herzlich empfangen wurden. Es machte richtig Spass mit ihr zu plaudern und zudem konnte ich endlich meinen Hunger auf Fruechte stillen. Wir erstanden zwei 1 Liter Beutel voller “Manzana de Aqua” (Wasseraepfel) fuer nur 1 Dollar (0,90 €).

Wir dachten schon ans Uebernachten dort oben auf dem Huegel, aber es kam anders. Wir wurden letztlich direkt bis nach Chiriqui Grande gebracht. Kurz zuvor an einer Weggabelung erklaerten uns die Fahrer, dass die Faehre zur Isla Colon, was unser eigentliches Ziel war, nur von Almirante aus, was ein ganzes Stueck weiter im Nordwesten lag, verkehrte. Unsere Landkarte zeigte aber, dass es auch Faehren von Chiriqui Grande gab und so liessen wir uns bis zu diesem Dorf mitnehmen. Wir sahen schnell ein, dass das ein Fehler war. Wir hatten die Lust, Isla Colon kennenzulernen, verloren und liefen wieder aus dem Dorf hinaus, wo wir erneut Glueck hatten. Arturo fuhr uns zurueck bis Gualaca, wo wir die Nacht hinter einer Tankstelle verbrachten.

Die Fahrt mit Arturo war interessant. Arturo verkauft Benzin in Punta Pina, seinem Heimatdorf, was sich einige Kilometer vor Chiriqui Grande befindet. Er war mit seinem LKW nach Gualaca unterwegs, um dort seine Benzinkanister wieder aufzufuellen. Arturo erzaehlte uns von seiner Kindheit in den Bergen. In seiner Kindheit war Punta Pina nur mittels eines 3-Tage-Marsches durch die Berge an die naechste Kleinstadt angebunden. Um Punta Pinja, was in der Region Boca del Toro liegt, regenete es waehrend seiner Kindheit 365 Tage im Jahr. In den letzten Jahren hat sich durch die Abholzung aber das Wetter so veraendert, dass es jetzt eine sehr schwuel-heisse Sommerperiode gibt.

In Gualaca wurden wir direkt zu einer Tankstelle gebracht. Hinter dem Tankstellengebaeude befanden sich grosse Rasenflaechen, so dass wir unser Zelt gleich dort aufbauten. Ach, es ist so gut eine Toilette nahebei zu haben!

Die Nacht schliefen wir gut und am Morgen liessen wir uns viel Zeit um in die Gaenge zu kommen. Augustas hatte eine geniale Idee. Nicht weit von unserem Zelt befand sich ein Wasserhahn direkt

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auf der Wiese und Augustas schlug vor eine Dusche zu nehmen. Wir zogen unsere Badesachen an und los ging die Partie! Es war paradiesisch und das nicht nur fuer uns! Die ganze Tankstellenmannschaft einschliesslich aller gerade Anwesenden schauten neugierig um die Ecke und lachten lauthals, als sie uns einseifen sahen.

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