{"id":337,"date":"2006-01-22T19:00:00","date_gmt":"2006-01-22T17:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/followtheroad.com\/de\/dschungel-soweit-das-auge-reicht\/"},"modified":"2006-01-22T19:00:00","modified_gmt":"2006-01-22T17:00:00","slug":"dschungel-soweit-das-auge-reicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/followtheroad.com\/de\/dschungel-soweit-das-auge-reicht\/","title":{"rendered":"Dschungel soweit das Auge reicht (Januar, 16-17)"},"content":{"rendered":"<p>Der Weg von der Lagune in Leona Vicario nach Nueva X-Can (sprich: Nueba Usch-Kaan, Distanz 18km) war problemlos. Dort fanden wir ein Internetcafe, was mit 7 Pesos (60 cent) die Stunde erfreulich billig war. Danach gings auf zur Strasse Richtung Coba, in dessen Ort die Ruinen names Nohoch Mul zu finden sind. In unserer Mexikokarte stand, dass dort die h\u00f6chste Pyramide zu finden sei. Da es ausserdem sehr abgelegen schien, hofften wir dort weniger Tourismus als in Chich\u00e9n Itz\u012f vorzufinden. <\/p>\n<p>Wir mussten so einige Zeit warten, wurden dann 20km weiter gebracht und dann hiess es wieder warten, warten, warten. Nicht das das unangenehm war, im Gegenteil. Wir sind ja nicht in Eile \ud83d\ude09 Wir sassen einfach da, lasen etwas, beobachteten die Natur und realisierten, dass es zwar in der N\u00e4he ein kleines Dorf gab, dass allerdings alles andere umgeben von dichtem Dschungel war. Die Autos die kamen, brausten auch ohne wenn und aber an uns vorbei. Keiner hielt an, obwohl es schon auf 4 Uhr zuging.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich kamen zwei Jungen aus dem Dorf auf uns zu und wir kamen ein wenig ins Gespr\u00e4ch. Sie erz\u00e4hlten, dass wir problemlos im Dorf zelten k\u00f6nnten, dass die Gesch\u00e4fte dort 24h rund um die Uhr ge\u00f6ffnet w\u00e4ren und das wir willkommen seien. Nach deren Verschwinden tauchte pl\u00f6tzlich das Paar samt Auto auf, welches uns bis zu der Weggabelung brachte. Sie schienen besorgt, dass wir immer noch am Strassenrand sassen. Wir erz\u00e4hlten Ihnen dann von den Jungs und unserer Idee vielleicht dort zu \u00fcbernachten, was aber nicht gerade Begeisterung bei den Beiden hervorrief. Sie verschwanden aber darauf in Richtung Nueva X-Can. <\/p>\n<p>Nach einer weiteren Viertelstunde ohne Auto am Horizont, schlug Augustas vor ins Dorf zu gehen. Es war bereits halb f\u00fcnf und ging damit rapide auf die Dunkelheit zu (17:30 Uhr ist es dunkel). Zuvor wollte ich mir aber noch ein nahegelegenes, unbewohntes Haus ansehen. Leider waren die T\u00fcren verschlossen, so dass dieses Haus als Ubernachtungsm\u00f6glichkeit nicht in Frage kam. Da die Reaktion des Fahrers, der uns an die Weggabelung brachte, so komisch war, schlug ich Augustas vor, lieber in Richtung Cob\u012f weiterzuziehen. Wir wussten, dass in ungef\u00e4hr 3-4 Kilometern eine Lagune sein sollte, an der sich ein paar Touristen tummeln. Wir zogen also weiter und binnen 5 Minuten hielt auch schon ein Auto an. Es war ein M\u00f6beltransporter mit 4 Arbeitern, die auf dem Weg nach Tulum waren und uns die restlichen 30km bis fast (noch ca. 2km entfernt) nach Cob\u012f brachten. <\/p>\n<p>Da es nun wirklich h\u00f6chste Zeit war, endlich einen Schlafplatz zu finden, spurteten wir los Richtung Cob\u012f. Wir hielten bereits Ausschau nach einem geeigneten Pl\u00e4tzchen, da wir aber ausser der Strasse nur dichten Dschungel sahen, standen unsere Chancen schlecht, noch etwas zu finden. Trotz der schwierigen Lage, tauchte dann ein kleiner Platz auf, auf dem wohl vor dem Hurrican kleine H\u00e4user standen. Jetzt waren da nur noch Steinhaufen vorzufinden. Wir stiefelten also ein wenig da durch und fanden auch ein passendes Fleckchen Erde f\u00fcr die Nacht. Statt aber zu bleiben, gingen wir bis nach Cob\u012f hinein. Wir fragten dann an der erstbesten Rezeption, ob wir in Cob\u012f irgendwo sicher unterkommen k\u00f6nnen, ohne f\u00fcr die \u00fcbernachtung bezahlen zu m\u00fcssen. Wir wurden daraufhin an die Ortspolizei verwiesen. Als wir da ankamen, boten sie auch gleich als Schlaflager ein Fleckchen Erde neben dem Polizeirevir, was ein kleines Haus war, an. Wir baten um ein klein wenig versteckteres Pl\u00e4tzchen, da wir uns nicht gern wie auf dem Pr\u00e4sentierteller f\u00fchlen wollten. Das Gel\u00e4nde rings um das Polizeirevier hielt uns da einiges offen und letztlich fanden wir ein sicheres Eckchen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen gingen wir dann zur 400m entfernten Ruine. Der Eintrittpreis von 45 Pesos (4,5 $) liess uns aber den sofortigen R\u00fccktritt antreten.<\/p>\n<p>Nach dem Versuch, heruntergefallene gr\u00fcn-gelbe Naranjas (Apfelsinen) zu essen, sch\u00fcttelte es unsere Geschmacksnerven. Die waren von grundauf bitter und unserer Meinung nach nicht zum Verzehr geeignet. Wir kochten also lieber einen Topf voll mit Reis, N\u00fcssen, K\u00fcrbiskernen und mischten sp\u00e4ter noch etwas veganischen Brotaufstrich darunter. Mit gef\u00fcllten B\u00e4uchen machten wir uns dann auch gleich auf Richtung Valladolid (60km).<\/p>\n<p>Dort angekommen deckten wir uns erstmal mit Essen ein. Augustas wollte auch gerne Horchata probieren, einen lokalem Getr\u00e4nk, dass haupts\u00e4chlich aus Reiswasser und gemahlenen Mandeln bestand. Als wir Horchata dann ausprobierten, stellten wir entt\u00e4uscht fest, dass wir Horchata-Konzentrat gekauft hatten. Ausserdem war das Getr\u00e4nk doch recht s\u00fcss, was dann dazu f\u00fchrte, dass ich es einem Mann schenkte, der den Park sauber hielt. Es machte uns Freude zu sehen, wie er sich dar\u00fcber gefreut hat, so dass der Fehlkauf auch seine gute Seite hatte ;D<\/p>\n<p>Wir liefen dann dem Stadtende entgegen und fanden da prompt ein St\u00fcckchen Wiese, was wie geschaffen f\u00fcrs Campen war. Als wir uns da niederliessen, kamen dann die Wachhunde des Grundst\u00fcckes bellend auf uns zu, da unser Schlafplatz direkt hinter deren Haus war. Ich habe so einige Angstminuten ausgestanden, aber gl\u00fccklicherweise liessen sie uns bald in Ruhe.<\/p>\n<p>Kaum hatten wir das Zelt aufgebaut, brach auch schon ein kleines Unwetter herein. Erst verkrochen wir uns im Zelt, doch dann hatte ich die Idee unsere Badesachen anzuziehen, um uns im Regen zu duschen. Das taten wir auch, allerdings mussten wir die meiste Zeit in der Hocke hinterm Zelt verweilen, da der Verkehr an der Strasse recht stark war. Wir wollten ja nicht, dass ausser den Hunden noch jemand weiss, wo wir die Nacht verbringen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Weg von der Lagune in Leona Vicario nach Nueva X-Can (sprich: Nueba Usch-Kaan, Distanz 18km) war problemlos. Dort fanden wir ein Internetcafe, was mit 7 Pesos (60 cent) die Stunde erfreulich billig war. Danach gings auf zur Strasse Richtung Coba, in dessen Ort die Ruinen names Nohoch Mul zu finden sind. 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