{"id":449,"date":"2007-10-28T00:00:00","date_gmt":"2007-10-27T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/followtheroad.com\/de\/warum-nicht-nach-peru\/"},"modified":"2009-05-24T00:25:40","modified_gmt":"2009-05-23T22:25:40","slug":"warum-nicht-nach-peru","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/followtheroad.com\/de\/warum-nicht-nach-peru\/","title":{"rendered":"Warum nicht nach Peru?"},"content":{"rendered":"<p>Am Samstag, den 20. Oktober, trafen wir uns mit <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/insolents.over-blog.com\/\">Laurence und Sebastien<\/a>, zwei franz\u00f6sische Backpacker, die Cuenca besuchten. Nach einigen netten Plauderstunden erw\u00e4hnten die Beiden die Verl\u00e4ngerung ihrer 90-Tage Aufenthaltsgenehmigung in Ecuador. Den meisten Ausl\u00e4ndern ist es erlaubt, Ecuador f\u00fcr einen Zeitraum von 90 Tagen zu bereisen und den Aufenthalt um weitere 90 Tage (also insgesamt 180 Tage pro Jahr) zu verl\u00e4ngern. Das franz\u00f6sische Paar hatte dies bereits einige Tage zuvor erledigt. Auch wir mu\u00dften das tun, denn wir kamen Ende Juli nach Ecuador. Pl\u00f6tzlich kriegte Augustas ein Brett vor den Kopf. So zumindest schien es. Er hatte sich verrechnet und ich habe den Stichtag niemals hinterfragt. Obwohl wir bereits drei Wochen lang ein Zettelchen mit &#8220;Visa verl\u00e4ngern!&#8221; an unserer Badt\u00fcr kleben hatten, verpassten wir die Verl\u00e4ngerung unserer Aufenthaltsgenehmigung. Wir schauten erneut in unsere Reisep\u00e4sse und bemerkten, dass der Eingangsstempel vom 24. Juli war. Das hie\u00df&#8230; Am folgenden Tag, Sonntag, den 21. Oktober, war unser LETZTER TAG f\u00fcr einen Aufenthalt in Ecuador. 90 Tage waren eben keine drei Monate. Das war uns jetzt v\u00f6llig klar.<\/p>\n<p>So. Stichtag war der 21. Oktober. Sonntag. Geschlossene \u00c4mter. W\u00fcrden wir am Montag zum Immigrationsb\u00fcro gehen, erwartete uns eine saftige Strafe von je US $200 f\u00fcr die \u00dcberziehung der 90 Tage Aufenthaltsgenehmigung. Es warteten unfreundliche Beamte, die sich freudig die H\u00e4nde rieben, wenn sie diesen Betrag einkassieren konnten. Keinerlei Erbarmen. Sollten wir wirklich riskieren, am Montag zum Immigrationsb\u00fcro zu gehen?<\/p>\n<p>Wir entschieden uns f\u00fcr die sichere Variante: Peru. Eine Reise zur peruanischen Grenze und zur\u00fcck, sollte der beste Weg sein, um unseren Aufenthalt in Ecuador problemlos zu verl\u00e4ngern.<\/p>\n<p>Am Sonntagmorgen, um 5:45 Uhr, nahmen wir den Direktbus von Cuenca nach Huaguillas, der peruanisch-ecuadorianischen Grenze (250km, US $6\/person). Um 11 Uhr erreichten wir die Grenze. Noch in Gedanken an die m\u00f6gliche Aufforderung der Grenzbeamten, in Peru offiziell ein- und ausreisen zu muessen, um unsere Aufenthaltsgenehmigung zu verl\u00e4ngern, entdeckten wir zwei verschiedene Schalter: einen f\u00fcr die Ausreise aus dem Land, ein anderer f\u00fcr die Einreise. Perfekt! Wortlos erhielten wir unsere Ausreisestempel. Wir wechselten zum anderen Schalter und \u00fcberreichten unsere P\u00e4sse. Schweigend und unschuldig dreinblickend verwirrten wir den Beamten. V\u00f6llig durcheinander suchte er unsere peruanischen Ausreisestempel. Es gab keine. Dieser Schlaufuchs von Beamte begriff schnell unseren Trick und verewigte 90 weitere Tage Ecuadoraufenthalt in unseren P\u00e4ssen. Das war einfach. Schlu\u00dfendlich haben wir einen neuen Stichtag f\u00fcr unsere definitive Ausreise aus Ecuador: 18. Januar 2008. Wir hatten es geschafft!<\/p>\n<p>Nach der F\u00fctterung unsere M\u00e4gen mit Reis, Linsen und Ei in einem naheliegenden Restaurant f\u00fcr je US $1, hielt ein wei\u00dfer Pick-Up mit Fahrer Paul f\u00fcr uns an. Das erste Auto nach nur 2 Minuten trampen. Reiseziel: Cuenca. Mit M\u00fche pressten wir uns in unf\u00f6rmiger Haltung auf den Beifahrersitz. Es gab nur einen. Auf dem Weg nach Cuenca begleiteten wir Paul auf einen Besuch des neuen, erst k\u00fcrzlich er\u00f6ffneten Einkaufszentrums in Machala und fuhren danach zum Dorf Santa Rosa. Paul (34) ist Architekt und hat 3 Kinder. In Santa Rosa traf er auf einen seiner Klienten, f\u00fcr den er ein Sommerhaus mit einem wundersch\u00f6nen Schwimmbecken baute. W\u00e4hrend wir auf Paul warteten, spielten wir mit der zweij\u00e4hrigen Maria &#8220;Wasserm\u00fchle&#8221;: Wasser aus dem Pool sch\u00f6pfen und \u00fcber die M\u00fchle gie\u00dfen. Die R\u00e4der drehten sich wunderbar. Da Maria die B\u00e4uchlingslage beim Spielen bevorzugte, war sie am Ende von Kopf bis Fu\u00df pitschnass. Wechselsachen hatte sie keine. H\u00e4tten wir das mal gewu\u00dft&#8230;<\/p>\n<div style=\"text-align: center\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_ecuador\/cuenca\/meetings\/IMG_6581.JPG\" title=\"ending up in a Cuencan family, after our short trip to the Peruvian border to prolong our stay in Ecuador\" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_ecuador\/cuenca\/meetings\/cache\/IMG_6581.JPG-nggid042216-ngg0dyn-500x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"ending up in a Cuencan family, after our short trip to the Peruvian border to prolong our stay in Ecuador\" title=\"ending up in a Cuencan family, after our short trip to the Peruvian border to prolong our stay in Ecuador\" \/><\/a>\t\n\n<p><\/div>\n<p>Zur\u00fcck in Cuenca lernten wir Pauls Familie kennen. Pauls Haus war ein<br \/>\nEigenbau. Ein ger\u00e4umiges, helles Geb\u00e4ude. Reichlich normal f\u00fcr einen<br \/>\nArchitekt. Der Zufall (oder Bestimmung) wollte es, dass er nur sechs<br \/>\nStra\u00dfen von uns entfernt wohnt, etliche seiner Verwandte in der Naehe unseres Hauses leben und einst zwei seiner Arbeiter (Kolumbianer) in<br \/>\nunserer jetztigen Bleibe wohnten. Bei Tee und Keksen plauschten wir f\u00fcr<br \/>\neine knappe Stunde mit Pauls Frau Monica, seinen drei Kindern und<br \/>\nseiner Schwiegermutter. Zu guter Letzt brachte uns Paul direkt bis vor<br \/>\nunsere Haust\u00fcr und wir verblieben uns wiederzusehen.<\/p>\n<p>Katja &amp; Augustas<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Samstag, den 20. Oktober, trafen wir uns mit Laurence und Sebastien, zwei franz\u00f6sische Backpacker, die Cuenca besuchten. Nach einigen netten Plauderstunden erw\u00e4hnten die Beiden die Verl\u00e4ngerung ihrer 90-Tage Aufenthaltsgenehmigung in Ecuador. 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