{"id":357,"date":"2007-08-22T00:00:00","date_gmt":"2007-08-21T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/followtheroad.com\/de\/der-fruchte-verzehrende-nachtvogel-guacharo\/"},"modified":"2007-08-22T00:00:00","modified_gmt":"2007-08-21T22:00:00","slug":"der-fruchte-verzehrende-nachtvogel-guacharo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/followtheroad.com\/de\/der-fruchte-verzehrende-nachtvogel-guacharo\/","title":{"rendered":"Der Fr\u00fcchte verzehrende Nachtvogel Guacharo (Juni 11 &#8211; 12)"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/cave_guacharo\/IMG_4721.JPG\" title=\" \" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/cave_guacharo\/cache\/IMG_4721.JPG-nggid041704-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_4721\" title=\"IMG_4721\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\"> <\/p><\/div>\n\n<p>Das Hotel hatten wir bereits vor einer Weile hinter uns gelassen. Wir standen im Schatten eines riesigen Baumes mit der Hoffnung, bald ein vierr\u00e4driges Gef\u00e4hrt die Strasse entlangkommen zu sehen. Es war mittlerweile schon 11 Uhr vormittags, doch scheinbar hatte es um diese Zeit niemand n\u00f6tig, einen Automotor in Gang zu setzen. Ich w\u00fcnschte mir sehnlichst, dass wir es noch am gleichen Tage bis zur H\u00f6hle des Guacharos, nahe Caripe in der Monagas Region Venezuelas, schafften. Es lagen 150 km durch d\u00fcnnbefahrene Gegenden vor uns, die wir beim derzeitigen Tempo sicher nicht vervollst\u00e4ndigen konnten. Wenn wir es zumindest bis Rio Caribe, der n\u00e4chsten Kleinstadt schaffen w\u00fcrden&#8230; Von da aus h\u00e4tten wir weit mehr Chancen auf eine Mitfahrgelegenheit.<\/p>\n<p>Wir fingen an \u00fcber den &#8220;Bus&#8221;, der eigentlich eine Art Transporter mit Sitzb\u00e4nken und Dach war, nachzudenken. Der Preis von 6000 Bolivar (1,5 Dollar) pro Person war kein Pappenstiel, doch zumindest w\u00fcrde irgendwann an diesem Tage eines dieser Gef\u00e4hrte von San Juan de las Galdonas nach Rio Caribe fahren. Wir erkundigten uns nach der Abfahrtszeit bei einer vorbeilaufenden Dorfbewohnerin. &#8220;Der m\u00fcsste sogleich kommen&#8221;, meinte sie. Um sicher zu gehen, dass der Bus auch wirklich f\u00fcr uns anh\u00e4lt und wir nicht \u00fcberbezahlen m\u00fcssen, wartete die Dame mit uns, bis der Bus endlich auftauchte. Dabei erw\u00e4hnte sie so ganz beil\u00e4ufig, wie gef\u00e4hrlich ihr Dorf doch sei und dass vor allem die Jugendlichen dem weissen Gold (Drogen) nicht wiederstehen konnten. Ob nun f\u00fcr den Verzehr oder f\u00fcr den Handel, Drogen waren die vielversprechendste Einkommensquelle f\u00fcr jung und alt.<\/p>\n<p>Der Bus war bereits gerammelt voll, doch irgendwie schafften auch wir es hinein. Augustas hatte arg zu k\u00e4mpfen, da die D\u00e4cher nicht wirklich f\u00fcr seine K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe konstruiert worden waren. Halb gekr\u00fcmmt, an einen alten, gebrechlichen Mann erinnernd, hielt er sich mit einer Hand an den Dachstangen und mit der anderen an seinem hin- und herwankenden Rucksack fest. Ich hatte es da einfacher, mir blieben noch zwei Zentimeter bis zum Dach. <\/p>\n<p>Die Fahrt sollte eigentlich 45 Minuten bis Rio Caribe dauern, wir stiegen aber erst nach 1,5 Stunden wieder aus. Jetzt hiess es erst einmal ein Internet suchen und dann unsere M\u00e4gen vom Hunger stillen. Ausserdem platzte mir fast die Blase und so klopfte ich einfach an die T\u00fcr eines Hostels, was sich vor uns auftat. Ich wurde mit Wohlwollen hineingelassen und genoss die erl\u00f6sende Ablieferung meines Blaseninhalts. Beim Herausgehen fragte ich den jungen Mann, der mich ins Hostel hineingelassen hatte, nach einem &#8220;billigen Restaurant, in dem man Reis mit Bohnen essen kann&#8221;. Er brach in schallendes Gel\u00e4chter aus und obwohl weit j\u00fcnger als meine Wenigkeit, baute er sich mit l\u00e4ssig-cooler Art, Brust raus, Kinn hoch, und Augen abwertend nach unten schauend vor mir auf. &#8220;Ihr sucht also ein richtig billiges Restaurant, wo ihr am besten gar nichts bezahlen m\u00fcsst? Dann folgt meinem Rat. Geht die Strasse entlang bis zum Strand, biegt nach links ab und geht drei Strassen weiter. Dort findet ihr das Casablanca (Name erfunden, da Original vergessen) Restaurant. Erkl\u00e4rt der K\u00f6chin, dass ihr Hunger, aber kein Geld habt. Sie wird euch schon etwas geben, auch wenn ich nicht garantieren kann, ob sie Reis und Bohnen hat&#8230;&#8221; Was f\u00fcr ein \u00fcberheblicher Protz war das denn bitte? Stuft es einen etwa als bettelarm ein, wenn man ein Gericht aus Reis und Bohnen zu sich nehmen will? Naja, \u00fcber solch einen Schn\u00f6sel muss man sich nicht aufregen, und so kehrte ich ihm den R\u00fccken zu und wir gingen auf eigene Faust ein Restaurant suchen, in denen wir lecker Reis mit Bohnen serviert bekommen w\u00fcrden. Bei der Suche landeten wir auch einmal in einer Seitenstrasse, die parallel zur Hauptstrasse verlief. Das Bild wechselte ruckartig. Eine Menge Obdachlose, Alkoholiker und recht ungem\u00fctlich wirkende Zeitgenossen hielten sich dort auf. Wir machten auf dem Absatz kehrt und suchten mit schnellen Schritten das Weite. Endlich fanden wir unser Reis-Bohnen-Salat-Gericht, was uns mit einem frischgepressten Guavensaft vers\u00fc\u00dft wurde. Was gibt es eigentlich sch\u00f6neres? <\/p>\n<p>Wir waren zufrieden, die M\u00e4gen waren voll und wir befanden uns am Ende von Rio Caribe, wo wir alsbald einen Chinesen anhielten. Der war auf dem Weg nach Carupano und wir versuchten ihm klarzumachen, wo genau wir herausgelassen werden wollten. Mittlerweile kannten wir ja die Gegend. Der Chinese verstand uns erst nicht und wollte uns mitten in Carupano herauslassen. Unsere &#8216;Oh nein, nicht-hier&#8217;-Ausrufe halfen, damit er endlich kapierte, wo wir hingebracht werden wollten. Unser Chinese war so lieb unsere Bitte auch wirklich zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Jetzt befanden wir uns auf dem direkten Weg bis Cariaco. Die Gegend wirkte wie schon bei der Hinfahrt nicht sehr gem\u00fctlich, so dass ich das dringende Gef\u00fchl hatte, wir sollten bald ein Auto besteigen und abd\u00fcsen. Und da war es auch schon. Ein Fischermann mit zwei Mitarbeitern auf der Ladefl\u00e4che hielt an. Ich war total skeptisch, da die zwei M\u00e4nner auf der Ladefl\u00e4che halbnackt und dreckig dalagen. Ich schickte also Augustas, das Mitfahrangebot dankend abzulehnen. Freudig kam Augustas nun zur\u00fcck. Er hatte ein gutes Gef\u00fchl und so stiegen wir eben ein. Die Fahrt war angenehm. Unser Fahrer berichtete uns von seiner Arbeit als Unterwasseringenieur. Er hatte unter anderem Projekte in Trinidad und Tobago. Sein Gesch\u00e4ft lief gut, da er nicht wie viele andere im und am Meer t\u00e4tigen Landsleute dem weisen Gold verfallen war. Nat\u00fcrlich musste er hart daf\u00fcr arbeiten, aber es zahlte sich f\u00fcr ihn aus. Es folgten wie immer Geschichten \u00fcber den Drogenhandel und -konsum in der K\u00fcstenregion. Auch wurde uns nun er\u00f6ffnet, dass gerade die Leute, die im schicken Anzug und mit einem neuen Automobil auftauchten diejenigen w\u00e4ren, die verflixt tief in der ganzen Drogengeschichte drinnen steckten. Von nun an sollten wir also noch weniger wissen, wem wir trauen konnten. Schlie\u00dflich lie\u00df uns unserer Fahrer an einer Autobahnbezahlstelle heraus. Dort waren wir, im Falle wir w\u00fcrden keinen weiteren Fahrer finden, zumindest f\u00fcr die Nacht sicher.<\/p>\n<p>Wir sinnierten ein bischen \u00fcber die Aussage des Fischermanns, &#8220;schickes Auto gleich Drogenhandel&#8221;. Irgendwann befanden wir das f\u00fcr Humbug, obwohl es sicher ein paar Leutchen gibt, die auf diese Weise zu Reichtum gelangten. Aber selbst wenn wir an einen der Drogenh\u00e4ndler geraten w\u00fcrden, k\u00f6nnte das uns doch egal sein, solange er sich anst\u00e4ndig benimmt und nett zu uns ist. <\/p>\n<p>Drei nette M\u00e4nner befanden sich auf dem Weg nach Cumana und brachten uns bis zur Kreuzung nahe Muelle, wo die Strasse direkt zu El Guacharo f\u00fchrte. Wir entfernten uns ein wenig von der Kreuzung, da es dort neben einer Tankstelle voller Autos auch allerhand Menschen gab, die auf ihren Bus warteten. <\/p>\n<p>Etwas unschl\u00fcssig standen wir neben einem Haus. Sollten wir lieber die Leute fragen, ob wir unser Zelt f\u00fcr die Nacht aufstellen k\u00f6nnten? Unser Blick fiel auf einen ger\u00e4umigen Hof, der fast vollends mit Autoschrott zugestellt war. Irgendwie w\u00e4re es sicher m\u00f6glich unser Zelt dort auch unterzubringen. Doch dazu m\u00fcssten wir erst einmal an die T\u00fcr klopfen&#8230; Das taten wir bei Einbruch der Abendd\u00e4mmerung auch. Nachdem wir unsere Bitte in ihrem Hof zelten zu d\u00fcrfen erst einigen Kindern, dann deren \u00e4lteren Geschwistern und letztlich endlich an die Mutter herangetragen hatten, lautete die Antwort &#8220;nein&#8221;. Mh. <\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir in dem Haus nachgefragten, sah ich einen schwarzen Jeep an uns vorbeiziehen. Mich \u00fcberfiel das bestimmte Gef\u00fchl, dass dies unsere Mitfahrgelegenheit zu El Guacharo war. Da wir uns zu der Zeit aber mitten im Gespr\u00e4ch befanden, konnte ich nicht einfach lossprinten und den Jeep anhalten. Der H\u00f6flichkeit wegen. \u00dcberraschenderweise stellten wir nach Beendigung des Gespr\u00e4ches fest, dass der Jeep an dem wenige Meter entfernten Lebensmittelladen angehalten hatte. Meine Augen leuchteten auf. &#8220;Lass u<br \/>\nns nachfragen!&#8221;, forderte ich Augustas auf. Wenig \u00fcberzeugt trottete Augustas hinter mir her. &#8220;Guten Abend. Wo fahren Sie denn hin?&#8221;, adressierte ich meine Frage an den Fahrer. &#8220;Zu El Guacharo&#8221;, war seine Antwort. Blink! Bingo! Hatte ich doch Recht gehabt. Leider schien die Frau des Fahrers uns nicht so einladend gestimmt zu sein. &#8220;Wir w\u00fcrden euch ja gerne mitnehmen, daber seht selbst, wir sind voll&#8230;&#8221; Der Fahrer war da anderer Meinung. &#8220;Wir schieben hier ein bischen, packen das dorthin, und fertig.&#8221; Nach einigen Umr\u00e4umarbeiten im Auto konnten wir gl\u00fccklich und zufrieden Platz nehmen. Die Fahrt war herrlich. Am fr\u00fchen Abend, den Sonnenuntergang beobachtend, zogen wir mit dem Jeep durch die Kurven der immer bergiger werdenden Region. Der Himmel hatte sich bereits schwarz gef\u00e4rbt, als wir die H\u00f6hle des Guacharos erreichten.<\/p>\n<div class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/cave_guacharo\/IMG_4702.JPG\" title=\"El Guacharo\" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/cave_guacharo\/cache\/IMG_4702.JPG-nggid041698-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"El Guacharo\" title=\"El Guacharo\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\">El Guacharo<\/p><\/div>\n\n<p>Dort warteten zwei \u00dcberraschungen auf uns. Wir wussten zwar, dass wir dort zelten konnten, h\u00e4tten aber nicht im Entferntesten erwartet, dass es w\u00e4hrend der Nacht neben einem Wachhund, auch einen Wachmann gab. Wir hatten kaum das Zelt aufgestellt, da wartete die zweite \u00dcberraschung auf uns. Der Nachtausflug des Guacharo-Vogel begann genau in diesem Moment, gegen 19 Uhr. Der Guacharo ist der einzige Nachtvogel, der ausschlie\u00dflich von Fr\u00fcchten lebt. Alexander von Humboldt hat einst die Existenz des Guacharos in die Welt hinausgetragen. In Hunderten kamen sie aus der H\u00f6hle heraus und verursachten einen gewaltigen L\u00e4rm. Der Wachmann lie\u00df uns sogar in die N\u00e4he der H\u00f6hle, damit wir den Ausflug der V\u00f6gel besser sehen konnten. Da es stockdunkel war, halfen nur die glimmenden Lichter des Museumsgeb\u00e4udes, die Guacharos zu erkennen. Ansonsten konnte man sie nur h\u00f6ren. Es war atemberaubend sch\u00f6n, wie diese Nachtv\u00f6gel der H\u00f6hle entflogen. Einzigartig ber\u00fchrend. Und wir hatten es auf die Minute genau geschafft, dieses Spektakel mitzuerleben. Unvergesslich.<\/p>\n<p>Nach einer angenehm ruhigen Nacht traten wir die H\u00f6hlenbesichtigung am Morgen an. Als wir die H\u00f6hle betraten, h\u00f6rten wir die Guacharos um die Wette kreischen. Ein unglaublicher L\u00e4rm umgab uns, fast so laut, dass ich mir gerne Ohrenst\u00f6psel verpasst h\u00e4tte. Aber dann h\u00e4tte ich unserem F\u00fchrer nicht mehr zuh\u00f6ren k\u00f6nnen, also musste es ohne gehen. Neben dem f\u00fcrchterlichen L\u00e4rm, den die V\u00f6gel verursachten, stank es auch gewaltig in der H\u00f6hle. Es roch nach einer Mischung aus schwitzenden V\u00f6geln, alten, unges\u00e4uberten Nestern, und irgendwie nach ausd\u00fcnstenden, vergorenen Fr\u00fcchten. Der gesamte Boden war mit Fr\u00fcchten, Kernen, und sogar einigen Sprossen versehen. Vereinzelt sahen wir kleine und gr\u00f6ssere Guacharos, die den Sturz aus dem Nest nicht \u00fcberlebt hatten. Es ist aber auch eine Kunst in den Nestern, die haarscharf an der Kante eines kleinen Wandvorsprungs angebracht sind, nicht herauszufallen. Die Guacharos waren \u00fcberall und da die H\u00f6hle nicht beleuchtet war, sahen wir immer nur kurz vor uns im Schein unserer Laterne die vorbeizischenden, kreischenden V\u00f6gel und deren Nester. Guacharos sind extrem lichtempfindlich. Die H\u00f6hle wird deswegen nicht beleuchtet, weil sie einerseits dazu f\u00fchren w\u00fcrde, dass die Guacharos die H\u00f6hle verlassen und zum anderen besteht die Gefahr, dass die Guacharos durch zu viel Licht sterben. Wahrscheinlich, da sie durch den Lichteinfall ihre Orientierung verlieren w\u00fcrden. <\/p>\n<div class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/cave_guacharo\/IMG_4707.JPG\" title=\"visiting the cave\" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/cave_guacharo\/cache\/IMG_4707.JPG-nggid041699-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"visiting the cave\" title=\"visiting the cave\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\">visiting the cave<\/p><\/div>\n\n<p>Wir zogen weiter in die H\u00f6hle hinein, die immer glitschiger wurde. Einige bemerkenswerte Tropfsteine wurden uns gesondert gezeigt. Nach 400 Metern kamen wir an einen Punkt, bis zu dem vor langer Zeit Alexander von Humboldt vorgestossen war. Der gesamte Weg, der mittlerweile den Besuchern der H\u00f6hle zur Verf\u00fcgung steht, betr\u00e4gt&nbsp; 1200 Meter. Warum Humboldt es nicht weiter geschafft hatte, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich weiss nur, dass es w\u00e4hrend der Regenzeit unm\u00f6glich ist, weiter als bis zur 400-Meter-Marke zu kommen, da die H\u00f6hle durch den Regen weitgehend geflutet wird. Irgendwann kamen wir an einen Punkt, wo wir durch einen winzigen Durchgang mussten. Unser F\u00fchrer erkl\u00e4rte, dass hinter diesem Durchgang totale Stille auf uns wartete, denn dort gelangen die Guacharos nicht hinein. Er hatte Recht. Kaum waren wir die 4-5 Meter durch den winzigen Eingang gekrochen, h\u00f6rten wir <\/p>\n<div class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/cave_guacharo\/IMG_4726.JPG\" title=\" \" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2007\/2007_venezuela\/cave_guacharo\/cache\/IMG_4726.JPG-nggid041707-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_4726\" title=\"IMG_4726\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\"> <\/p><\/div>\n\n<p>nichts mehr. Wir konnten uns gar atmen h\u00f6ren, so still war es. Ab und zu entdeckte unser F\u00fchrer wohlgen\u00e4hrte Ratten, die sich aber nicht einmal durch Anleuchten von ihren T\u00e4tigkeiten abhalten lie\u00dfen. Jetzt war es an der Zeit, sich voll und ganz den Sch\u00f6nheiten einer Tropfsteinh\u00f6hle zu widmen. \u00dcberall hingen fantastische Gebilde von der H\u00f6hlendecke herunter und bildeten sich merkw\u00fcrdig sch\u00f6ne Bauten, die vom Boden aus in die H\u00f6he wuchsen. Bemerkenswert waren vor allem die Steine, die sich von der Decke und vom Boden kommend irgendwann vereinigten. Ich konnte mich an diesen au\u00dfergew\u00f6hnlichen Gebilden gar nicht sattsehen.<\/p>\n<p>Als wir aus der H\u00f6hle wieder hinaustraten, l\u00e4chelten uns mit Schlamm beschmierte Hosenbeine und v\u00f6llig verdreckte Schuhe an. Unser F\u00fchrer leitete uns, das Resultat dieses H\u00f6hlenbesuches vorausahnend, direkt zu den Wasserh\u00e4hnen, an denen wir uns notd\u00fcrftig von unseren &#8220;Erlebnissen&#8221; reinigten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Hotel hatten wir bereits vor einer Weile hinter uns gelassen. 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