{"id":428,"date":"2008-12-08T00:00:00","date_gmt":"2008-12-07T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/followtheroad.com\/de\/schlafmangel-in-europa\/"},"modified":"2009-05-20T21:55:34","modified_gmt":"2009-05-20T19:55:34","slug":"schlafmangel-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/followtheroad.com\/de\/schlafmangel-in-europa\/","title":{"rendered":"Schlafmangel in Europa"},"content":{"rendered":"<p>Lang, lang ist&#8217;s her seitdem wir von uns das letzte Mal etwas h\u00f6ren lie\u00dfen. Der Abflug nach Europa stand damals noch bevor, der mittlerweile schon wieder weit hinter uns liegt. Die letzten Wochen in Argentinien waren wundersch\u00f6n, wenn auch von st\u00e4ndigen Ortswechseln und neuen Bekanntschaften gepr\u00e4gt. Obwohl dies eigentlich immer so ist, geschahen diese Aktivit\u00e4ten dieses Mal in doppelter Intensit\u00e4t. Da blieb wenig Zeit, unsere Erlebnisse zu teilen.<\/p>\n<p><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/followtheroad.com\/photos\/2008\/europe\/IMG_2823.JPG\"><img decoding=\"async\" border=\"1\" align=\"left\" alt=\"\" src=\"http:\/\/followtheroad.com\/thumb\/thumb.php?src=..\/photos\/2008\/europe\/IMG_2823.JPG&amp;w=110\"><\/a>Der erste Monat in Europa war nicht anders. Bei Ankunft in Madrid trafen wir unsere kolumbianische Freundin Nohora, die ein einj\u00e4hriges Literaturstipendium in Spanien gewonnen hat. Einige Stunden sp\u00e4ter schleppten wir uns zur Autobahn, diesmal ohne Rucksacktrage, da die auf dem Flug v<a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/followtheroad.com\/photos\/2008\/europe\/IMG_2859.JPG\"><img decoding=\"async\" border=\"1\" align=\"right\" alt=\"\" src=\"http:\/\/followtheroad.com\/thumb\/thumb.php?src=..\/photos\/2008\/europe\/IMG_2859.JPG&amp;w=110\"><\/a>erloren gegangen war. Innerhalb von zwei Tagen schafften wir es unter unerwartet kalten Witterungsbedingungen bis ins heimelige Dortmund zu gelangen. Dort wartete ein Teil meiner Familie auf mich, bei denen wir 4 Tage genossen. An viel Schlaf war weder auf der Reise nach Europa noch hier zu denken, denn meine Nichte hatte uns voll in Beschlag genommen.<\/p>\n<p>Nach einem abendlichen Besuch in Bielefeld folgte am n\u00e4chsten Morgen die Reise nach Litauen. Hier hatten wir viel Gl\u00fcck, denn wir schafften es in nur 22h von Bielefeld bis nach Vilnius &#8211; eine Strecke von 1.600 km. Schlaf war uns wieder einmal nicht geg\u00f6nnt und in Litauen erwartete uns sofort ein volles Programm: Neffen beh\u00fcten, Gro\u00dfeltern umsorgen, Treffen arrangieren, und eine Pr\u00e4sentation \u00fcber unsere Reise organisieren. Nebenbei arbeiteten wir weiter an unseren Projekten und somit gab es auch f\u00fcr die 10 Tage Litauen keine Ruhepause. Aber mal abgesehen von den Strapazen, f\u00fchlten wir uns gl\u00fccklich, endlich wieder Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen.<\/p>\n<p>Jetzt hie\u00df es auf nach Berlin, ein kaltes Unterfangen, bei minus 4 Grad und Schneef\u00e4llen am Vortag. Ein litauischer LKW-Fahrer rettete meine F\u00fc\u00dfe schlie\u00dflich vor dem K\u00e4ltetod und lie\u00df mich w\u00e4hrend der 1,5t\u00e4gigen Fahrt von Kaunas (Litauen) bis Berlin fast durchgehend auf seinem Bett ruhen. Das war von Vorteil, denn mit den kalten F\u00fc\u00dfen, war auch eine heftige Erk\u00e4ltung in mich gedrungen, die sich nach dem Stress mit Wohlwollen in meinem K\u00f6rper ausbreitete.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ich in Berlin ausstieg, fuhr Augustas gen Luxemburg weiter. Obwohl er eine Direktfahrt bis nahe Belgien bereits in der Tasche hatte, zog er den unbequemeren Weg vor und stieg irgendwann in einen BMW um, der ihn 250km bis Frankfurt mitnahm. Dort blieb er bis zum Morgen stecken und \u00e4rgerte sich mitten in der Nacht mit dem Aufbau des Zeltes seiner Schwester herum. Am folgenden Tag um die Mittagszeit schaffte er es bis Luxemburg, wo er ein paar interesante und entspannte Tage mit Rimalda und Mindaugas verbrachte. Bald darauf fuhr er nach Oostende (Belgien), wo er sich todm\u00fcde auf die Couch seiner Mutter fallen lie\u00df. F\u00fcr eine knappe Woche lie\u00df er sich reichlich von ihr bekochen und geno\u00df eine ausgiebige Freizeitgestaltung. Anschlie\u00dfend machte er sich auf den Weg nach Leipzig, um mir einen Besuch abzustatten.<\/p>\n<p><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/followtheroad.com\/photos\/2008\/europe\/IMG_2972.JPG\"><img decoding=\"async\" border=\"1\" align=\"left\" alt=\"\" src=\"http:\/\/followtheroad.com\/thumb\/thumb.php?src=..\/photos\/2008\/europe\/IMG_2972.JPG&amp;w=110\"><\/a>Ich holte unterdessen mein hei\u00df geliebtes Fahrrad bei der Oma meiner Freundin ab, wo es drei Jahre vor sich hingestaubt war. Am Abend folgte ein gemeinsames Essen mit meinen Freunden, mit denen wir einen herrlichen veganen Gem\u00fcseauflauf gezaubert haben. Es war r\u00fchrend, dass sich nahezu alle meiner engsten Freunde f\u00fcr diesen Abend Zeit genommen hatten, um mich herzlich wieder in Berlin zu begr\u00fc\u00dfen. <\/p>\n<p>Mit Freude und v\u00f6llig geschafft bugsierte ich am folgenden Nachmittag mein Fahrrad in der einen und meine Rucksacktrage in der anderen Hand zum Bahnhof, um den Zug nach Leipzig zu nehmen. Statt den geplanten zwei, brauchte ich nur eine Stunde f\u00fcr die Anreise, was mich darauf folgend f\u00fcr eine Stunde auf den Bahnsteig in die K\u00e4lte verbannte. Doch auch dies \u00fcberlebte ich und fiel am Abend, die Wangen voller Gl\u00fcckstr\u00e4nen, meiner Mutter in Leipzig um den Hals.<\/p>\n<p>Nach nur zwei Tagen bei meiner Mutter, galt es noch meine Schwester zu besuchen. Obwohl dort das Kinderh\u00fcten auf dem Programm stand, erlebte ich diesen Aufenthalt endlich ein wenig ruhiger und konnte mal wieder richtig ausschlafen. Meine Tage in Gera waren haupts\u00e4chlich von Gespr\u00e4chen mit meiner Schwester, dem Abholen meiner Neffen aus Kindergarten und Schule, und dem Bauen von Schneem\u00e4nnern und -burgen gepr\u00e4gt, die abschlie\u00dfend in Schneeballschlachten endeten.<\/p>\n<p><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/followtheroad.com\/photos\/2008\/europe\/IMG_2977.JPG\"><img decoding=\"async\" border=\"1\" align=\"right\" alt=\"\" src=\"http:\/\/followtheroad.com\/thumb\/thumb.php?src=..\/photos\/2008\/europe\/IMG_2977.JPG&amp;w=110\"><\/a>Kurz nach meiner R\u00fcckkehr nach Leipzig stand auch schon Augustas vor der T\u00fcr, der f\u00fcr 3 Tage blieb. Gemeinsam mit ihm und meiner Mutter ging es eines nachmittags auf den Leipziger Weihnachtsmarkt, wo uns neben Gl\u00fchwein, auch D\u00fcfte der leckersten Weihnachtsb\u00e4ckereien um die Nasen schwebten. Bei gebratenen Pilzen, Kartoffelpuffern mit Apfelmus und gebrannten Mandeln genossen unsere M\u00e4gen eine fr\u00f6hliche Vorweihnachtszeit, nachdem sich unserer Augen von der Lichterwelt bereits sattgesehen hatten. Einzig der \u00dcberf\u00fcllung von Menschen und der erfrorenen Zehen wegen lie\u00dfen wir uns irgendwann von dort wieder fortbewegen.<\/p>\n<p>Die kommenden Wochen werden von Weihnachtsvorbereitungen wie zum Beispiel Pl\u00e4tzchen backen und weiteren Familien- und Freundesbesuchen gepr\u00e4gt sein &#8211; eine freudige Zeit, die uns erwartet, unabh\u00e4ngig von der Tatsache, dass wir uns derzeit an unterschiedlichen Orten Europas aufhalten, denn Augustas ist bereits nach Litauen zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n<p>Viele liebe Gr\u00fc\u00dfe an euch alle, vor allem die, denen wir in Europa bisher noch nicht begegnet sind und nat\u00fcrlich auch an all unsere Freunde und Familien, die wir schweren Herzens in Lateinamerika zur\u00fcckgelassen haben &#8211; und das sind viele, nach drei Jahren per Anhalter von Mexiko nach Argentinien \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Eine fr\u00f6hliche Vorweihnachtszeit w\u00fcnschen euch,<br \/>Katja und Augustas<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lang, lang ist&#8217;s her seitdem wir von uns das letzte Mal etwas h\u00f6ren lie\u00dfen. 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