{"id":476,"date":"2008-01-07T00:00:00","date_gmt":"2008-01-06T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/followtheroad.com\/de\/vom-oden-guayaquil-zum-kulturspruhenden-riobamba\/"},"modified":"2008-01-07T00:00:00","modified_gmt":"2008-01-06T22:00:00","slug":"vom-oden-guayaquil-zum-kulturspruhenden-riobamba","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/followtheroad.com\/de\/vom-oden-guayaquil-zum-kulturspruhenden-riobamba\/","title":{"rendered":"Vom \u00f6den Guayaquil zum kulturspr\u00fchenden Riobamba"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_ecuador\/cuenca\/vegetarian_rest\/IMG_7728.JPG\" title=\" \" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_ecuador\/cuenca\/vegetarian_rest\/cache\/IMG_7728.JPG-nggid042275-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_7728\" title=\"IMG_7728\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\"> <\/p><\/div>\n\n<p>Guayaquil lie\u00df uns wenig M\u00f6glichkeit zum Ausruhen. Weniger der Aktivit\u00e4ten wegen, sondern mehr beruhend auf der unertr\u00e4glichen, schw\u00fclen Hitze. Nicht mal Denken war notwendig, um die Schwei\u00dfperlen die Stirn hinunterzujagen. Gut das Juan Pablo die Idee hatte, die Waschmaschine mit Wasser vollzuf\u00fcllen, was er, Juan Antonio und Augustas mit Eimern von einem auf der Stra\u00dfe gelegenen Wasserhahn hochschleppten. Das reichte zum Duschen, bis das Wasser am folgenden Nachmittag endlich wieder aus der Wand sprie\u00df.<\/p>\n<p>Wir machten eine kleine Erkundungstour durch die Stadt, doch fanden wenig Gefallen an den Menschen\u00fcberf\u00fcllten Stra\u00dfen. Guayaquil scheint eine schnelle Stadt, in der es der meiste Teil der Bev\u00f6lkerung eilig hat und keine Zeit f\u00fcr ein Schw\u00e4tzchen bleibt. Der Malecon, der uns als wundersch\u00f6n angeprie\u00dfen wurde, ri\u00df uns nicht vom Hocker. Die Segelschiffe waren dagegen weit interessanter, doch die durfte man nur von oben bestaunen.<\/p>\n<div class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_ecuador\/cuenca\/vegetarian_rest\/IMG_7738.JPG\" title=\" \" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_ecuador\/cuenca\/vegetarian_rest\/cache\/IMG_7738.JPG-nggid042276-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_7738\" title=\"IMG_7738\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\"> <\/p><\/div>\n\n<p>Zwei H\u00f6hepunkte gab es jedoch f\u00fcr unsere M\u00e4gen. Das Hare Krishna Restaurant am Plaza Centenario, dessen Mittagsmahl nicht nur ein Augen-, sondern auch ein Zungen- und Magenschmau\u00df war. Zuvor gab es noch eine Maistortilla mit veganem K\u00e4se in der Mitte im Restaurante Acuario. Besser ging es kaum.<\/p>\n<p>Juan Pablo empfahl uns, seine Freunde Winchy und Fausto in Riobamba kennenzulernen und da uns nichts wirklich in Guayaquil hielt, packten wir am n\u00e4sten Morgen unsere Sachen. <\/p>\n<p>Problemlos fanden wir unseren Weg mit zwei Bussen aus Guayaquil heraus und brauchten nur wenige Minuten, um die erste Mitfahrgelegenheit zu ergattern. <\/p>\n<p>St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck n\u00e4herten wir uns Riobamba an. Einer unserer Fahrer war hocherfreut, dass ich aus Deutschland komme. Sein Chef h\u00e4tte n\u00e4mlich viele Jahre in Deutschland gelebt. Als ich fragte, in welchem Teil Deutschlands, bekam ich als Antwort, &#8220;In \u00d6sterreich.&#8221; Innerlich kringelten wir uns vor Lachen \u00fcber diese Aussage.<\/p>\n<div class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_ecuador\/riobamba\/IMG_7747.JPG\" title=\" \" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_ecuador\/riobamba\/cache\/IMG_7747.JPG-nggid042315-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_7747\" title=\"IMG_7747\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\"> <\/p><\/div>\n\n<p>Aus Deutschland k\u00e4me auch eine besonders cremige Kuchenglasur mit dem Namen IRIS, die unser Fahrer jahrlang vertrieben hatte. Der Vertrieb wurde wohl vor allem deswegen eingestellt, weil der Transport der Glasur von Deutschland nach Ecuador auf dem Seeweg ganze drei Monate dauerte. Bei einer Haltbarkeit von sechs Monaten hie\u00df das, die Ware mu\u00dfte in drei Monaten vertrieben und verwendet werden. Da es die ecuadorianischen B\u00e4cker mit der Einhaltung des Haltbarkeitsdatums aber nicht so ernst nehmen, wird die Glasur einfach bis zum letzten Kr\u00fcmel verwendet. Ob das ein oder zwei Jahre sp\u00e4ter ist, spielt dabei wahrscheinlich keine Rolle. <\/p>\n<p>In Riobamba trafen wir Winchy am Bahnhof, der haupts\u00e4chlich von Touristen zum Kauf einer US $11 teuren Fahrkarte begangen wird. Mit dieser Fahrkarte kann man dann in einem Zug, der ungef\u00e4hr dreimal pro Woche loszieht, die Berge hinaufgondeln. Wahrscheinlich wegen der Jahreswende gl\u00e4nzte bei unserer Ankunft auf den Gleisen allerdings ein Verkn\u00fcgungspark. <\/p>\n<div style=\"text-align: center\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_ecuador\/riobamba\/IMG_7751.JPG\" title=\" \" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_ecuador\/riobamba\/cache\/IMG_7751.JPG-nggid042316-ngg0dyn-150x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_7751\" title=\"IMG_7751\" \/><\/a>\t\n\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_ecuador\/riobamba\/IMG_7754.JPG\" title=\" \" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_ecuador\/riobamba\/cache\/IMG_7754.JPG-nggid042318-ngg0dyn-150x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_7754\" title=\"IMG_7754\" \/><\/a>\t\n\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_ecuador\/riobamba\/IMG_7764.JPG\" title=\" \" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_ecuador\/riobamba\/cache\/IMG_7764.JPG-nggid042322-ngg0dyn-150x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_7764\" title=\"IMG_7764\" \/><\/a>\t\n\n<p><\/div>\n<p>Winchy h\u00f6rte unsere M\u00e4gen knurren und brachte uns sogleich zum zentralen Obst- und Gem\u00fcsemarkt. Dort gab es in einem kleinen Saftladen Ceviche de Chocho, eine Art Bohnen mit nussigem Geschmack in Tomaten-Zwiebelsauce und zus\u00e4tzlich ger\u00f6stete Maisk\u00f6rner zum <\/p>\n<div class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_ecuador\/riobamba\/IMG_7755.JPG\" title=\" \" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_ecuador\/riobamba\/cache\/IMG_7755.JPG-nggid042319-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_7755\" title=\"IMG_7755\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\"> <\/p><\/div>\n\n<p>Knabbern. Vor dem Saftladen verkauften einige Frauen Bu\u00f1uelos mit Honig (separat, in einer T\u00fcte), auf die wir uns gierig st\u00fcrzten. Ohne den Honig w\u00e4ren sie zu trocken gewesen. Sie erinnerten von der Konsistenz, Form und vom Geschmack an winzige Windbeutel, allerdings ohne Sahnef\u00fcllung. All diese Leckereien und mittlerweile gef\u00fcllten B\u00e4uche hielten uns aber nicht von dem Versuch ab, die legend\u00e4ren Yapingacho in Riobamba zu versuchen. Wir lie\u00dfen uns Drei der mittlerweile Vier Kumpanen, Fausto hatte sich hinzugesellt, eine Portion Yapingacho schmecken. Das ist eine Art gebratener Kartoffelbrei mit Avocado, Tomaten-Zwiebel-Salat, Krautsalat und Spiegelei. F\u00fcr die Fleischesser gibt es noch eine Salchicha (Wurst) dazu. Obwohl wir nachgefragt haben und die Yapingacho keinerlei Milchprodukte enthalten sollten (manchmal werden Sie mit K\u00e4se gef\u00fcllt), waren sie wohl unbedachter Weise mit Butter zubereitet. Das bekam ich eine halbe Stunde sp\u00e4ter mit m\u00e4chtigen Bl\u00e4hungen zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p>Die Yapingachos vertilgend erz\u00e4hlte uns Winchy ein wenig \u00fcber Astrologie und deren Zusammenhang mit Meditation. Als Yoga- und Meditationslehrer kannte er sich also auch in diesem Bereich aus. Er erkl\u00e4rte uns drei markante, an unseren Sternzeichen orientierte, typische Spr\u00fcche:<\/p>\n<p>Wassermann:&nbsp;&nbsp;&nbsp; &#8220;Ich wei\u00df.&#8221;<br \/>Fisch:&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &#8220;Ich glaube.&#8221;<br \/>Stier:&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &#8220;Ich will.&#8221;<\/p>\n<p>Ich brach lauthals in Gel\u00e4chter aus, denn diese Vertypungen von Sternzeichen pa\u00dften ausgesprochen gut auf Augustas (Stier) und mich (die restlichen zwei, da ich genau an der Grenze geboren bin).<\/p>\n<p>Winchy ist seit neun Jahren Vegetarier und besa\u00df einst ein vegetarisches Restaurant in Riobamba. Das hat er notgedrungen vor einigen Jahren an seinen Bruder abgegeben, der daraus ein Mischrestaurant gemacht hat, indem er wieder Fleisch und Wurstwaren auf den Tisch brachte. Winchy trat das Restaurant einst an seinen Bruder ab, weil er eine deutsche Freundin hatte, f\u00fcr diee er f\u00fcr 4,5 Monate nach Deutschland zog. Dann mu\u00dfte er aus Gesundheitsgr\u00fcnden nach Ecuador zur\u00fcckkehren. Er litt an Depressionen, die durch das fehlende Verst\u00e4ndigungsverm\u00f6gen verursacht wurden. Als er nach Deutschland kam, sprach er kein Wort unserer Sprache. Da ist es trotz Intensivkursen nat\u00fcrlich schwierig, seine Gef\u00fchle, Gedanken und Emotionen richtig auszudr\u00fccken. Das und der Kulturwandel sowie das Fehlen von Freunden und Familie, sorgten schlie\u00dflich f\u00fcr diesen Stimmungszusammenbruch. Zur\u00fcck in Ecuador kam dann seine deutsche Freundin hinterher, doch nun passierte ihr das Gleiche wie Winchy in Deutschland. Sie wurde krank, k\u00f6rperlich schwach und litt unter starken Depressionen. Die Beiden einigten sich also, die Beziehung lieber zu l\u00f6sen, denn auf diese Weise war eine Partnerschaft einfach nicht gut zu hei\u00dfen. Sie blieben dennoch gute und treue Freunde.<\/p>\n<p>Wie so vielen erging es Winchy mit der Berufswahl so, dass er etwas v\u00f6llig anderes aus\u00fcbt, als das, was er studierte. Einst absolvierte er eine Banklehre und nun ist er Yoga- und Meditationslehrer. Die Musik ist seine Leidenschaft, bei der er sich mit verschiedenen Instrumenten und seiner Stimme auf New Age (instrumentale und Entspannungsmusik) spezialisiert. <\/p>\n<p>Bei unserem Aufeinandertreffen humpelte Winchy. Obwohl man es ihm nicht ansah, denn sein Bein steckte in einer Jeans und er lief ohne Gehst\u00fctzen, war sein gesamtes rechtes Bein eingegipst. Nur den Fu\u00df hatte man verschont. Irgendwie war Winchy ung\u00fcnstig ausgetreten und hatte sein Knie nach innen gebogen. Er mu\u00dfte nun 21 Tage lang Gips tragen und hoffen, dass er danach unversehrt weiter die Berge hinauf- und hinunterkraxeln kann.<\/p>\n<p>Auf dem Weg zu Faustos Wohnung nahmen wir ein Taxi. Die Fahrt gestaltete sich lustig und wir wunderten uns ein wenig, was die drei Ecuadorianer so aufputschte. Die Erkl\u00e4rung folgte prompt. Jedes Jahr beginnt am 28. Dezember die Woche der Scherze. \u00c4hnlich wie an unserem 1. April veralbern sich die Leute in dieser Zeit mit tiefen Wohlwollen.<\/p>\n<p>Fausto quartierte uns in seiner Stube ein und fiel fast umgehend im Sessel in einen Tiefschlaf. Die Arbeit als Reporter der Tageszeitung El Diario schien ihn wohl v\u00f6llig auszusaugen. Die Energie mu\u00dfte erst einmal wieder aufgetankt werden und bei seinem Humor brauchte er davon eine ganze Menge.<br \/><b><\/p>\n<div style=\"text-align: center\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_ecuador\/riobamba\/IMG_7763.JPG\" title=\" \" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_ecuador\/riobamba\/cache\/IMG_7763.JPG-nggid042321-ngg0dyn-300x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_7763\" title=\"IMG_7763\" \/><\/a>\t\n\n<p><\/div>\n<p>Ein kurzes Verschnaufsp\u00e4uschen und schon ging es auf zur La Farola, eine Organisation junger Menschen, die mittels Theather, Kunst und Musik die Welt der Kinder bereichern und f\u00fcr die Armen und Misshandelten unter ihnen Verbesserungen in den Lebensumst\u00e4nden bewirken wollen. Die Organisation existert erst seit einem Jahr, hat sich aber wunderbar in Riobamba establiert.<\/p>\n<p>In La Farola trafen wir Angie, Winchys Freundin. Einen Kopf gr\u00f6\u00dfer als Winchy selbst, gaben die Beiden ein k\u00f6stliches Paar ab. Sie pa\u00dften einfach wunderbar zusammen. Da sag noch einmal jemand, dass der Mann gr\u00f6\u00dfer als die Frau sein mu\u00df. <\/p>\n<p>An diesem Abend wollten die Mitwirkenden von La Farola ein wenig Theater und Musik spielen sowie ein paar Arepas (Maisfladen) zaubern. Leider kam es nicht dazu. Die Organisation mu\u00dfte eine Bilanz \u00fcber die Aktivit\u00e4ten des vergangenen Jahres ziehen, so dass wir nach einer halben Stunde mit Winchy wieder auf der Stra\u00dfe standen. <\/p>\n<p>Es hatte aber sein Gutes, denn wir landeten an dem \u00fcberaus belebten Vergn\u00fcgungspark, wo wir leckere kolumbianische Waffeln a\u00dfen, die eher an zwei Oblaten mit Marmelade dazwischen erinnerten. Die Marmelade tropfte mir nat\u00fcrlich \u00fcberall auf die Jacke, was bei der an diesem Ort vollzogenen, traditionellen T\u00e4nze kein Wunder war. Riobamba veranstaltete n\u00e4mlich seit einiger Zeit jeden Sonntag eine Art Kulturfest, um die Traditionen weder zu verlieren noch zu vergessen. Die Stadt hatte eine besondere Tanzgruppe, die st\u00e4ndig Kost\u00fcme wechselte und T\u00e4nze aus Kolumbien, Ecuador und Bolivien pr\u00e4sentierte. Die Musik, die farbenfrohen Gew\u00e4nder, die fr\u00f6hlichen T\u00e4nzer, alles ri\u00df uns mit und lie\u00df uns die Welt um uns herum vergessen.<\/p>\n<p>Zum Abschlu\u00df dieses tollen Abends gingen wir noch einmal zur La Farola. Auf dem Weg dorthin mu\u00dften wir an endlos langen Staus vorbeilaufen. Wie es dazu kam, war mir nahezu ein R\u00e4tsel. Riobamba ist so klein, man kann gem\u00fctlich in all seine Ecken zu Fu\u00df laufen. Gerade in einer Freitag Nacht, w\u00fcrde doch jeder Feierlustige sein Gef\u00e4hrt lieber zu Hause lassen, damit er bedenkenlos bei alkoholischen Getr\u00e4nken zulangen kann. Nicht so jedoch in Riobamba. Dort vergn\u00fcgte man sich scheinbar vorzugsweise mit dem Aufenthalt im Stau, statt mit Freunden ausschweifend durch die Stra\u00dfen zu ziehen.<\/p>\n<p>In Angies B\u00fcro bekamen wir schlie\u00dflich eine CD mit all den Liedern gebrannt, dessen Melodien wir bei den Tanzauff\u00fchrungen vernommen hatten. Die Erinnerung an diesen kurzen, aber intensiven Aufenthalt in Riobamba werden uns somit f\u00fcr immer erhalten bleiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Guayaquil lie\u00df uns wenig M\u00f6glichkeit zum Ausruhen. Weniger der Aktivit\u00e4ten wegen, sondern mehr beruhend auf der unertr\u00e4glichen, schw\u00fclen Hitze. Nicht mal Denken war notwendig, um die Schwei\u00dfperlen die Stirn hinunterzujagen. 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