{"id":298,"date":"2008-04-16T00:00:00","date_gmt":"2008-04-15T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/followtheroad.com\/de\/wir-sind-in-chile\/"},"modified":"2008-04-16T00:00:00","modified_gmt":"2008-04-15T22:00:00","slug":"wir-sind-in-chile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/followtheroad.com\/de\/wir-sind-in-chile\/","title":{"rendered":"Wir sind in Chile"},"content":{"rendered":"<p>Nach drei Wochen in Lima, in denen ich mich mit einer Bronchitis herumqu\u00e4lte, die selbst dem st\u00e4rksten Antibiotikum widerstrotzte, gab uns eine \u00c4rztin den Tip, dass es sich hier um eine Asthma Bronchiale wegen der in Lima vorherrschenden Umweltverschmutzung handeln k\u00f6nnte. Wir nahmen also unsere Beine in die Hand und fanden uns zwei Tage sp\u00e4ter auf dem Weg nach Arequipa wieder, um endlich einmal wieder tief durchatmen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/followtheroad.com\/photos\/2008\/peru\/IMG_0349.JPG\"><img decoding=\"async\" border=\"1\" align=\"right\" alt=\"\" src=\"http:\/\/followtheroad.com\/thumb\/thumb.php?src=..\/photos\/2008\/peru\/IMG_0349.JPG&amp;w=150\"><\/a>Mit dem Nachtbus (1030 km, 45 Soles &#8211; 11\u20ac) erreichten wir Donnerstag vormittag die wundersch\u00f6ne Altstadt Arequipa, die auf \u00fcber 2.000m in ihrer wei\u00dfen Pracht strahlt. <\/p>\n<p>Ein <a href=\"http:\/\/www.hospitalityclub.org\/\">HospitalityClub<\/a> Mitglied bot uns dort Unterkunft an. &#8220;Ihr seid in meinem Haus herzlich willkommen&#8221;, meinte sie. Nachdem wir bei ihren Eltern f\u00fcr ein paar Stunden auf sie gewartet hatten, schickten sie uns schlie\u00dflich zu ihrer Tochter nach Hause. So dachten wir. Stattdessen wurden wir zu einem Hostel geschickt, wo weder das Mitglied lebte, noch die Besitzerin \u00fcber unser Kommen informiert war. Die \u00dcbernachtung dort konnten wir uns nicht leisten (ca. \u20ac 5). Unsere Entt\u00e4uschung \u00fcber diesen vergeudeteten Tag beendeten wir mit einem vegetarischen Abendmahl und der Entscheidung, uns direkt nach Chile aufzumachen.<\/p>\n<p>Freitagmorgen um 4 Uhr waren wir in Tacna, der s\u00fcdlichsten Stadt Perus, 35km von der chilenischen Grenze entfernt. Um 8 Uhr kamen wir in Arica, Chile an. Von dort ging es per Anhalter nach Iquique, wo wir gegen Abend eintrafen. <\/p>\n<p>Da ein Lonely Planet Reisef\u00fchrer nicht zu unserer Reiseausstattung geh\u00f6rt, war die Entdeckung, dass der Norden Chiles eine einzige W\u00fcste ist, eine wahre \u00dcberraschung. Die Einwohner behaupten, dass diese W\u00fcste gr\u00f6\u00dfer als die Sahara sei, denn sie reicht von der peruanischen Grenze 1000km in Richtung Santiago de Chile. <\/p>\n<p align=\"center\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2008\/chile\/way_to_iquique\/IMG_0381.JPG\" title=\" \" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2008\/chile\/way_to_iquique\/cache\/IMG_0381.JPG-nggid043075-ngg0dyn-120x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_0381\" title=\"IMG_0381\" \/><\/a>\t\n\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2008\/chile\/way_to_iquique\/IMG_0378.JPG\" title=\" \" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2008\/chile\/way_to_iquique\/cache\/IMG_0378.JPG-nggid043073-ngg0dyn-120x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_0378\" title=\"IMG_0378\" \/><\/a>\t\n\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2008\/chile\/way_to_iquique\/IMG_0376.JPG\" title=\" \" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2008\/chile\/way_to_iquique\/cache\/IMG_0376.JPG-nggid043071-ngg0dyn-120x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_0376\" title=\"IMG_0376\" \/><\/a>\t\n\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2008\/chile\/way_to_iquique\/IMG_0369.JPG\" title=\" \" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2008\/chile\/way_to_iquique\/cache\/IMG_0369.JPG-nggid043066-ngg0dyn-120x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_0369\" title=\"IMG_0369\" \/><\/a>\t\n\n<p>Chile ist in 13-15 Regionen eingeteilt. Neben den Namen der Regionen, verweisen die Einwohner hier meist auf die Nummern. In der Landkarte und auf Stra\u00dfenschildern werden die Regionen meist mittels r\u00f6mischen Nummern (Region VII, Region II, etc.) angezeigt.<br \/>&#8211; Aus welcher Stadt kommst du?<br \/>&#8211; Aus Temuco.<br \/>&#8211; Wo ist das?<br \/>&#8211; In der 9. Region.<br \/>So und so \u00e4hnlich verlaufen jeweils die Gespr\u00e4che \u00fcber die Herkunft mit Einwohnern Chiles.<\/p>\n<p>Jamir, ein <a href=\"http:\/\/www.hospitalityclub.org\/\">HospitalityClub<\/a> Mitglied, \u00f6ffnete die T\u00fcr seines Hauses in Iquique und lie\u00df uns in sein Reich eintreten. Jamir lebt mit seiner Mutter, Schwester und der 90 Jahre alten Gro\u00dfmutter unter einem Dach. Sein Zimmer ist eine Fundgrube f\u00fcr Transformerfreunde, denn auf dem Regal reihen sich etliche dieser Trickfilmfiguren in Plastikausf\u00fchrung aneinander. Einige dieser Figuren haben doch tats\u00e4chlich schon 22 Jahre auf dem Buckel. Unglaublich. Jamir ist au\u00dferdem Computerspieles\u00fcchtig und verbringt vor allem seine Samstage mit dem Abbau seiner aufgestauten, negativen Energien vor der Spielkonsole. Unter der Woche arbeitet er beim Milit\u00e4r in der Infanterie und durchk\u00e4mt zu Pferd die W\u00fcste im Norden Chiles auf der Suche nach illegalen, bolivianischen Einwanderern. Eine Arbeit, die sicher nervenaufreibend ist und ein Ventil zum Luftablassen ben\u00f6tigt.<\/p>\n<div class=\"wp-caption alignright\" style=\"width: 210px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2008\/chile\/iquique\/IMG_0402.JPG\" title=\"our place to stay in Playa Blanca, 10km outside of Iquique\" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2008\/chile\/iquique\/cache\/IMG_0402.JPG-nggid043082-ngg0dyn-200x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"our place to stay in Playa Blanca, 10km outside of Iquique\" title=\"our place to stay in Playa Blanca, 10km outside of Iquique\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\">our place to stay in Playa Blanca, 10km outside of Iquique<\/p><\/div>\n\n<p>Da Jamir eine Katze im Haus hat und das mit meiner Allergie nicht gerade harmonierte, wechselten wir nach nur zwei N\u00e4chten zu Jose, einem <a href=\"http:\/\/www.couchsurfing.com\/\">CouchSurfing<\/a> Mitglied. Der lebt am Playa Blanca, ungef\u00e4hr 15km s\u00fcdlich von Iquique. Es ist herrlich hier. Ruhe, keine Autos, das Rauschen des Meeres, Sonne, eine Waschmaschine, warme Dusche&#8230; Wir f\u00fchlen uns wohl. W\u00e4hrend vor uns das Meer aktiv ist, liegt hinter unserem Haus eine W\u00fcstenberglandschaft. Eine faszinierende Kombination. <\/p>\n<p>Das Idyll am Playa Blanca kann sich durch ein Erdbeben in eine Gefahrenzone verwandeln. Wir m\u00fcssen uns laut Jose zwar nicht viele Gedanken dar\u00fcber machen, doch in dringenden F\u00e4llen &#8211; wenn die M\u00f6bel umfallen und die Fenster zerspringen &#8211; sollten wir uns schleunigst zu einigen B\u00e4umen begeben, die sich auf den Sandbergen befinden. Er meinte, dass solch ein Fall in den letzten 100 Jahren nicht vorkam. Ein starkes Erdbeben, dass ein Fluten des Meeres zur Folge hat, ist reichlich unnormal, doch die Erw\u00e4rmung der Erde kann dies leicht ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Jose ist entweder in seiner Speditionsfirma aktiv oder treibt sich mit seinem Freund Cristian herum, um Paraglider-Interessierte anzulernen und Tandemfl\u00fcge zu realisieren. Ach, wie gern w\u00fcrden auch wir einmal auf diese Weise durch die L\u00fcfte segeln&#8230;<\/p>\n<div class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 110px;\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2008\/chile\/iquique-humberstone\/IMG_0465.JPG\" title=\" \" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2008\/chile\/iquique-humberstone\/cache\/IMG_0465.JPG-nggid043122-ngg0dyn-100x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"IMG_0465\" title=\"IMG_0465\" \/><\/a>\t\n<p class=\"wp-caption-text\"> <\/p><\/div>\n\n<p>Vorgestern waren wir in Humberstone, einer Geisterstadt. Einst fand sich hier eine Salz und Jodmine, die um die 1880 ins Leben gerufen wurde. Heute ist sie inaktiv, doch in ihr steckt noch das Leben von gestern. Es war herrlich auf der Suche nach dem Leben vor 130 Jahren durch die verrosteten Minengeb\u00e4ude zu laufen und die leeren H\u00e4user zu durchk\u00e4mmen. Gut, dass das Gel\u00e4nde nur von einer Seite abgesperrt ist, denn es gew\u00e4hrte uns auf diese Weise von der anderen Seite kostenlos Eintritt. Hurra!<\/p>\n<div style=\"text-align: center\">\n<a href=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2008\/chile\/iquique-humberstone\/IMG_0458.JPG\" title=\"life is beautiful\" class=\"shutterset_\"><img src=\"https:\/\/followtheroad.com\/de\/photos\/2008\/chile\/iquique-humberstone\/cache\/IMG_0458.JPG-nggid043118-ngg0dyn-300x0x100-00f0w010c010r110f110r010t010.JPG\" alt=\"life is beautiful\" title=\"life is beautiful\" \/><\/a>\t\n\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach drei Wochen in Lima, in denen ich mich mit einer Bronchitis herumqu\u00e4lte, die selbst dem st\u00e4rksten Antibiotikum widerstrotzte, gab uns eine \u00c4rztin den Tip, dass es sich hier um eine Asthma Bronchiale wegen der in Lima vorherrschenden Umweltverschmutzung handeln k\u00f6nnte. 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