{"id":761,"date":"2010-07-04T07:37:06","date_gmt":"2010-07-04T05:37:06","guid":{"rendered":"http:\/\/followtheroad.com\/de\/?p=761"},"modified":"2010-07-04T07:37:06","modified_gmt":"2010-07-04T05:37:06","slug":"wie-wir-uns-in-malaysia-verliebten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/followtheroad.com\/de\/wie-wir-uns-in-malaysia-verliebten\/","title":{"rendered":"Wie wir uns in Malaysia verliebten"},"content":{"rendered":"<p>Unsere letzten Tage in Varkala waren herrlich intensiv. Wir verteilten unser Hab und Gut zu unseren Nachbarn, dessen S\u00f6hne Roshmin und Robin &#8211; nach etlichen Entdeckungsstreifz\u00fcgen durch unsere Gem\u00e4cher und Besitzt\u00fcmer &#8211; mehrere Male vollgepackt davonstampften. Einige St\u00fchle brachten wir zu unserer geliebten Kokosnuss-Dame und die eher kreativen \u00dcbrigbleibsel hinterlie\u00dfen wir Faiths <a href=\"http:\/\/skylarkguesthouse.hotels.officelive.com\/\" target=\"_blank\">Skylark Hostal<\/a>.<\/p>\n<div class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 210px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2010\/malaysia\/first-weeks\/DSCF1274.JPG\" title=\" \" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2010\/malaysia\/first-weeks\/cache\/DSCF1274.JPG-nggid044916-ngg0dyn-200x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"DSCF1274\" title=\"DSCF1274\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\"> <\/p><\/div>\n\n<p>Unser \u00dcbergang von Indien nach Malaysia verlief reibungslos. M\u00fcde und gl\u00fccklich kamen wir (ausgerechnet ;)) im indischen Bezirk von Kuala Lumpur an, wo wir bei drei liebenswerten M\u00e4dels \u00fcbernachteten. Die zwei Litauerinnen gaben uns das Gef\u00fchl, zu Hause in Litauen zu sein, dem Land unserer Herzen. Kuala Lumpur ist ein Shopping-Paradies mit enormen Verkehrsaufkommen und immenser Luftverschmutzung &#8211; ein gewaltiger Unterschied zum kleinen Varkala mit seinen hupenden Rickshaws.<\/p>\n<div class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 150px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2010\/malaysia\/first-weeks\/IMG_8468.JPG\" title=\"Having lunch in Chinese restaurant in Tanah Rata (Cameron Highlands)\" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2010\/malaysia\/first-weeks\/cache\/IMG_8468.JPG-nggid044922-ngg0dyn-140x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_8468\" title=\"IMG_8468\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\">Having lunch in Chinese restaurant in Tanah Rata (Cameron Highlands)<\/p><\/div>\n\n<p>Tanah Rata, eine Kleinstadt in den Cameron Highlands (Cameron Hochland) auf 1.500m H\u00f6he, schien uns gelegen f\u00fcr unsere <a href=\"http:\/\/followtheroad.com\/de\/unser-haus-in-varkala\/\">Idee seit Indien<\/a>, eine Wohnung in einer gr\u00fcnen Gegend zu finden. Obendrein waren die Temperaturen herrlich angenehm. Nach unserer Ankunft in Tanah Rata trampten wir ein wenig, um Kontakte mit Einheimischen herzustellen. Viele Fahrer hielten, riefen ihre Freunde im Ort an, um sie um Hilfe in dieser Sache zu bitten, und hinterlie\u00dfen uns mit ein paar Telefonnummern von potentiellen Vermietern. Eine junge Frau, Ting, suchte uns sogar auf, um uns weiterzuhelfen, ohne darum gebeten worden zu sein.<\/p>\n<p>Wir hielten die Suche f\u00fcr eine knappe Stunde aufrecht und entschieden dann der M\u00fcdigkeit halber, f\u00fcr den ersten Tag in Tanah Rata lieber in einer bezahlten Unterkunft zu \u00fcbernachten. Leider stellte sich nach zwei Stunden umherlaufen und an die T\u00fcr von Hostels klopfen heraus, dass Tanah Rata an Samstag Abenden v\u00f6llig ausgebucht ist. Alles was uns hinsichtlich unseres Budgets \u00fcbrig blieb war eine klitzekleine &#8220;Schachtel&#8221;, die unter einem diagonalem Dach lag und in der nicht viel mehr als eine Doppelbettmatraze Platz fand. Immerhin, ein Dach \u00fcber den Kopf hatten wir jetzt. Zwei Tage sp\u00e4ter wechselten wir in eines der nebenan liegenden &#8220;Schachtel&#8221;, das in Gr\u00f6\u00dfe nicht bestach, jedoch ein herrliches Fenster und gar ein einladendes Fensterbrett hatte.<\/p>\n<p>Auf der Suche nach einer Mietwohnung besuchten wir alle umliegenden D\u00f6rfer und Kleinst\u00e4dte in den Cameron Highlands. Es stand uns eine gro\u00dfe Auswahl an Mietwohnungen zur Verf\u00fcgung, dessen Preise (zw. 800-1000 Ringitt (\u20ac 200-300)) unser Budget oft um das doppelte oder dreifache \u00fcberstiegen. Wir entschieden uns schlie\u00dflich f\u00fcrs Weiterziehen, denn nicht weit von den Cameron Highlands gab es eine Stadt, die uns wirklich neugierig machte: Taiping &#8211; die Stadt des Friedens.<\/p>\n<div class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 190px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2010\/malaysia\/first-weeks\/DSCF1289.JPG\" title=\"Fighting for the place in Taiping bus station\" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2010\/malaysia\/first-weeks\/cache\/DSCF1289.JPG-nggid044920-ngg0dyn-180x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"DSCF1289\" title=\"DSCF1289\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\">Fighting for the place in Taiping bus station<\/p><\/div>\n\n<p>Taiping war Liebe auf den ersten Blick. Es hat die richtige Gr\u00f6\u00dfe, ist umgeben von \u00fcberw\u00e4ltigender Natur, erweist sich des nachts k\u00fchl wegen der t\u00e4glichen, nachmitt\u00e4glichen Regenf\u00e4lle, ist in alle Richtungen zu Fu\u00df erreichbar, und ist voll gef\u00fcllt mit herzlichen und au\u00dferordentlich hilfsbereiten Menschen. Etliche Personen unterst\u00fctzten unsere Suche nach einer Mietwohnung. Wir sahen verschiedene Wohnungen, eine von ihnen lag sogar direkt am Lake Garden, einem fabul\u00f6sen, harmonischen Park voller Seen, B\u00e4ume, Wiesen, Blumen und sogar Pavillons. Leider war die Vermieterin mit unserer Idee, in der K\u00fcche der Wohnung zu kochen, nicht einverstanden. Es stellte sich uns in dem Moment allerdings die ernste Frage, welchen Nutzen eine K\u00fcche sonst h\u00e4tte, wenn nicht zur Zubereitung von Mahlzeiten.<\/p>\n<p>Und da waren wir, noch immer gebettet in unserem komfortablen G\u00e4stehaus einer chinesischen Organisation, ohne jedoch zu wissen, wie es weitergehen sollte. Es war bereits Samstag und die Wohnungsangebote in Taiping blieben mitterweile aus. Wir hatten jedoch den Vorschlag erhalten, zwei Zimmer mit geteilter K\u00fcchennutzung in einem 4-Personen-Haushalt in der nahegelegenen Stadt Ipoh zu mieten. Obwohl wir Taiping ungern verlassen wollten, entschieden wir uns, diesem Angebot vorerst zu folgen. Wir versuchten also in der Zeit einer Nacht \u00fcber CouchSurfing Kontakte in Ipoh herzustellen, um einerseits weitere Mietobjekte in Ipoh anzusehen und um einen Platz zum Schlafen zu haben, sollten die Zimmer nicht unserer Vorstellung entsprechen. Wir k\u00fcndigten uns f\u00fcr Sonntag an.<\/p>\n<p>Einige Stunden sp\u00e4ter rief uns Junice mit einer F\u00fclle von Hilfsangeboten an, die uns regelrecht \u00fcberw\u00e4ltigten. Sie schlug uns unter anderem vor, das Haus eines guten Freundes anzusehen, wof\u00fcr sie uns Sonntag Mittag am alten Busbahnhof von Ipoh abholen w\u00fcrde. Und so geschah es. Wir sahen uns das Haus vorerst von au\u00dfen an, da ihr Freund erst sp\u00e4ter Zeit hatte, uns das Innere zu zeigen. Mir reichte der Anblick von au\u00dfen v\u00f6llig und ich begann vor mich hinzubeten, &#8220;Das will ich!&#8221; Das Haus befand sich 10km von Ipoh entfernt, in Bercham, hatte jedoch alles, was unser Herz begehrt &#8211; tausend kleine L\u00e4den und umgeben von viel Natur. Einzig die Transportsituation lie\u00df uns ein wenig z\u00f6gern, denn zur n\u00e4chsten Bushaltestelle war es eine halbe Stunde Fu\u00dfweg.<\/p>\n<p>Wir hielten zum Mittagessen an einem chinesischen vegeatarischen Restaurant. Junice bot uns an, die Dame anzurufen, die uns das Angebot mit den zwei Zimmer gemacht hatte, um herauszufinden, wo dieses Haus lag. \u00dcberraschenderweise stellte sich heraus, dass das Haus jener Dame nur ein paar Stra\u00dfen entfernt von Junice Freund\u00b4s Haus lag. Es war eindeutig, dass wir in dem Fall lieber unser eigenen Haus anmieten w\u00fcrden, besonders da der Preis der gleiche zu sein schien, wie f\u00fcr die beiden Zimmer. Einige Stunden sp\u00e4ter lie\u00df uns Mr. Lee schlie\u00dflich ins Haus hineinschauen. Drinnen er\u00f6ffnete sich uns ein ger\u00e4umiges Haus mit vier separaten Zimmern, einem Wohnzimmer, einem Esszimmer, einer K\u00fcche und drei B\u00e4dern. Obwohl das Haus im Grunde genommen leer stand, war f\u00fcr uns klar &#8211; hier werden wir bleiben! Und das f\u00fcr 350 Malaysian Ringitt (95 Euro) monatlich inklusive Wasser und Strom f\u00fcr zwei Monate.<\/p>\n<p>Wir arrangierten alles mit Mr. Lim, das Kochgas wurde innerhalb von 15 Minuten nach Anruf geliefert &#8211; an einem Sonntag! und Junice brachte uns zu einem gro\u00dfen Supermarkt, wo wir einkaufen konnten, was wir f\u00fcr unseren Anfang im Haus ben\u00f6tigten. Wir investierten sogleich in einen Wasserfilter, denn das Leitungswasser war von geringer Qualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Am Montag kam Junice erneut vorbei und brachte ein paar Hocker, einen Tisch, zwei Kopfkissen und ein Bettlaken, einen einflammigen Gasherd, einen Wok, ein paar Verl\u00e4ngerungskabel und eine aktuelle englischsprachige Tageszeitung, die Mr. Lim uns dem Interesse halber \u00fcbersand.<\/p>\n<p>Junice brachte uns anschlie\u00dfend nach Ipoh, wo wir uns nach Fahrr\u00e4dern umschauten, die wir in unserem Bezirk brauchten, wollten wir nicht den ganzen Tag mit hin- und herlaufen verbringen. Da Augustas an diesem Tag Geburtstag hatte, lud er Junice auf ein T\u00f6rtchen ein, welches sich sp\u00e4ter magischer Weise in eine Packung Eiscreme vom Supermarkt verwandelte. Der Grund daf\u00fcr war Andrej, ein <a href=\"http:\/\/altsport.wordpress.com\/\" target=\"_blank\">litauischer Tramper<\/a>, der auf seiner Weltreise einen Abstecher nach Ipoh machte, um uns zu besuchen. Wir trafen ihn schlie\u00dflich am gleichen Supermarkt, wo wir den Tag zuvor unsere Eink\u00e4ufe erledigt hatten. Nach einer Runde leckerer Eiscreme ging es schlie\u00dflich nach Hause, wo wir &#8220;Litauer&#8221; den Rest des Tages unser neues malaysisches Haus genossen.<\/p>\n<p>Wenn wir es genau nehmen, wechselten wir also innerhalb von 12 Tagen das Land und viermal den Ort und fanden schlie\u00dflich innerhalb von ein paar Stunden unser Traumhaus in Ipoh, obwohl wir am Morgen noch nicht einmal wussten, wo wir die Nacht verbringen w\u00fcrden. Obendrein bekamen wir innerhalb der ersten 24 Stunden in unserem Haus gleich heimischen Besuch. Das ist, einfach gesagt, sensationell. Wir sind Junice f\u00fcr all ihre Hilfe \u00e4u\u00dferst dankbar und sind von den liebensw\u00fcrdigen Gesten ger\u00fchrt, die Junice und Mr. Lim uns zuteil werden lie\u00dfen. Das Leben ist wundersch\u00f6n &#8211; wie immer ;D<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere letzten Tage in Varkala waren herrlich intensiv. Wir verteilten unser Hab und Gut zu unseren Nachbarn, dessen S\u00f6hne Roshmin und Robin &#8211; nach etlichen Entdeckungsstreifz\u00fcgen durch unsere Gem\u00e4cher und Besitzt\u00fcmer &#8211; mehrere Male vollgepackt davonstampften. Einige St\u00fchle brachten wir zu unserer geliebten Kokosnuss-Dame und die eher kreativen \u00dcbrigbleibsel hinterlie\u00dfen wir Faiths Skylark Hostal. <\/p>\n<p>Unser \u00dcbergang von Indien nach Malaysia verlief reibungslos. M\u00fcde und gl\u00fccklich kamen wir (ausgerechnet \ud83d\ude09 im indischen Bezirk von Kuala Lumpur an, wo wir bei drei liebenswerten M\u00e4dels \u00fcbernachteten. Die zwei Litauerinnen gaben uns das Gef\u00fchl, zu Hause in Litauen zu sein, dem Land unserer Herzen. Kuala Lumpur ist ein Shopping-Paradies mit enormen Verkehrsaufkommen und immenser Luftverschmutzung &#8211; ein gewaltiger Unterschied zum kleinen Varkala mit seinen hupenden Rickshaws.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"enabled":false},"version":2}},"categories":[187,577],"tags":[578,186,582,581,951,978,950,580],"class_list":["post-761","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-indien","category-malaysia","tag-cameron-highlands","tag-tag-indien","tag-ipoh","tag-kuala-lumpur","tag-litauer","tag-malaysia","tag-mietwohnung","tag-taiping"],"aioseo_notices":[],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/followtheroad.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/761","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/followtheroad.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/followtheroad.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/followtheroad.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/followtheroad.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=761"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/followtheroad.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/761\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":765,"href":"https:\/\/followtheroad.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/761\/revisions\/765"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/followtheroad.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=761"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/followtheroad.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=761"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/followtheroad.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=761"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}