{"id":426,"date":"2007-08-22T00:00:00","date_gmt":"2007-08-21T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/followtheroad.com\/de\/plastiktuten-fressende-pferde\/"},"modified":"2007-08-22T00:00:00","modified_gmt":"2007-08-21T22:00:00","slug":"plastiktuten-fressende-pferde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/followtheroad.com\/de\/plastiktuten-fressende-pferde\/","title":{"rendered":"Plastikt\u00fcten fressende Pferde (Juni 29 &#8211; Juli 2)"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/merida\/IMG_5132.JPG\" title=\"a trunk\" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/merida\/cache\/IMG_5132.JPG-nggid041803-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"a trunk\" title=\"a trunk\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\">a trunk<\/p><\/div>\n\n<p>M\u00fcde und etwas abgek\u00e4mpft erreichten wir gegen 11 Uhr morgens das Imparque. Statt dort aber einen Campingplatz vorzufinden, was wir nach Zeus Erkl\u00e4rung erwartet haben, standen wir vor einer Art Verwaltung, in der wir nur Informationen \u00fcber m\u00f6gliche Nationalparks und zur Verf\u00fcgung stehende Campingpl\u00e4tze einholen konnten. Mehr noch ging es eigentlich um die Informationen \u00fcber Touren, die f\u00fcr Naturliebhaber angeboten wurden. Und wir? Wir wollten einfach nur einen Zeltplatz finden.<\/p>\n<p>Das Imparque gab uns Informationen \u00fcber den Nationalpark La Mucuy, der nicht weit von Merida entfernt lag. Wir deckten uns also mit ein paar Lebensmitteln ein und machten uns auf den Weg nach La Mucuy. Um dorthin zu gelangen, mussten wir erst einen Bus von Merida nach Tabay nehmen. Der Busfahrer war anfangs nicht gewillt, die T\u00fcren f\u00fcr uns zu \u00f6ffnen, da wir soviel Gep\u00e4ck hatten. Ich setzte aber, die Anstalten des Busfahrers h\u00f6flich ignorierend, meine unschuldigen Erkl\u00e4rungen fort, dass doch genug Platz f\u00fcr uns sei. &#8220;Schauen Sie mal, wir packen das dorthin, den Rucksack nehmen wir auf den Scho\u00df, die Rucksacktrage zwischen die Beine und fertig. Ist doch wirklich kein Problem, oder?&#8221; Der Busfahrer war sichtlich sauer, dass ich ihm so trickreich den Mund verschlossen hatte. Mir war es egal, denn nun waren wir auf dem Weg nach Tabay. In Tabay mussten wir uns eine Weile gedulden. Um nach La Mucuy zu kommen ben\u00f6tigt man eine Art Safari-Transporter. Zudem braucht man jemanden, der bis zum Nationalpark hochf\u00e4hrt, denn nicht jeder Safari-Transporter macht sich den Weg bis dorthin. Und dann ben\u00f6tigt man noch mindestens f\u00fcnf Personen, die in die gleiche Richtung wollen, um nicht einen Aufpreis zahlen zu m\u00fcssen. Das erinnerte mich an ein \u00dcberraschungsei: &#8220;Gleich drei Dinge auf einmal&#8230;&#8221;<\/p>\n<p>Gegen 16 Uhr kamen wir endlich am Registrierh\u00e4uschen in La Mucuy an. Beim Aussteigen verlangte der Fahrer doch glatt, dass wir f\u00fcr den Transport unserer Rucks\u00e4cke einen kleinen Aufpreis zahlten. War das wieder nur, weil wir Ausl\u00e4nder waren? Der \u00c4rger dar\u00fcber stieg in meinen Kopf. &#8220;Auf der Preisliste im Auto steht nichts davon geschrieben, dass wir f\u00fcr unser Gep\u00e4ck dazuzahlen m\u00fcssen.&#8221; Der Fahrer entgegnete nur, &#8220;der Preis betr\u00e4gt 1.700 Bolivar (0,70\u20ac) f\u00fcr jeden&#8221;. Trotzig lie\u00df ich ihn sitzen und wendete mich an die Fahrg\u00e4ste. &#8220;M\u00fcssen sie etwa f\u00fcr den Transport ihrer G\u00fcter bezahlen?&#8221; Jetzt hoffte ich eigentlich auf ein &#8220;nein&#8221;, doch im Gegensatz dazu erkl\u00e4rten sie mir, &#8220;ja, einmal musste ich gar &#8230; bezahlen, weil&#8230;&#8221;. Ich war bedient, doch sah ich ein, dass der Aufpreis wahrscheinlich gerechtfertigt ist. Widerwillig gab ich dem Fahrer die 3.400 Bolivar (1,40\u20ac) und versuchte mich wieder zu beruhigen.<\/p>\n<p>Wir entschieden uns erst einmal, nur eine Nacht in La Mucuy zu bleiben. Doch wie bei den meisten unserer Vorhaben blieben wir viel l\u00e4nger. Es war aber auch einfach zu sch\u00f6n dort oben. Wir befanden uns mitten in den Bergen, umgeben von Nadel- und Laubb\u00e4umen, unz\u00e4hligen Str\u00e4uchern, Pflanzen, Blumen, Tieren, einem stark brodelnden Wasserfall und sonst nichts. Wir waren allein auf dem Campingplatz. Keine Menschenseele au\u00dfer den Forstarbeitern. Herrlich. <\/p>\n<div class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/merida\/IMG_5144.JPG\" title=\"our home for three days\" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/merida\/cache\/IMG_5144.JPG-nggid041806-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"our home for three days\" title=\"our home for three days\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\">our home for three days<\/p><\/div>\n\n<p>Nun wurden wir kreativ, da wir ja gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr den Zeltaufbau hatten. Wir nutzten die vielen Tannen zur Befestigung einer Schnur, \u00fcber die wir nach Aufstellen des Zeltes gekonnt unserer Plastikplanen dar\u00fcberh\u00e4ngen konnten. Diese befestigten wir mit Klammern, die wir aus herumliegenden Holzst\u00f6ckchen fertigten. Wir schnitten die St\u00f6ckchen in der Mitte ein und schon hatten wir zahlreiche Klammern. Damit lie\u00dfen sich die Planen \u00fcber unserem Zelt verewigen. Um dem Wind keine Chance zu geben, packten wir au\u00dferdem ein paar Tannenzweige und gegabelte St\u00f6cke zum Beschweren auf das Dach. Nun waren wir sicher vor dem Regen. Juchuuu!<\/p>\n<p>Die Toilette lag etwas weiter vom Zelt entfernt und wie immer war die Frauentoilette beim besten Willen nicht &#8220;besitzbar&#8221;. Wir inspizierten also die Herrentoilette und fanden dort einen sauberen Sitz vor. Um diesen auch so zu erhalten, klappte ich nach jedem Besuch den Deckel hoch. Denn so konnte die Faulheit eines Einzelnen nicht zur Katastrophe f\u00fcr die Verrichtung meiner Bed\u00fcrfnisse werden.<\/p>\n<p>Die Dusche befand sich weiter unten am Berg, im Haus des F\u00f6rsters. Als wir ankamen, hatte der F\u00f6rster die Hand so weit ausgestreckt, dass ich annahm, die Dusche bef\u00e4nde sich v\u00f6llig woanders. Ich lief also erstmal in die v\u00f6llig verkehrte Richtung, bis ich mich erinnerte, dass im F\u00f6rsterh\u00e4uschen eine Toilette war. Belustigt kehrte ich also in die richtige Richtung um. Die Aussentemperaturen waren angenehm, aber f\u00fcr eine Dusche mit eiskaltem Bergwasser waren sie unzureichend. Es kostete also enorme \u00dcberwindung, sich nicht nur nackend auszuziehen, sondern auch unter diese \u00dcbersch\u00fcttung mit Eis zu bewegen. Ich versuchte die Tatsache der niedrigen Wassertemperatur zu ignorieren und \u00fcberlebte somit eine nahende Erfrierung. <\/p>\n<p>Es war so herrlich, sich mitten in der Natur zu befinden und die Annehmlichkeiten eines &#8220;festen Wohnsitzes&#8221; zu geniessen. Wir wussten uns sicher vor jedem Regentropfen und hatten f\u00fcrs Kochen einen Ort mit Tisch, B\u00e4nken und \u00dcberdachung. Wir f\u00fchlten uns wie im Paradies und das zubereitete Essen schmeckte wie in einem 5-Sterne-Restaurant. Wie wohltuend es doch war, ein wenig Komfort zu haben&#8230;<\/p>\n<p>Am folgenden Morgen tauchte eine Familie auf, die sich den Tag \u00fcber in La Mucuy aufhielt. Der Vater lag meist nur, den Kopf ins Gras gesteckt, auf dem Boden und schlief. Die Kleinsten hatten ihr Spielzeugzelt aufgebaut und verkrochen sich liebend gern dort drinnen. Dort &#8220;kochten&#8221; sie auch und luden als G\u00e4ste die \u00e4lteren Geschwister und die Mutter ein. Ab und an wanderten sie durch Mucuy, um die faszinierende Welt der Natur zu erforschen. Wir liebten das Schauspiel, was diese Familie uns bot. Auch deren Hund war neugierig und musste von ihnen immer wieder ermahnt werden, unser Zelt und unser Essen in Ruhe zu lassen.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter, um den fr\u00fchen Nachmittag herum, kam eine weitere Familie angereist. Diese kamen mit allen m\u00f6glichen Haushalts- und Luxusg\u00fctern an, um 1-2 Tage in der Natur zu verbringen. Die erste Frage, die sie bei ihrer Ankunft an uns herantrugen war, &#8220;Wo gibt es denn hier Strom?&#8221;. Nun&#8230;hier gab es keinen, was ja auch normal ist, da wir uns mitten in der Natur befanden. Sie bauten also ihre Zelte auf, wobei ihnen viele Mi\u00dfgeschicke passierten. Bei einem der Zelte riss der Gummi, mittels dem die Zeltst\u00e4be miteinander verbunden waren. Es war beachtlich, dass sie trotzdem nach zwei Stunden Basteln das Zelt zum Stehen brachten. Dann hingen sie die H\u00e4ngematte zwischen zwei Tannen, holten die Campinst\u00fchle, den Campingtisch, den Grill, Geschirr und etwaige Knabber-, Nasch- und Esswaren heraus. Und schon wurde der Grill angeworfen und dessen Rauch landete nat\u00fcrlich nirgendwo anders als direkt in unserem Zelt. Zelten war eine Wonne, oder? Durch den aufkommenden Regen musste die Familie ihre Grillpl\u00e4ne aber um\u00e4ndern. Sie zogen deshalb unter das Dach eines ehemaligen Restaurants, was uns \u00e4u\u00dferst zufrieden stellte.<\/p>\n<div class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/merida\/IMG_5180.JPG\" title=\"the white trash horse, checking every single trash bag to find tasty snacks - every day and leaving a mess behind!\" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/merida\/cache\/IMG_5180.JPG-nggid041808-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"the white trash horse, checking every single trash bag to find tasty snacks - every day and leaving a mess behind!\" title=\"the white trash horse, checking every single trash bag to find tasty snacks - every day and leaving a mess behind!\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\">the white trash horse, checking every single trash bag to find tasty snacks - every day and leaving a mess behind!<\/p><\/div>\n\n<p>W\u00e4hrend der drei Tage, die wir im Nationalpark La Mucuy verbrachten, freundeten wir uns mit ein paar Pferden an. Nat\u00fcrlich liessen die uns nicht zu Nahe an sich herankommen, doch lebten wir entspannt nebeneinander. Die Pferde, vor allem das Weisse, waren n\u00e4mlich ausgesprochen interessiert an dem im M\u00fclleimer befindlichen Abfall. Die weisse Stute &#8220;fingerte&#8221; mit ihrem Maul im Eimer herum, biss sich mit den Z\u00e4hnen in einen Abfallbeutel fest und hob ihn heraus. Dann sch\u00fcttelte sie den Beutel so sehr, bis er einriss und sein gesamter Inhalt auf den Waldboden fiel. Dann schn\u00fcffelte sie in dem vor ihr liegenden Abfall herum und fra\u00df, was ihr Geschmacksinn empfahl. Dazu geh\u00f6rten leidlicherweise auch die Ab<br \/>\nfallt\u00fcten selbst. Es m\u00fcssen wohl die Gew\u00fcrze von den Essensresten gewesen sein, die die Stute zum kompletten Verzehr von M\u00fcllt\u00fcten f\u00fchrte. Traurig eigentlich, dass es zu solchen Aktionen kommt. W\u00e4re da nicht die Spezie Mensch, die ihren M\u00fcll in naturunverdauliche Plastikt\u00fcten steckt, w\u00fcrde auch kein Pferd jemals in die Versuchung geraten, pures Plaste zu verzehren. <\/p>\n<p>Die V\u00f6gel, die wir in La Mucuy beobachten konnten, waren absolute Sch\u00f6nheiten. Uns gefiel besonders ein um die drei\u00dfig Zentimeter grosser, gelb-gr\u00fcner Vogel, der lustig lachend durch die \u00c4ste zog. Auch n\u00e4herte sich dieser Vogel oft unserem Kochplatz, einfach um nachzuschauen, was wir Delikates zum stiebitzen hatten.<\/p>\n<p>Den ersten Tag in La Mucuy taten wir nichts au\u00dfer ausruhen, schlafen und essen. Wir waren ziemlich abgek\u00e4mpft nach unserer Reise von der Colonia Tovar bis nach La Mucuy. Eigentlich hatten wir uns mit Zeus an diesem ersten Tag in Merida verabredet, schafften es aber aus Ersch\u00f6pfung einfach nicht bis dorthin. Sp\u00e4ter stellte sich heraus, dass Zeus gar ein Mittagessen f\u00fcr jenen Nachmittag f\u00fcr uns organisiert und dazu seine Familie eingeladen hatte. Wir f\u00fchlten uns besch\u00e4mt, ihn so sitzen gelassen zu haben, aber im Nationalpark La Mucuy gab es nicht eben einmal eine Telefonzelle, von der wir das Treffen h\u00e4tten absagen k\u00f6nnen.<\/p>\n<div class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/merida\/IMG_5207.JPG\" title=\"houses in Mucuy\" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/merida\/cache\/IMG_5207.JPG-nggid041809-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"houses in Mucuy\" title=\"houses in Mucuy\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\">houses in Mucuy<\/p><\/div>\n\n<p>Einen Tag verbrachten wir in Tabay, da wir unbedingt etwas zu Essen ben\u00f6tigten. Unsere Vorr\u00e4te waren ausgegangen. Um dorthin zu gelangen, versuchten wir zu trampen, da wir bis nach Kolumbien mit unseren letzten Bolivar reichen mussten. Noch einmal wollten wir auf keinen Fall Geld umtauschen m\u00fcssen. Wir liefen fr\u00fchzeitig am Morgen vom Nationalpark hinunter ins Dorf von La Mucuy. Nach einer Stunde laufen bekamen wir endlich eine Mitfahrgelegenheit auf der Ladefl\u00e4che eines Transporters. Und schwups waren wir in Tabay. Dort deckten wir uns mit etwas Obst und Gem\u00fcse ein und machten uns nach einem Abstecher zum Internetcafe auf den R\u00fcckweg zum Nationalpark. Der R\u00fcckweg gestaltete sich schwieriger. Wir warteten am Ende von Tabay auf einen Lift, doch viele Autos fuhren mit einem verst\u00e4ndnislosem Ausdruck auf ihren Gesichtern an unserem hochgehaltenen Daumen vorbei. Dann endlich bekamen wir einen Fahrer, der uns zumindest bis zum ersten Dorf mit hinaufnahm. Dort steckten wir dann wieder f\u00fcr eine Weile fest. Wir liefen ein ganzes St\u00fcck bergauf, erkannten aber, dass wir noch eine Ewigkeit bis zum n\u00e4chsten Haltpunkt brauchen w\u00fcrden. Wir entschieden uns also f\u00fcrs Warten. <\/p>\n<p>Die Wartezeit vertrieben wir uns mit dem Beobachten einer Familie, die auf der gegen\u00fcberliegenden Strassenseite wohnte. Der Vater sass vor dem Haus auf einem h\u00f6lzernen Sessel, der im Schatten eines Baumes stand, und spielte mit seinem Kleinsten, das noch im Babyalter war. Er rief uns auch freundlich etwas hin\u00fcber, was wir allerdings nicht verstanden. Dann tauchten ab und zu verschiedene seiner Kinder, unter anderem seine Frau, auf, die fast alle leuchtend rote Haare hatten. Das war sehr ungew\u00f6hnlich f\u00fcr Venezuelaner. Alle waren ausgesprochen neugierig und schauten uns mit einem L\u00e4cheln und ohne Scheu vom Gartenzaun aus beim Warten zu. Wir winkten und sie reagierten mit einem Lachen. Wir vermuteten, dass es sich hier vielleicht um eine Mischung aus venezuelanischen Blut und der Mennoniten-Kultur handelte. Denn wo kommen sonst die roten Haare her?<\/p>\n<p>Erstaunlicherweise hielt nun f\u00fcr uns einer dieser Safari-Transporter an und nahm uns kostenlos bis in die N\u00e4he des Nationalparks mit. Wir stiegen dort aus, wo jedes Wochenende Hunderte von Leuten antanzen, um an den fest eingerichteten Grillpl\u00e4tzen ihr Sonntagsbarbeque durchzuf\u00fchren. \u00dcberall dampften die Kessel, brutzelte das Fleisch und spielten alle Besucher miteinander Fussball oder andere Gesellschaftsspiele. Einige Mutige sprangen in den eiskalten, wilden Bach. Die Jugendlichen verhielten sich eher dezent cool, mit der Bierflasche in der Hand und im Versuch, sich gegenseitig zu beeindrucken. Wir trafen dort sogar unseren Berater vom Imparque wieder, der uns zum Zelten in La Mucuy geraten hatte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcde und etwas abgek\u00e4mpft erreichten wir gegen 11 Uhr morgens das Imparque. Statt dort aber einen Campingplatz vorzufinden, was wir nach Zeus Erkl\u00e4rung erwartet haben, standen wir vor einer Art Verwaltung, in der wir nur Informationen \u00fcber m\u00f6gliche Nationalparks und zur Verf\u00fcgung stehende Campingpl\u00e4tze einholen konnten. 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