{"id":394,"date":"2007-08-22T00:00:00","date_gmt":"2007-08-21T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/followtheroad.com\/de\/gute-zeiten-schlechte-zeiten\/"},"modified":"2007-08-22T00:00:00","modified_gmt":"2007-08-21T22:00:00","slug":"gute-zeiten-schlechte-zeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/followtheroad.com\/de\/gute-zeiten-schlechte-zeiten\/","title":{"rendered":"Gute Zeiten, schlechte Zeiten (Juni 17 &#8211; 19)"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/bolivar\/IMG_4842.JPG\" title=\"no chance to hitch-hike\" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/bolivar\/cache\/IMG_4842.JPG-nggid041747-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"no chance to hitch-hike\" title=\"no chance to hitch-hike\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\">no chance to hitch-hike<\/p><\/div>\n\n<p>Wir verliessen &#8220;La Casita&#8221; ausgeruht und wurden vom Chaffeur freundlicherweise direkt bis zur Kreuzung in Richtung Caicara del Orinoco gebracht. Die Ecke wirkte wenig gem\u00fctlich. Hier dauerte es zudem eine Weile, bis wir endlich ein St\u00fcck mitgenommen wurden. In Agua Blanca, ca. 100km weiter, hiess es wieder stundenlang warten. Nicht einmal st\u00e4rken konnten wir uns, da in dem einzigen Restaurant die Preise mit willk\u00fcrlicher &#8220;Touristensteuer&#8221; versehen wurde. Das nat\u00fcrlich nur, als wir nach einem einfachen Mittagsmahl von Reis und Bohnen fragten. Da wir uns nicht gern \u00fcber den Tisch ziehen lassen, a\u00dfen wir aus Trotz eben nichts. Endlich ging es weiter und zwar bis zu einem weiteren Restaurant direkt an der Strasse, in der N\u00e4he von La Esperanza. Dort versenkte uns zuerst die Hitze mit Haut und Haar und sp\u00e4ter \u00fcbersch\u00fctteten die Wolken uns mit reichlich Nass, w\u00e4hrend wir erfolglos unser Dasein am Strassenrand fristeten. Es gab wenig Verkehr, doch daran lag die schlechte Erfolgsrate sicher nicht. Niemand wollte uns mitnehmen und dabei hatten wir uns so sch\u00f6n positioniert! Woanders zu trampen kam auch nicht in Frage, da das einzige Zeichen von Zivilisation weit und breit, das vor uns liegende Restaurant war.<\/p>\n<p>Eine junge Frau winkte uns von der anderen Strassenseite aus zu. Ich rannte hin und sie erkl\u00e4rte uns, dass wir auf der ihrigen Seite eine bessere Chance zum Trampen h\u00e4tten. Ich nutzte diese Gelegenheit zur Nachfrage, ob wir eventuell die Nacht in der N\u00e4he des Restaurants verbringen konnten und sie sicherte mir zu, dass der Besitzer nichts dagegen h\u00e4tte. Doch noch wollten wir nicht aufgeben. Wir folgten dem Rat der jungen Dame und wechselten die Seite. Doch da schien es noch schwieriger, eine Mitfahrgelegenheit zu finden. Nachdem das Restaurant und der dazugeh\u00f6rige Lebensmittelladen seine T\u00fcre schloss, waren wir gezwungen, den Besitzer des Restaurants um eventuelles Obdach zu bitten. Doch irgendwie bekamen wir ihn nicht zu greifen. Jedes Mal, wenn wir uns ihm ann\u00e4herten, war er auch schon wieder verschwunden. Wir trampten also weiter.<\/p>\n<div class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/bolivar\/IMG_4838.JPG\" title=\" \" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/bolivar\/cache\/IMG_4838.JPG-nggid041745-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_4838\" title=\"IMG_4838\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\"> <\/p><\/div>\n\n<p>Da kam ein Transporter angefahren, der direkt vor dem Restaurant hielt. Der Restaurantbesitzer verschwand hinter dem Transporter und tauchte alsbald mit vielen Beuteln voller Obst und Gem\u00fcse wieder auf. Essen! Ich schickte sofort Augustas zu dem Transporter, damit er unser Abendbrot sichern konnte. Wir hatten an diesem Tage schliesslich kaum etwas gegessen. Ich versuchte mich derweil weiter mit Trampen. Vielleicht w\u00fcrden sie ja f\u00fcr eine einzelne Dame anhalten&#8230; Doch nix wars. Stattdessen gesellten sich ein paar Jungen zu uns. Sie bl\u00f6delten dumm herum und rangen sich irgendwann dazu durch, uns auch richtige Fragen zu stellen. Wir fanden die Unterhaltung recht witzig. Nur einmal fragte ich mich, wo ich eigentlich war. Einer der Jungen, er war so um die 13-14 Jahre alt, erkl\u00e4rte mir, wie ich &#8220;erfolgreich&#8221; ein Auto anhalten k\u00f6nnte. &#8220;Schau mir zu. Du ziehst einfach den Revolver, so!&#8221; Mit seinem Arm demonstrierte er, wie ich den Revolver aus meinem Magazin ziehen w\u00fcrde und auf das ankommende Auto richten soll. &#8220;Dann gehst du einfach n\u00e4her und sagst, &#8216;Nimm mich gef\u00e4lligst mit!'&#8221; Da blieb mir die Spucke weg. Sp\u00e4ter erfuhren wir auch, warum ein solch junger Knabe auf eine derart absurde Idee kommen kann. Sein Vater war fleissig im Gold- und Diamantengesch\u00e4ft und besass bereits seit vielen Jahren seinen eigenen Tagebau. In der Gegend um La Esperanza war es recht \u00fcblich, seine eigene H\u00f6hle f\u00fcr den Gold- und Diamentenabbau zu besitzen. Neid und dadurch hervorgerufene Gewalt waren an der Tagesordnung. Kein Wunder, wenn die Kinder schon fr\u00fchzeitig Waffen als &#8220;Kommunikationsmittel&#8221; einsetzen wollen&#8230;<\/p>\n<div class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/bolivar\/IMG_4833.JPG\" title=\"camping half dry, meeting local youngsters\" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/bolivar\/cache\/IMG_4833.JPG-nggid041743-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"camping half dry, meeting local youngsters\" title=\"camping half dry, meeting local youngsters\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\">camping half dry, meeting local youngsters<\/p><\/div>\n\n<p>Die Abendd\u00e4mmerung brach \u00fcber uns herein und zwang uns endlich zum aufgeben. Wir baten um Obdach auf dem Grundst\u00fcck des Restaurantbesitzers, das er uns sofort genehmigte. Wir konnten unser Zelt unter einem Dach aufstellen, das in der Mitte ein riesiges Loch hatte. Immerhin waren wir aber damit dem Regen nicht komplett ausgeliefert. Jetzt kam auch der Hunger richtig durch und wir machten uns daran endlich eine richtige Mahlzeit in uns hineinzustopfen. Dabei sah uns die Truppe der Jungen zu, die sich bereits w\u00e4hrend des Trampens zu uns gesellt hatte. Augustas bl\u00f6delte mittlerweile genausoviel und es schien, als h\u00e4tten sich da die richtigen Leut&#8217; gefunden. Es wurden Zaubertricks ausgetauscht, die Jungen wurden vor viele R\u00e4tsel gestellt und angehalten zu beweisen, dass alle Streichh\u00f6lzer in der ihrigen Schachtel auch wirklich funktionierten. Und so fingen sie an, ein Streichholz nach dem anderen anzuz\u00fcnden und untermalten die gute Funktionsweise mit dem Kommentar, &#8220;siehst du, das funktioniert auch; die funktionieren alle!&#8221; Wir kicherten in uns hinein, denn Augustas hatte sich schelmischerweise diese Aufgabe ausgedacht. Am Ende bekamen wir dann noch jeder eine Kokosnuss, die wir genussvoll austrinken konnten. Dann zogen die Jungen ab, denn sie wollten noch rechtzeitig zum Dorffest gelangen. <\/p>\n<p>Mit dem Restaurantbesitzer hatten wir keinerlei Konversation. Nur einmal, w\u00e4hrend wir kochten, kam er kurz nachschauen, ob alles seinen Gang geht. Er begutachtete unser Zelt, schaute wortlos in unseren Kochtopf und verschwand auch schon wieder.<\/p>\n<div class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/bolivar\/IMG_4840.JPG\" title=\"rainy days\" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/bolivar\/cache\/IMG_4840.JPG-nggid041746-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"rainy days\" title=\"rainy days\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\">rainy days<\/p><\/div>\n\n<p>Ein neuer Tag und neue Hoffnung. Wir hatten M\u00fche aus den &#8220;Betten&#8221; zu steigen und uns f\u00fcr den Tag fertig zu machen. Draussen regnete es noch immer in Str\u00f6men. Es sah also alles andere als einladend aus. Das Restaurant \u00f6ffnete mittlerweile, so dass wir es an der Zeit sahen, unsere Sachen zusammenzupacken. Die ersten Fr\u00fchst\u00fccksg\u00e4ste kamen an. Einer fiel mir besonders auf. Er hatte einen schwarzen Jeep und war allein unterwegs. Mein Gef\u00fchl schlug mal wieder Alarm. Das war unsere Mitfahrgelegenheit. Ich sprach den Herrn an und bat ihn um einen Lift. Er stimmte zu. Da er ausgerechnet auch bis Caicara del Orinoco unterwegs war, schaltete mein Hirn bereits auf Bingo! Ich informierte schnell Augustas und in einem Eilzugtempo packten wir unsere Rucks\u00e4cke. Zuvor hatte sich bereits ein Mann zu uns gesellt, der sich auch auf dem gleichen Wege befand und auf den Bus wartete. Er war neugierig und stellte uns allerhand Fragen, w\u00e4hrend wir unsere Sachen zusammenpackten. Als ich dann mit der freudigen Nachricht einen Lift zu haben zur\u00fcckkam, fragte er uns nat\u00fcrlich auch aus. Sollte ich es ihm sagen? Mich umgab ein etwas mulmiges Gef\u00fchl, dem Herren von unserem Gl\u00fcck zu erz\u00e4hlen, zumal er ja auch in die Richtung unterwegs war. Aber auf der anderen Seite dachte ich mir, er wird wohl so viel Anstand haben, dass er den Fahrer nicht auch noch um Mitnahme bittet. Nun wusste er also Bescheid und kurz darauf verschwand er. Ich wusste genau wohin und hoffte inst\u00e4ndig, dass unser Fahrer ihn ablehnen w\u00fcrde. Denn mir war von vorneherein klar, dass er diesen Herren nicht mitnehmen wollte. Wir waren gerade in den letzten Z\u00fcgen des Packens, da st\u00fcrzte der Herr mit dem schwarzen Jeep in unsere Ecke. Er schaute fl\u00fcchtig auf unser Gep\u00e4ck und meinte pl\u00f6tzlich hastig, &#8220;ich muss weg, ich kann euch nicht mitnehmen; ihr habt ausserdem viel zu viel Gep\u00e4ck&#8230;&#8221; Das wollte ich nicht auf mir sitzen lassen. Erst ja sagen und dann einfach abziehen. Ich lief ihm also hinterher und bat ihn inst\u00e4ndig um Mitnahme. Ja, ich flehte ihn regelrecht an! Nach unserem erfolglosen Vortag wollte ich UNSEREN Fahrer nicht so einfach gehen lassen. Doch es half alles nichts. Er schloss die T\u00fcr, sch\u00fcttelte in einem deutlichen Nein-Rhythmus seinen Kopf und weg war er. Da fuhr er hin, unser Fahrer. Oh, war ich sauer! Ich war regelrecht w\u00fctend. Nur wegen diesem Mann, mit dem ich aus puren Vertrauen heraus unser Gl\u00fcck geteilt hatte, war unser Fahrer jetzt weg. Ich bin mir sicher, dass der Mann deswegen so schnell die Kurve gemacht hat, weil der andere Herr ihn auch<br \/>\num Mitnahme gebeten hatte. Noch dazu glaube ich, dass er abgelehnt wurde und dem Herrn mit dem Jeep deswegen versuchte davon zu \u00fcberzeugen, uns nicht mitzunehmen, weil wir zu viel Gep\u00e4ck h\u00e4tten. Letzteres h\u00e4tte aber locker in seinen leeren Jeep gepasst. Ich war vielleicht frustriert.<\/p>\n<p>Augustas schaffte es mich wieder zu beruhigen. Am Ende ist es ja auch so, dass dieser Jeep nicht wirklich f\u00fcr uns bestimmt war, sondern nur als zuckers\u00fcsses Bonbon unter unsere Nase gerieben wurde. Das Erlebnis mit dem Herrn schien mittlerweile als reine Fatamogana, doch wusste ich ja, dass wir einfach so im Stich gelassen wurden. Seufz.<\/p>\n<p>Wir trampten also an der gleichen Stelle weiter wie am sp\u00e4ten Abend des Vortages. Und schau mal einer an, wir mussten gar nicht so lange warten. Der Regen kam uns vielleicht auch zu Gute, denn er war dabei uns restlos einzun\u00e4ssen, als das erste Auto anhielt. Eine Mutter mit ihrem Sohn war auf dem Weg nach Guarataro. Unserer Landkarte nach lag das in einem Gebiet, wo es keine Strasse gab. Sp\u00e4ter stellte sich das als unsinnig heraus, denn es gab eine geteerte, einwandfreie Strasse bis nach Guarataro. Wir wurden bis zu einer Kreuzung mitgenommen, an der wir geradewegs weitertrampen konnten. St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck, mit langen Wartezeiten verbunden, schafften wir es bis Maripa. Dort \u00fcberraschte uns mal wieder der Regen und zwang uns zur Pause. Wir hatten bereits mitbekommen, dass wir uns nicht am Ende von Maripa befanden, so dass wir bei Auftauchen der Sonne dem Stadtende entgegenliefen. Von dort aus gelangten wir recht z\u00fcgig mit einem leeren Transporter zu einem naheliegenden Dorf. Wieder hiess es warten. Mal regnete es, mal brannte uns die Sonne auf die Glieder. Anziehen, ausziehen, warten. Endlich kam ein Jeep angefahren. Mit einem Engelsl\u00e4cheln hielten wir unser beider Daumen heraus und hofften inst\u00e4ndig auf Gnade. Der Fahrer muss uns erh\u00f6rt haben. Er hielt an und trotz dass <\/p>\n<div class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/bolivar\/IMG_4849.JPG\" title=\" \" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/bolivar\/cache\/IMG_4849.JPG-nggid041750-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_4849\" title=\"IMG_4849\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\"> <\/p><\/div>\n\n<p>er wahrlich vollgeladen war, half er uns aus. Wir r\u00e4umten ein wenig hin und her, damit wir uns und unser Gep\u00e4ck ins Auto hineinverfrachten konnten. Im Kofferraum w\u00e4re genug Platz gewesen, doch da befand sich ein mindestens 1,20 Meter breiter, 50 cm tiefer und hoher Lautsprecher: damit man die Musik auch wirklich h\u00f6ren kann&#8230;<\/p>\n<p>Eigentlich wollten wir ja den Orinoco in Caicara \u00fcberqueren. Als wir aber h\u00f6rten, dass unser Fahrer bis Puerto Ayacucho unterwegs war, fingen wir an zu gr\u00fcbeln. Warum nicht einfach dorthin ziehen, wo unser Fahrer hinf\u00e4hrt? Ich hatte riesige Lust darauf, wahrscheinlich auch, weil es nach zwei so miesen Trampertagen endlich mal wieder ein Auto \u00fcber eine super lange Strecke war. Augustas r\u00fcmpfte die Nase, als ich mit dieser genialen Idee ankam. Am Ende entschieden wir uns f\u00fcr den Mittelweg. Wir wollten den Orinoco in Puerto Paez, einem winzigen Hafen, \u00fcberqueren. <\/p>\n<div class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/bolivar\/IMG_4856.JPG\" title=\"passing by huge stones with few vegetation, and often waterfalls\" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/bolivar\/cache\/IMG_4856.JPG-nggid041752-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"passing by huge stones with few vegetation, and often waterfalls\" title=\"passing by huge stones with few vegetation, and often waterfalls\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\">passing by huge stones with few vegetation, and often waterfalls<\/p><\/div>\n\n<p>Und wieder, mein Gef\u00fchl behielt Recht. Kurz nachdem wir die Abzweigung nach Caicara hinter uns gelassen haben, tauchte eine irrsinnig interessante Landschaft vor bzw. neben uns auf. Riesige Felsbrocken, geformt zu H\u00fcgeln, ja gar kleinen Bergen, mit sp\u00e4rlicher Vegetation und vereinzelten, zauberhaften Wasserf\u00e4llen s\u00e4umten die Strasse. Der Himmel spielte mit seinen Wolken und zauberte zu diesem bereits atemberaubendem Bild noch k\u00fcnstlerische Werke hinzu. Ich war von diesem Anblick hin und weg. Unser Fahrer k\u00e4mpfte mit der immer schlechter werdenden, sandigen und mit unz\u00e4hligen L\u00f6chern versehenen Strasse. Mir machte das alles wenig aus. Ich genoss die Fahrt wie seit langen nicht mehr. Als dann irgendwann auch winzige D\u00f6rfer von Eingeborenen auftauchten, war ich restlos begeistert. Ich w\u00e4re am Liebsten ausgestiegen, h\u00e4tten wir nicht bereits unsere Ankunft in Caracas angek\u00fcndigt. Die Eingeborenen glichen wenig denen, die nackend oder nur mit einem L\u00e4tzchen bekleidet durch die Natur hopsten. Sie trugen moderne Kleidung, doch lebten noch wie einst in ihren selbstgebauten Stroh- und Palmbl\u00e4tterh\u00fctten. Ich sah die Kinder durch die Gegend wusseln, die M\u00fctter W\u00e4sche waschen, die Jungen und M\u00e4nner im Fluss fischen, Jugendliche auf Fahrr\u00e4dern, und vereinzelt Lernwillige, die ihre Hausaufgaben direkt neben der Strasse erledigten. Das vor allem, da es dort ab und zu eine Bank gab und ausreichend Licht. Denn die H\u00fctten hatten ausser einer T\u00fcr keine weitere Lichtquelle. Vielerorts sah ich H\u00e4ngematten, in denen Menschen jeden Alters entspannt die Zeit verstreichen liessen. Einmal konnte ich auch beobachten, wie ein paar <\/p>\n<div class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/bolivar\/IMG_4857.JPG\" title=\"sky was fascinating while driving\" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/bolivar\/cache\/IMG_4857.JPG-nggid041753-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"sky was fascinating while driving\" title=\"sky was fascinating while driving\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\">sky was fascinating while driving<\/p><\/div>\n\n<p>Frauen Yucca (ein kartoffel\u00e4hnliches Wurzelgem\u00fcse) an einem riesigen Reibeisen rieben. Aus der zerriebenen Masse w\u00fcrden sie sp\u00e4ter Yucca-Brot herstellen, was sehr beliebt in Venezuela ist. <\/p>\n<p>Wir n\u00e4herten uns Puerto Paez. Unser Fahrer erkl\u00e4rte uns aber, dass er uns erst in der N\u00e4he von Puerto Ayacucho, an einem Milit\u00e4rkontrollpunkt, herauslassen w\u00fcrde. Die Rekruten kannten ihn gut, da er sozusagen ihr Chef war. Er wiess seine Kumpanen also an, uns eine Mitfahrgelegenheit bis Apure (die Provinz n\u00f6rdlich von Puerto Paez) zu besorgen. Wir h\u00e4tten es aber besser gefunden, in der Milit\u00e4rzone unser Zelt aufstellen zu k\u00f6nnen und \u00fcber Nacht auszuruhen. Wir lie\u00dfen unseren Fahrer davonziehen. Nach einer obligatorischen Wartezeit, in der wir mit Brot und Malztrunk beschenkt wurden, fragten wir die Soldaten, ob wir nicht bei ihnen \u00fcbernachten k\u00f6nnten. Die Dunkelheit brach bereits \u00fcber uns herein und wir reisen normalerweise nicht w\u00e4hrend der Nacht. Auch erkl\u00e4rten wir ihnen, dass wir vielleicht bis zur Apure Provinz mitgenommen werden w\u00fcrden, aber dort dann nicht w\u00fcssten, wo wir die Nacht verbringen sollten. An dem Kontrollpunkt f\u00fchlten wir uns sicher und das sahen die Soldaten auch ein. Problemlos wurden wir in ihre Zone hineingelassen und durften unser Zelt im Pavillion aufstellen. Der hatte wieder ein sch\u00f6nes Dach, so dass wir trocken \u00fcber die Nacht kommen w\u00fcrden. Wir durften auch die Toilette benutzen, zu der man nur gelangte, wenn man durch das Schlafgemach der Soldaten schritt. In der Toilette machten wir dann auch gleich mit einer Ratte Bekanntschaft, die sich gekonnt auf den zum Trocknen aufgehangenen Unterhosen der Soldaten entlangschl\u00e4ngelte. Kochen wollten wir auch, was aber vorher mit den Soldaten abgestimmt werden musste. Wir bekamen die Erlaubnis. Dazu schob einer der Soldaten aber die zwei im Pavillion stehenden Bastsessel zusammen, so dass uns von der Strasse aus keiner in den Suppentopf schauen konnte. Wie h\u00e4tte es auch ausgesehen, wenn die Soldaten einen LKW anhalten und dessen Blick w\u00e4hrend der Kontrolle seiner Papiere auf unser brodelndes Essen f\u00e4llt. Also versteckten wir uns und erfreuten uns an der Neugier der Soldaten, die regelm\u00e4ssig bei uns vorbeischauten. Sp\u00e4t in der Nacht nahmen wir dann auch noch eine Dusche. Am Ende des Geb\u00e4udes stand eine Wassertonne, mit dessen Wasser wir unsere verschwitzten K\u00f6rper reinigen konnten. Ach, war das eine Wohltat! Am<\/p>\n<div class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/bolivar\/IMG_4861.JPG\" title=\"ended up staying overnight in a Guardia Nacional control point\" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/bolivar\/cache\/IMG_4861.JPG-nggid041754-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"ended up staying overnight in a Guardia Nacional control point\" title=\"ended up staying overnight in a Guardia Nacional control point\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\">ended up staying overnight in a Guardia Nacional control point<\/p><\/div>\n\n<p> Morgen sahen wir in dem Wasser ein paar weisse W\u00fcrmer schwimmen. Diese sahen gut gen\u00e4hrt aus, das Wasser muss also bereits seit einer Weile dort stehen. Gut, dass wir das vorher nicht gesehen haben&#8230; Zumindest stank das Wasser nicht und hat uns sauberer und frischer hinterlassen, als die zwei Tage zuvor ohne jeglichen Wasserkontakt.<\/p>\n<p>Augustas hatte es eilig am Morgen. Er wollte mir partout nicht mein Fr\u00fchst\u00fcck g\u00f6nnen. Und wenn ich kein Fr\u00fchst\u00fcck bekomme werde ich ungem\u00fctlich. Grummelnd trottete ich hinter ihm her, aus der Milit\u00e4rzone heraus. Grimmig schaute ich ihn an. Ich brachte nicht einmal ein L\u00e4cheln zu meinem den Soldaten zugerufenen Morgengruss heraus. Ich war sauer. Ich hatte Hunger. Ich war scheinbar so unaustehlich, dass Augustas endlich nachgab. Wir bereiteten eine kalte Mischung aus Haferflocken, Rosinen und N\u00fcssen zu und vertilgten alles fr\u00f6hlich mit ein paar St\u00fccken Mandarine. Vorz\u00fcglich.<\/p>\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/back2caracas\/IMG_4885.JPG\" title=\" \" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/back2caracas\/cache\/IMG_4885.JPG-nggid041759-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_4885\" title=\"IMG_4885\" \/><\/a>\t\n\n<p>Kaum hatten wir gegessen und unser Geschirr wieder verstaut, da hielten die Soldaten auch schon einen weissen Pick-Up an. Die Leute waren auf dem Weg bis Cagua, in der N\u00e4he von Maracay und damit nur einen Katzensprung von Caracas entfernt. Bingo! Da hatten wir unsere lange Fahrt, von der wir so sehr getr\u00e4umt hatten. Wir sattelten auf die Ladefl\u00e4che auf und los gings. Da es noch fr\u00fch am Morgen war, mussten wir uns t\u00fcchtig einmummeln, damit uns nicht die Nasen abfroren. In Puerto Paez mussten wir eine Weile warten, bis die F\u00e4hre endlich loszog. W\u00e4hrenddessen belagerten uns viele Einheimische, die ihre selbstgemachten Souvenire verkaufen wollten. Wir hatten daran wenig Interesse. Auch wollten wir nicht auf ihre Bettelei eingehen. Da n\u00e4herte sich eine \u00e4ltere Dame. Sie zeigte auf unsere Rucks\u00e4cke und meinte, &#8220;Gebt mir eure Sachen!&#8221; Das ging schlecht. Und warum auch? &#8220;Das ist meine einzige Bluse (sie zeigte auf ihr Oberteil), die ich habe, schenkt mir doch bitte etwas von euren Sachen, ihr habt doch so viel.&#8221; Wir mussten die Dame darauf hinweisen, dass wir genau so viel hatten, wie wir selbst brauchten. Die Diskussion und Bettelei ging soweit, bis Augustas ihr den Hintern zudrehte und auf seine an der Naht bereits weit aufgetrottelte Hose zeigte. <\/p>\n<div class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/back2caracas\/IMG_4904.JPG\" title=\" \" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/back2caracas\/cache\/IMG_4904.JPG-nggid041762-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_4904\" title=\"IMG_4904\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\"> <\/p><\/div>\n\n<p>Wir hatten gerade den Orinoco \u00fcberquert, da mussten wir erneut einen Halt einlegen, da vor uns eine riesige Herde von K\u00fchen den Weg versperrte. Die K\u00fche waren mit Hilfe von erfahrenen Cowboys auf dem Weg, den Fluss Orinoco zu durchschwimmen. Was f\u00fcr ein Spektakel! Weiter ging es und irgendwann kam so stark die Sonne zum Vorschein, dass wir uns nicht nur aus unseren Sachen pellen, sondern auch eine Extraportion Sonnencreme auftragen mussten. Ach, war das Leben sch\u00f6n. Wir machten es uns auf der rasanten Fahrt bequem. Auf dem R\u00fccken liegend, aneinandergekuschelt, lauschten wir unserer Lieblingsmusik und lie\u00dfen die sich stetig ver\u00e4ndernde Landschaft und die Wolken wie in einem Film an uns vorbeiziehen. Die ganze Situation schien aussergew\u00f6hnlich unwirklich und wir genossen das zum Vollsten. Zwischendurch gab es eine weitere Attraktion. Ein ausgewachsenes Krokodil pr\u00e4sentierte sich in voller Gr\u00f6sse und liess uns selbst von der Strasse aus einen beeindruckenden Blick auf sich werfen.<\/p>\n<div class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/back2caracas\/IMG_4911.JPG\" title=\"chilling on the back of a pick-up, on which we spent 10 hours nearly non-stop\" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/back2caracas\/cache\/IMG_4911.JPG-nggid041764-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"chilling on the back of a pick-up, on which we spent 10 hours nearly non-stop\" title=\"chilling on the back of a pick-up, on which we spent 10 hours nearly non-stop\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\">chilling on the back of a pick-up, on which we spent 10 hours nearly non-stop<\/p><\/div>\n\n<p>Eigentlich wollten wir die Nacht in El Tigre, n\u00f6rdlich von Ortiz, verbringen, da wir uns in einem kleinen Ort eine gr\u00f6ssere Chance zum Zelten ausmalten. Die Gegend gefiel uns aber nicht, so dass wir weiter bis San Juan de los Moros mitfuhren. Auch dort schien es nicht gerade ideal zum \u00dcbernachten, aber immerhin m\u00f6glich. Wir waren gerade dabei auszusteigen und unsere Rucks\u00e4cke zu schnappen, da schlug uns Gloria (die Schwester des Fahrers) vor, bei ihr in Los Teques zu \u00fcbernachten und am n\u00e4chsten Morgen nach Caracas weiterzureisen. Wir waren angenehm \u00fcberrascht von dieser Einladung, zumal es die Allererste in Venezuela war. Wir stimmten zu, mit Gloria im Bus von Cagua bis Los Teques zu fahren und bei ihr zu \u00fcbernachten. Wir waren seelig.<\/p>\n<div class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/caracas\/IMG_4929.JPG\" title=\"our hosts in Los Teques - the first hosts in Venezuela\" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/caracas\/cache\/IMG_4929.JPG-nggid041611-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"our hosts in Los Teques - the first hosts in Venezuela\" title=\"our hosts in Los Teques - the first hosts in Venezuela\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\">our hosts in Los Teques - the first hosts in Venezuela<\/p><\/div>\n\n<p>In Los Teques angekommen, nahmen wir ein Taxi bis zu Gloria&#8217;s Haus. Wir lernten sofort ihre zwei T\u00f6chter kennen, die w\u00e4hrend ihrer Studienzeit diese Wohnung bezogen hatten. Gloria lebt eigentlich in Puerto Ayacucho und kommt regelm\u00e4\u00dfig ihre zwei Sch\u00fctzlinge besuchen. Um uns f\u00fcr diese Einladung erkenntlich zu zeigen, erledigten wir noch schnell einen kleinen Einkauf, um ein vegetarisches Mahl f\u00fcr alle zubereiten zu k\u00f6nnen. Beim Kochen schauten uns die drei Damen &#8211; Gloria, Gloribel und Globerlys &#8211; genau zu, damit sie es uns sp\u00e4ter nachmachen k\u00f6nnten. In gem\u00fctlicher Runde genossen wir das Abendessen und schwatzten, bis uns fast die Augen zufielen.<\/p>\n<p>Gloria erz\u00e4hlte uns vom Amazonas, in dem sie aufgewachsen ist. Ihre Heimatstadt ist San Carlos de Rio Negro, was sehr weit im S\u00fcden von Venezuela, direkt am Amazonas gelegen ist. Die ersten Jahre ihres Lebens hatte sie ruhig und seelig im Einklang mit der Natur gelebt. Dann zogen ihre Eltern um nach Puerto Ayacucho, in dem sie aufgewachsen ist. Sp\u00e4ter hat sie in Caracas f\u00fcr eine Weile gelebt und ist dann wieder nach Puerto Ayacucho zur\u00fcckgekehrt. Da ihre zwei T\u00f6chter Goribel und Globerlys noch f\u00fcr eine Weile studierten, hatte sie ihnen in Los Teques eine Wohnung besorgt. Obwohl Gloria erst 51 Jahre alt war, befand sie sich bereits im Ruhestand. Sie hatte sich so gut um das Wohl von Kleinkindern in einem staatlichen Kindergarten gek\u00fcmmert, dass sie vorzeitig in den Ruhestand entlassen wurde. Und das mit einem sicheren finanziellen Hintergrund. Glorias wahre Liebe gilt aber dem Amazonas. Neben B\u00fcchern, die ausf\u00fchrlich das Leben und die V\u00f6lker im Amazonas behandeln, berichteten uns Glorias T\u00f6chter von der Farm, die sie nicht weit von Puerto Ayacucho besa\u00dfen. Sie luden uns dorthin zu Besuch ein, sollte unser Weg eines Tages zur\u00fcck nach Venezuela f\u00fchren. Die Drei hatten ein ungemeines Wissen \u00fcber das Leben im Amazonas, was uns faszinierte. Wir nahmen uns vor, wenn wir uns auf dem R\u00fcckweg nach Venezuela befinden, durch den Amazonas zu reisen. Wir erfuhren n\u00e4mlich auch, dass es viele private Boote gibt, mit denen man unter Umst\u00e4nden mitfahren k\u00f6nnte. Ansonsten gibt es auch Boote, die als \u00f6ffentliches Transportmittel genutzt wurden, die aber nicht vom Tourismus lebten und somit erschwinglich waren. Zus\u00e4tzlich zu den Informationen von Gloria, hatte uns einer der Soldaten, Jefferson, w\u00e4hrend unseres Aufenthaltes an dem Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt nahe Puerto Ayacucho, von Missionaren erz\u00e4hlt, die sich vor langer Zeit in der N\u00e4he von Esmeralda, nahe Coshihilo-teri niedergelassen hatten. Dort haben sie in einem winzigen Ort die Mision de Padamo aufgebaut und den Eingeborenen die englische Sprache beigebracht. Jefferson hatte einmal die Gelegenheit, die Missionare zu besuchen, und sprach mit einer derarten Freude von diesem Ort, das wir nur zu gerne dort vorbeischauen w\u00fcrden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir verliessen &#8220;La Casita&#8221; ausgeruht und wurden vom Chaffeur freundlicherweise direkt bis zur Kreuzung in Richtung Caicara del Orinoco gebracht. Die Ecke wirkte wenig gem\u00fctlich. Hier dauerte es zudem eine Weile, bis wir endlich ein St\u00fcck mitgenommen wurden. In Agua Blanca, ca. 100km weiter, hiess es wieder stundenlang warten. 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