{"id":649,"date":"2009-06-05T00:15:17","date_gmt":"2009-06-04T22:15:17","guid":{"rendered":"http:\/\/followtheroad.com\/de\/?p=649"},"modified":"2009-06-05T00:15:17","modified_gmt":"2009-06-04T22:15:17","slug":"hoch-nach-norwegen-fur-einen-freundesbesuch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/followtheroad.com\/de\/hoch-nach-norwegen-fur-einen-freundesbesuch\/","title":{"rendered":"Hoch nach Norwegen f\u00fcr einen Freundesbesuch"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 160px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2009\/europe\/leipzig-bergen\/IMG_4559.JPG\" title=\"Frau Weidig (70) brings us on the right track after being lost in Merseburg\" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2009\/europe\/leipzig-bergen\/cache\/IMG_4559.JPG-nggid043958-ngg0dyn-150x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_4559\" title=\"IMG_4559\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\">Frau Weidig (70) brings us on the right track after being lost in Merseburg<\/p><\/div>\n\n<p>Wir lieben ruhige Morgen, beginnen unsere Reise von Leipzig nach Norwegen daher erst um 5 Uhr nachmittags. Statt direkt auf die Autobahn zuzusteuern, verpassen wir unsere Bushaltestelle um weites und enden irgendwo in Merseburg. Mit Frau Weidig (70) aus Wei\u00dfenfels und einem Herrn aus Aschersleben schaffen wir es schlie\u00dflich auf die A14. Kurz nachdem wir mit einem jungen Mann in der N\u00e4he von Hannover ankommen, nimmt uns der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer eines Busunternehmens in seinem eigenen, derzeit leeren Bus noch ein St\u00fcck mit. Unsere letzte Mitfahrgelegenheit des Tages ist ein Verm\u00f6gensberater in seinem rasendem Mercedes Coupe, der meint, dass er in der Nacht nicht so schnell fahren w\u00fcrde. Mit nur 230 km\/h auf einer Skala von 350 mag er recht haben. Die Nacht verbringen wir in der N\u00e4he von Hamburg unter einem riesigen Baum auf dem Rastplatz einer Tankstelle.<\/p>\n<div class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 160px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2009\/europe\/leipzig-bergen\/IMG_4565.JPG\" title=\"Morning procedure - breakfast and making notes about the previous day\" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2009\/europe\/leipzig-bergen\/cache\/IMG_4565.JPG-nggid043960-ngg0dyn-150x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_4565\" title=\"IMG_4565\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\">Morning procedure - breakfast and making notes about the previous day<\/p><\/div>\n\n<p>Wieder genie\u00dfen wir ein langes Fr\u00fchst\u00fcck und versuchen, das Festhalten der Erlebnisse des Vortages nachzuholen. Heino hilft uns direkt durch Hamburg durch bis in die N\u00e4he von Kaltenkirchen, wo uns ein schweigender Herr mit einem wohlerzogenen Hund bis nahe der d\u00e4nischen Grenze bringt. Mit einem Holl\u00e4nder, der auf dem Weg zu einem Gesch\u00e4ftstermin ist, landen wir in Haderslev in D\u00e4nemark. Stunden des Trampens ziehen vorbei &#8211; ohne jeglichen Erfolg. Als die Uhr neun schl\u00e4gt geben wir auf und verschwinden nach dem Abendmahl in unserem kleinen, transportf\u00e4higen H\u00e4uschen.<\/p>\n<div class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 160px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2009\/europe\/leipzig-bergen\/IMG_4574.JPG\" title=\"good morning Denmark! a German lady in bathrobe slurping to and from the public toilet\" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2009\/europe\/leipzig-bergen\/cache\/IMG_4574.JPG-nggid043965-ngg0dyn-150x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_4574\" title=\"IMG_4574\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\">good morning Denmark! a German lady in bathrobe slurping to and from the public toilet<\/p><\/div>\n\n<p>&#8220;Ich will heute ganz weit reisen&#8221;, beschlie\u00dft Augustas. Leider bringt der Morgen auch nicht mehr potentielle Autos. Gerade als wir eine \u00e4ltere deutsche Dame in ihrem Morgenmantel und Hausschuhen auf dem Weg zur Tankstellentoilette beobachten, kommt Afif an, der sich als Retter in der Not herausstellt. Gemeinsam in Schweden angekommen, entscheidet sich Afif, uns bis kurz nach Helsingborg zu bringen, obwohl er in Malm\u00f6 lebt. Zus\u00e4tzlich gibt er das Kettenrauchen w\u00e4hrend der Fahrt auf. Er leidet f\u00fcr uns und bringt es dabei auf einen Rekord von 1 Stunde 20 Minuten ohne Rauchen. Mit einer physisch behinderten Dame und einem Typen in Shorts mit 3 neugierigen Hunden im Kofferraum geht es in die N\u00e4he von G\u00f6teburg. Hier stecken wir f\u00fcr Stunden fest, bis uns drei Deutsche, die sich auf dem Weg zu ihrem j\u00e4hrlichen Fischerurlaub in Trondheim befinden, bis nach Moss in Norwegen mitnehmen. Wir beenden diesen Tag mit dem Kennenlernen von Audrius, einem Litauer, der uns f\u00fcr den kommenden Tag nach Kongsberg einl\u00e4dt und f\u00fcr die Nacht in seinem Wagen an der Tankstelle \u00fcbernachtet.<\/p>\n<div class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 160px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2009\/europe\/leipzig-bergen\/IMG_4602.JPG\" title=\"so Polish drivers spend their weekends on gas station in Norway\" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2009\/europe\/leipzig-bergen\/cache\/IMG_4602.JPG-nggid043976-ngg0dyn-150x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_4602\" title=\"IMG_4602\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\">so Polish drivers spend their weekends on gas station in Norway<\/p><\/div>\n\n<p>W\u00e4hrend wir auf Audrius warten, genie\u00dfen wir einen entspannten, sonnigen Morgen und arbeiten emsig am Festhalten unserer Reiseerlebnisse. Er versprach, uns sp\u00e4testens um 12 Uhr abzuholen. Als er um 14 Uhr noch immer nicht auftaucht, entscheiden wir uns nach Bergen zu reisen. Zwei junge M\u00e4nner mit einem Campinganh\u00e4nger, die f\u00fcr einen norwegischen Zirkus Plakate kleben, bringen uns nach Drammen, wo wir gerade noch rechtzeitig ankommen, um unsere Essensvorr\u00e4te aufzuf\u00fcllen. Mit einem zuk\u00fcnftigen G\u00e4rtner geht es nach Bagn, von wo aus uns ein Mann in seinen Drei\u00dfigern, der in einer Aluminiumfabrik arbeitet, bis nach Bl\u00e5flat f\u00e4hrt. Obwohl es bereits 22 Uhr ist, nimmt uns eine Dame bis Fl\u00e5m mit, dessen Weg durch eine Kette von Tunneln f\u00fchrt, von denen der l\u00e4ngste 24,5 km z\u00e4hlt. Kaum haben wir die Stra\u00dfe gewechselt, h\u00e4lt ein junger Fliesenleger an, der uns die letzte Fahrt f\u00fcr den Tag erm\u00f6glicht und zwar direkt bis nach Bergen.<\/p>\n<p>Hier in Bergen genie\u00dfen wir das bisher sonnige Wetter. Wir verbringen viel Zeit mit unseren lettischen Freunden Rasa und Davids und ihrem s\u00fc\u00dfen Sohn Ernests. Die drei kamen erst Mitte M\u00e4rz hier in Bergen an und versuchen gerade als D\u00f6nerverk\u00e4ufer und Autopolierer hier Fu\u00df zu fassen. Es sind nicht die besten Anstellungen, trotzdem sind die beiden gl\u00fccklich, f\u00fcr den Moment eine M\u00f6glichkeit gefunden zu haben, um ihr Leben in Norwegen aufzubauen, was alles andere als einfach ist. Sp\u00e4ter hoffen sie in ihre eigentlichen Berufe als Reiseberater und Fotograf zur\u00fcckkehren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bergen weckt in uns gemischte Gef\u00fchle. Es hat wundersch\u00f6ne Ecken, erscheint jedoch in anderen recht heruntergekommen. Drogenabh\u00e4ngige, Obdachlose und Betrunkene s\u00e4umen die Stra\u00dfen an unserer Stadttour am Wochenende. Einen gro\u00dfen Teil der Bev\u00f6lkerung bilden Ausl\u00e4nder. Auff\u00e4llig sind die vielen Frauen mit Kinderwagen, die die Gehsteige und Caf\u00e9s bev\u00f6lkern. Der Wind ist akezeptabel so lange die Sonne scheint, Regen erleben wir nur einmal und f\u00fcr eine kurze Zeit. Lebensmittel sind sehr teuer hier, wir sind also gl\u00fccklich \u00fcber das Auffinden eines t\u00fcrkischen Ladens mit internationalen Speisezutaten f\u00fcr gem\u00e4\u00dfigte Preise. Der Gebrauchtwarenladen erweist sich als n\u00fctzlich f\u00fcr das Finden von billigen Handschuhen, da Katjas Finger sich einfach nicht an den kalten Wind gew\u00f6hnen wollen.<\/p>\n<p>Wir denken, Bergen an diesem Wochenende zu verlassen. Da sich die Dinge oft ver\u00e4ndern, kann es nat\u00fcrlich auch passieren, dass wir unseren Aufenthalt in Rasa und Davids Haus f\u00fcr l\u00e4nger genie\u00dfen. Am Ende ist es immer sch\u00f6n, mehr Zeit mit Freunden zu verbringen.<\/p>\n<h2>Fotos<\/h2>\n<p><a href=\"http:\/\/followtheroad.com\/en\/pictures\/europe-2009\/leipzig-bergen\/\">http:\/\/followtheroad.com\/en\/pictures\/europe-2009\/leipzig-bergen\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir lieben ruhige Morgen, beginnen unsere Reise von Leipzig nach Norwegen daher erst um 5 Uhr nachmittags. Statt direkt auf die Autobahn zuzusteuern, verpassen wir unsere Bushaltestelle um weites und enden irgendwo in Merseburg.<\/p>\n<p>Heino hilft uns direkt durch Hamburg durch bis in die N\u00e4he von Kaltenkirchen, wo uns ein schweigender Herr mit einem wohlerzogenen Hund bis nahe der d\u00e4nischen Grenze bringt. Mit einem Holl\u00e4nder landen wir in Haderslev in D\u00e4nemark.<\/p>\n<p>&#8220;Ich will heute ganz weit reisen&#8221;, beschlie\u00dft Augustas. Leider bringt der Morgen auch nicht mehr potentielle Autos. 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