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	<title>Unterwegs leben &#187; El Salvador</title>
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		<title>Zwei &#8220;Hans&#8221; im Glueck (May 2 &#8211; 5)</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2007 18:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja &#38; Augustas</dc:creator>
				<category><![CDATA[El Salvador]]></category>
		<category><![CDATA[Honduras]]></category>
		<category><![CDATA[Nicaragua]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Herauskommen aus der San Salvador-Zone klappte wie am Schnuerrchen. Wir nahmen 6 Uhr in der frueh den 101 Bus von Santa Tecla bis zum Plaza El Salvador del Mundo in San Jose. Kaum waren wir ausgestiegen, fuhr der 7D Bus vor, der uns bis Soyapango brachte. Dort stiegen wir direkt an der Auffahrt zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_nicaragua/on_way_to_granada/IMG_3378.JPG" title="" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1471&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="" title="" /></a>	
</div>

<p>Das Herauskommen aus der San Salvador-Zone klappte wie am Schnuerrchen. Wir nahmen 6 Uhr in der frueh den 101 Bus von Santa Tecla bis zum Plaza El Salvador del Mundo in San Jose. Kaum waren wir ausgestiegen, fuhr der 7D Bus vor, der uns bis Soyapango brachte. Dort stiegen wir direkt an der Auffahrt zur Autobahn aus.</p>
<p>Es herrschte das reinste Chaos. Busse &#8211; ob gross oder klein &#8211; kamen aus allen Himmelsrichtungen angebraust. Dazwischen mischten sich unzaehlige Autos, Kleintransporter, LKWs und Taxis. Wir hatten zwar einen recht guten Platz zum Trampen gefunden, doch machte es uns die Mischung aus privaten und oeffentlichen Verkehrsmitteln schwierig, mit unserem gehobenen Daumen die Aufmerksamkeit der fuer uns richtigen Fahrzeuge auf uns zu lenken. Ohne ueberhaupt einen Blick auf uns zu werfen, kam ploetzlich ein Transporter direkt auf uns zugebraust. Eine Gruppe jugendlicher Katholiken war auf dem Weg nach El Triunfo, was ungefaehr der Haelfte unseres Weges bis zur hondurischen Grenze entsprach.</p>
<p>Als wir ausstiegen, war es gerade erst kurz nach 8 Uhr morgens, doch unsere Maegen knurrten schon wieder. Da rief uns eine froehliche Stimme in ihr Mini-Restaurant hinein, in dem wir kurz darauf Reis mit Bohnen und Tortillas verspeisten.</p>
<p>Wieder an der Strasse folgte ein Auto nach dem anderen. Ohne ueberhaupt nachdenken zu koennen, kamen wir an der Grenze an. Dort trafen wir, welch ein Zufall, zwei Mexikaner, die auf dem Weg nach Panama waren. Wir baten um eine Mitfahrgelegenheit bis Nicaragua, der sie ohne zu zoegern zustimmten. Auf der hondurischen Seite sprachen wir lange mit einem der Mexikaner, waehrend der andere die bueokratischen Sachen erledigte. Sie schienen Probleme mit der Registrierung ihres Autos zu haben und schlugen uns vor, um Zeit zu sparen, lieber schon trampen zu gehen. Sollten wir bis zu ihrem Auftauchen keinen Fahrer gefunden haben, wuerden sie uns spaeter am Ende des Grenzuebergangs mitnehmen. Gesagt, getan. Wir gaben unser Bestes ein Auto anzuhalten, doch vorerst vergebens. Da tauchten die Mexikaner, nach nur einer knappen halben Stunde, ploetzlich am letzten Kontrollpunkt auf, passierten ihn und brausten mit grinsenden Gesichtern einfach an uns vorbei. Ich konnte es nicht glauben. Sie hatten uns vorgelogen Probleme mit ihrer Einreise zu haben, einfach nur um uns loszuwerden. Das war alles geplant! Oh, war ich sauer!</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_honduras/IMG_3337.JPG" title="Carolina on the left" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1464&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="Carolina on the left" title="Carolina on the left" /></a>	
<p class="wp-caption-text">Carolina on the left</p></div>

<p>Voller Energie nach diesem Erlebnis, hielten wir bald einen LKW an, der uns bis Jicaro Galan mitnahm. Weiter ging es bis Choluteca, wo uns Carolina auflass. Sie kam gerade von einer Einkaufstour mit ihrer Mutter zurueck und war auf dem Weg nach San Francisco, einem Dorf ca. 10 km vor San Marcos, nahe der nicaraguischen Grenze. Carolina war eine lustige Gespraechspartnerin, die uns nicht nur sofort zu sich nach Hause zum Uebernachten einlud, sondern auch gleich zu einer Beerdigung im Nachbardorf mitnahm. Erst kuerzlich war ein 60jaehriger Herr an den gesundheitlichen Folgen seines uebermaessigen Alkoholverzehrs gestorben. Jetzt war das ganze Dorf auf den Beinen, um dem Herrn auf seinem Weg zum Grabe</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_honduras/IMG_3326.JPG" title="having a last look" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1461&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="having a last look" title="having a last look" /></a>	
<p class="wp-caption-text">having a last look</p></div>

<p>zu geleiten. Als wir auf der Beerdigung auftauchten, schaute uns die ganze Gesellschaft etwas schraeg von der Seite an. Naja, ist ja auch irgendwie eigenartig, wenn zu solch einer Veranstaltung zwei Unbekannte auftauchen, noch dazu &#8220;Gringos&#8221; bzw. &#8220;Norteamericanos&#8221; (Nordamerikaner), wie sie uns hinter unserem Ruecken faelschlicherweise fluesternd bezeichneten.</p>
<p>Carolina fand das alles voellig normal und stellte uns gleich einigen Dorfbewohnern vor. Sie war aber auch ein Persoenchen, das nicht so ganz ins traditionell-eingebuergerte Dorfleben passte. Mit ihren 27 Jahren hatte sie noch keinen passenden Ehemann gefunden, was daran lag, dass sie sich nicht einem Mann unterordnen wollte. Denn noch galt in der hiesigen Region, dass die Frauen die Maenner zu bedienen hatten und selbst Schlaege mit dem Guertel, erteilt vom Ehemann, einstecken muessen. So Carolina&#8217;s Worte. Das kam fuer sie gar nicht in Frage. &#8220;Wer mich schlaegt, der kriegt es doppelt zurueck!&#8221; Ja, bei solch einer Einstellung, gestand Carolina, wird sie in ihrer Gegend wohl nicht fuendig werden. &#8220;Am liebsten waere mir ja ein Nordamerikaner&#8221;, waren Carolinas abschliessende Worte zu diesem Thema.</p>
<p>Im Hause von Carolina&#8217;s Mutter angekommen, wurde uns ein Zimmer zum Uebernachten angeboten. Dort konnten wir uns bequem auf dem Fussboden ausbreiten und hatten zudem ein eigenes Bad. Bevor wir aber zum Reinigen unserer dreckbedeckten Koerper gingen, mussten wir unsere knurrenden Maegen stillen. Unser Campingkocher war mal wieder die grosse Attraktion an diesem Abend und wurde von klein und gross ausgiebig bestaunt. Wir bereiteten Nudeln mit Sojafleisch zu, was sogar die Hunde der Familie anzog. Dazu gab es leckere Salatblaetter, je einen Apfel und von der Familie eine Portion roter Bohnen mit Tortillas. Beschweren konnten wir uns wahrlich nicht. Obendrauf gab es am spaeten Abend auch noch gefrorene Schokobananen am Stiel. Einfach koestlich!</p>
<p>Rubia, Carolina&#8217;s Mutter, erzaehlte uns von ihren fuenf Soehnen, die allesamt seit vielen Jahren in den USA leben. Drei von ihnen hatte sie glaube ich schon seit 12 Jahren nicht mehr gesehen. Das lag weniger am Interesse der Soehne, ihre Mutter zu besuchen, sondern an den fehlenden Visas fuer die USA, die die Soehne bisher nicht erhalten hatten. Wir erfuhren in dem Zusammenhang auch, dass nur die Menschen im Dorf ein schoenes Haus besassen, welche Verbindungen zu bzw. Verwandschaft in den USA hatten. Statt sich als zuerueckgebliebener Rest der Familie auf der finanziellen Hilfe der Soehne bzw. Brueder auszuruhen, halfen Rubia und Carolina armen Menschen in der Nachbarschaft, an Kleidung und sonstige Notwendigkeiten kostenlos heranzukommen. Als wir das hoerten, holten wir sofort Augustas&#8217; alte Sandalen und unseren alten Tagesrucksack hervor, und spendeten diese der Nachbarschaftshilfe. Auf solch einen Moment hatten wir nur gewartet, um die zwar etwas ledierten, aber weithin noch nutzbaren Dinge weiterzugeben.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_nicaragua/on_way_to_granada/IMG_3386.JPG" title="Mario, our funny truck driver" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1475&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="Mario, our funny truck driver" title="Mario, our funny truck driver" /></a>	
<p class="wp-caption-text">Mario, our funny truck driver</p></div>

<p>Am naechsten Morgen ging es mit dem ersten Lift direkt bis zur nicaraguischen Grenze, die nicht sehr gemuetlich wirkte. Wir gingen zum Ende des Grenzuebergangs und nach einer Weile hielten wir Mario, einen LKW-Fahrer an. Der war auf dem Weg nach Managua, was uns gelegen kam, denn wir wollten nach Granada gelangen. Die Unterhaltung mit Mario war sehr lustig und liess die Zeit im doch recht langsamen Gefaehrt schnell vergehen. Wir hielten unterwegs fuer ein Reis-Bohnen-Salat-Mahl an und wurden dann von Mario in Tipitapa herausgelassen.</p>
<p>Dort kostete es uns einige Zeit, bis wir endlich mit einem weiteren LKW bis zur Kreuzung in Richtung Granada mitgenommen wurden. Augustas wollte bereits eine Uebernachtungsmoeglichkeit suchen, auf die ich noch gar nicht so richtig Lust hatte. Irgendwie wollte ich nach Granada und glaubte auch noch daran, dass wir dort landen wuerden. Trotzdem akzeptierte ich seinen Vorschlag, in einem naheliegendem, offensichtlich fuer religioese Veranstaltungen existierendem, ueberdachten Gebaeude zwecks Uebernachtung nachzufragen. Dort wurden wir abgewiesen. Kaum waren wir zurueck auf der Strasse, hielt auch schon Aracely an. Augustas nutzte den Moment des Halts, um zwecks eines passenden Zeltplatzes in Granada zu fragen, denn dorthin war Aracely unterwegs. Ohne gross zu ueberlegen schlug Aracely ihren Garten vor. Mit grossen Bingo!-Augen schauten wir uns beide an. Wir schwangen uns auf die Ladeflaeche und los gings. In Granada liess uns Aracely dann vorne einsteigen und wir zogen zu</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_nicaragua/granada/IMG_3397.JPG" title="" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1519&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="" title="" /></a>	
</div>

<p>ihrem ca. 13 km noerdlich von Granada entferntem Haus weiter. Und zwar direkt entlang des Strandes! Was fuer eine Fahrt. Neben der tollen Sicht, die Strandhaeuser, den Nicaraguasee und einen grossen Vulkan bot, begegneten uns auch zahlreiche Kuehe, Voegel, Kinder und andere Fahrzeuge. Ich stellte mir gleich vor, wie wir am naechsten Morgen von dort wieder lostrampen wuerden, direkt am Strand entlang!</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_nicaragua/granada/IMG_3418.JPG" title="we prefered to camp outside" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1522&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="we prefered to camp outside" title="we prefered to camp outside" /></a>	
<p class="wp-caption-text">we prefered to camp outside</p></div>

<p>Dazu kam es aber nicht. Aracely lud uns ein, fuer einige Tage in ihrem Haus zu bleiben. Sie bot uns sogar ein Zimmer fuer uns allein an, was wir aber eher als Aufenthaltsraum nutzten. Da der Wind nachts so schoen bliess, bevorzugten wir es unser Zelt draussen aufzustellen und dort die Naechte zu verbringen. Lewis, Aracely&#8217;s liebenswerter Ehemann, freute sich wie ein Streuselkuchen, als seine Frau uns zwei Streuner mitbrachte. Wir verstanden uns auf Anhieb. Als Lewis von unseren Segelabenteuern hoerte, wurde er ganz neidisch. Er ist vernarrt in Segelschiffe und konnte kaum glauben, dass wir einfach so mit einem mitgefahren waren und dann auch noch nach Kuba.</p>
<p>Da es waehrend der Woche nur von 6 &#8211; 10 Uhr morgens fliessendes Wasser gab (Sparmassnahme der Stadt), wuschen wir unsere staubbesetzten Koerper direkt im Nicaraguasee. Das war herrlich, vor allem weil das Wasser warm war. Wir mussten ewig lange in den See hineinlaufen, da die Tiefe sich nur langsam veraenderte. Es war unendlich spassig, sich, endlich in der Tiefe angekommen, einzuseifen.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_nicaragua/granada/IMG_3420.JPG" title="eating the first vegan and greatest ever pizza in my life" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1523&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="eating the first vegan and greatest ever pizza in my life" title="eating the first vegan and greatest ever pizza in my life" /></a>	
<p class="wp-caption-text">eating the first vegan and greatest ever pizza in my life</p></div>

<p>Wir blieben zwei Tage in Granada. Einen Tag nahm uns Aracely auf eine Mini-Tour durch Granada mit und lud uns zum Pizza essen ein. Es war meine erste Pizza seit 2 Jahren, eine vegane Version, die unbeschreiblich lecker war! Leider hatte sie wenig Zeit und da der oeffentliche Transport zu ihrem Haus sehr unzuverlaessig war, fuhren wir mit ihr wieder zurueck. Ich fand das ein wenig schade, denn Granada strahlte eine tolle Atmosphaere aus. Sie erinnerte uns ein wenig an San Cristobal de las Casas in Mexiko, wo wir damals gar nicht wieder wegwollten.</p>
<p>Samstag morgen ging es nach Riviera, um zur Ometepe-Insel zu gelangen. Dort gab es zwei grosse Vulkane, die wir uns gerne naeher anschauen wollten. Wir setzten also gegen Mittag mit einer klapprigen Faehre ueber, die statt der angekuendigten halben Stunde, knapp 1,5 Stunden fuer die Fahrt brauchte. Wir trampten weiter die Inselstrasse entlang und wurden von Rolando aufgelesen. Dieser lebte seit 12 Jahren in einem Waisenhaus, da er beide seiner Eltern verloren hatte. Er sah trotz alledem sehr gluecklich aus. Je naeher wir der Waisenkinder-Gemeinde kamen, desto mehr wuchs unser Interesse das Leben vor Ort selbst zu sehen. Rolando lud uns zu einer Rundfahrt auf dem Gelaende ein. Waehrend der Rundfahrt war niemand zu sehen, denn alle befanden sich zur regulaeren Messe in der Kirche. Rolando zeigte uns die Schule, die Werkstaetten, die Wohnbloecke fuer kleine Maedchen und Jungen, die getrennt waren, die restlichen Wohnbloecke fuer Jugendliche, fuer die Voluntaere sowie das Haus des Direktors. Es gab auch ein Gebaeude, dass etwas abseits von den anderen lag, in dem behinderte Kinder untergebracht waren. In der Waisenkinder-Gemeinde lebten Kinder, die entweder ihre Eltern oder aber Elternteile verloren hatten. Es gab auch Kinder dort, die wegen finanziell fehlender Mittel sonst keine anstaendige Ausbildung haetten absolvieren konnten. Im Waisenhaus gab es neben der schulischen Ausbildung eine handwerkliche, haeusliche und landwirtschaftliche Schulung, die jeweils am Nachmittag stattfand. Die Maedchen wurden vorwiegend im Naehen von Kleidung oder dem Schneiden von Haaren geschult, waehrend die Jungen in elektronischen und mechanischen Gebieten ausgebildet wurden. Doch das war keinesfalls auf das Geschlecht beschraenkt. Interessant war, dass Jungen im Alter von 12 Jahren an ihre Waesche mit der Hand selber waschen mussten. Zudem hatten sie eine grosse Gartenanlage, in dem es Pflichtsstunden abzuarbeiten galt, um den Obst- und Gemueseanbau von klein auf zu erlernen. Die Kinder werden solange unterstuetzt, bis sie eine Ausbildung an der Universitaet in Managua erfolgreich abgeschlossen haben. Rolando arbeitete mittlerweile fuer die Waisengemeinde, denn er fuehlte sich nur dort wirklich zu Hause. Die Gemeinde wurde vor 13 Jahren von einem amerikanischen Pater gegruendet und konnte mittels der Unterstuetzung von Spenden aus anderen zentralamerikanischen sowie europaeischen Laendern ihre gute Arbeit bis heute fortsetzen.</p>
<p>Wir waeren gern fuer eine Nacht dort geblieben, doch kam es letztlich nicht dazu. Deswegen fuhren wir weiter bis San Francisco, wo wir am Strand uebernachteten. Heute ging es weiter bis Altagracia, doch nach einem kurzen Aufenthalt entschieden wir uns wieder umzukehren. Da es Sonntag war, wurden wir zwecks des schlechten Transportes vorgewarnt, doch wir gingen trotzdem zur Strasse. Nachdem bereits mehrere Fahrzeuge ohne anzuhalten an uns vorbeigerollt waren, entschieden wir uns statt wie vorgehabt den anderen Vulkan zu umrunden, lieber wieder zurueck nach Mayogalpa zu fahren und unsere Reise nach Panama fortzusetzen.</p>
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		<title>El Salvador &#8211; Mission erfuellt! (April 28 &#8211; May 2)</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2007 18:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja &#38; Augustas</dc:creator>
				<category><![CDATA[El Salvador]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Amado unternahmen wir eine ganze Menge. Am Tag unserer Ankunft machten wir einen ausgedehnten Spaziergang durch Santa Tecla (ehemals Nuevo San Salvador). Santa Tecla ist eine ruhige Stadt, zumindest in den Morgen- und Nachmittagsstunden. Amado zeigte uns einige Kirchen, die durch das Erdbeben in 2001 zerstoert wurden. Nur eine einzige dieser Kirchen wurde wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center">
<p>Mit Amado unternahmen wir eine ganze Menge. Am Tag unserer Ankunft machten wir einen ausgedehnten Spaziergang durch Santa Tecla (ehemals Nuevo San Salvador). Santa Tecla ist eine ruhige Stadt, zumindest in den Morgen- und Nachmittagsstunden. Amado zeigte uns einige Kirchen, die durch das Erdbeben in 2001 zerstoert wurden. Nur eine einzige dieser Kirchen wurde wieder aufgebaut, allerdings in einer moderneren Version. Fuer die anderen Kirchen steht in den Sternen, wann diese jemals wieder restauriert bzw. aufgebaut werden koennen, da die finanziellen Mittel dafuer nicht vorhanden sind.</p>
<p align="center">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_elsalvador/santatecla/IMG_3233.JPG" title="" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1408&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="" title="" /></a>	

<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_elsalvador/santatecla/IMG_3238.JPG" title="" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1411&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="" title="" /></a>	

<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_elsalvador/santatecla/IMG_3255.JPG" title="" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1420&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="" title="" /></a>	

<p>Wir liefen durch den riesigen Markt Santa Teclas, in dem jeder seine Waren anpreist. Es war herrlich schon am Eingang von acht Frauen, jeweils vier links, vier rechts, mit Verkaufsspruechen begruesst zu werden. Der Markt wirkt auf den ersten Blick wie das reinste Chaos, hinter dessen Staenden leckere Obst- und Gemuesesorten hervorluken. Ware ist im Ueberfluss vorhanden, man muss sich nur noch die schoensten Stuecke herauspicken. Auch draussen auf der Strasse wird verkauft - ob neben einem LKW, direkt an der Strassenecke, oder im Durchgang eines Hauses.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_elsalvador/santatecla/IMG_3169.JPG" title="inside of the only rebuilt church in Santa Tecla, after the earthquake in 2001" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1401&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="inside of the only rebuilt church in Santa Tecla, after the earthquake in 2001" title="inside of the only rebuilt church in Santa Tecla, after the earthquake in 2001" /></a>	
<p class="wp-caption-text">inside of the only rebuilt church in Santa Tecla, after the earthquake in 2001</p></div>

<div class="wp-caption alignright" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_elsalvador/santatecla/IMG_3249.JPG" title="" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1403&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="" title="" /></a>	
</div>

<p>Was in Santa Tecla besonders auffaellt sind die vielen Menschen, die auf der Strasse leben. Obdachlose sitzen oder liegen an fast jeder Ecke. Einige schlafen quer ueber den Gehweg gestreut, andere nicken auf der Treppe ein. Amado erklaerte uns, dass viele Obdachlose aus San Salvador nach Santa Tecla kommen, weil sie hier niemand vertreibt. Sie koennen friedlich in der Strasse leben, ohne angepoepelt oder verachtet zu werden. Wir haben viele Male beobachtet, wie Nachbarn aus ihren Haeusern heraustraten und ein Gespraech mit dem einen oder anderen Obdachlosen fuehrten. Die Nachbarn gaben zum Teil Essen aus, so dass die Obdachlosen wenigstens ihre Baeuche etwas stopfen konnten. Wir kamen auch</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_elsalvador/santatecla/IMG_3171.JPG" title="first homeless support center in Santa Tecla, still under construction" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1404&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="first homeless support center in Santa Tecla, still under construction" title="first homeless support center in Santa Tecla, still under construction" /></a>	
<p class="wp-caption-text">first homeless support center in Santa Tecla, still under construction</p></div>

<p>an einem noch im Rohbau befindlichem Gebaeude vorbei, dass das erste Obdachlosen-Zentrum in Santa Tecla werden soll. Dort koennen die Streuner zukuenftig naechtigen und werden mit Essen versorgt. Die einzige wiederaufgebaute Kirche hat dies veranlasst. Um die Hilfe dieses zukuenftigen Obdachlosen-Zentrums in Anspruch zu nehmen, muessen die Obdachlosen den Glauben dieser Kirche anerkennen und aktiv praktizieren.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_elsalvador/santatecla/IMG_3181.JPG" title="contemporary art museum San Salvador" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1424&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="contemporary art museum San Salvador" title="contemporary art museum San Salvador" /></a>	
<p class="wp-caption-text">contemporary art museum San Salvador</p></div>

<p>Am folgenden Tag ueberschlugen wir uns fast vor kulturellen Veranstaltungen. Wir gingen zum anthropologischen Museum, da dieses eine kostenlose Foto-Ausstellung hatte. Die gefiel uns besonders gut, da hier der franzoesische Botschafter in El Salvador seine privaten Fotos ueber El Salvador ausgestellt hatte. Die Fotos handelten von den Menschen, die man taeglich auf der Strasse trifft: Verkaeufer, Kinder, Obdachlose, etc. Dann ging es zum Museum der modernen Kunst weiter. Bevor wir dort aber ankamen, hielt uns der Auftrieb vor dem gegenueberliegenden Gebaeude auf. Wir wurden von der Bewegung magisch angezogen und fanden heraus, dass an diesem Tage der &#8220;Tag des Tanzes&#8221; veranstaltet wurde. Tanzmaeuse vom Krabbelalter an bis zum ausgebildeten Balletttaenzer fuehrten ihr Koennen auf der Buehne auf. Wir blieben einen kleinen Teil der Veranstaltung und gingen dann zum Museum der modernen Kunst. Dort wurden wir ein wenig enttaeuscht, da statt den sonst 4 Galerien nur 2 geoeffnet waren. Trotz alledem genossen wir die Farbenkleckse auf den groesseren und kleineren Bildern.</p>
<p>Danach ging es zu einem naheliegenden Shopping-Center, um etwas Essbares ausfindig zu machen. Amado fuehrte uns in einen riesigen Speisesaal, in dem alle moeglichen frittierten Fleischsorten angeboten wurden. Es gab auch Pizza, Huehnchen, und &#8211; gluecklicherweise &#8211; einen chinesischen Stand. Leider verkauften dort nur El Salvadorianer und statt einfach Chow Mein bestellen zu koennen, mussten wir auf eine Extra-Anfertigung warten, da wir die Portion ohne Fleisch wollten. Alle Speisen waren naemlich mit Fleisch oder Meeresfruechten ausgestattet. Endlich am Tisch mit unserem Essen angekommen, &#8220;genossen&#8221; wir das fuerchterlichste, chinesische Mal, das wir je vorgesetzt bekamen. Aber gut, wir waren hungrig und stopften es somit in unsere Maegen hinein. Gut an dem Shopping-Center war, dass es viele kleine Details aufwies, die mein Kuenstlerauge sofort in Anspruch nahmen, und mich somit von unserem Esserlebnis komplett ablenkten.</p>
<p>Vollgestopft und etwas Knuelle ging es zurueck zum Haus. Bevor wir uns allerdings ausruhen konnten, wollte ich unbedingt noch einmal zum Markt. Am vorigen Tag hatten wir es aufgrund Amado´s Tempo nicht geschafft, Fotos vom Markt zu machen.</p>
<p>Nach einem Nachmittagsschlaefchen machten wir uns zum Zirkus auf. Da war ich zum letzten Mal zu Besuch, als ich suesse 16 Jahre auf dem Buckel hatte. Wir mussten eine Weile fuer den Einlass anstehen und nahmen dann auf wackeligen Sitzen Platz. Die Sicht war super und als die Show los ging, fuehlte ich mich wie ein kleines Kind. Alles war so unglaublich lustig und gekonnt aufgefuehrt. Der Zirkus bestand fast nur aus menschlichen Darbietungen, die mich derart zum Staunen brachten, dass ich staendig den Kopf voller Unglauben hin- und herschuettelte. Die Vorstellung war ein voller Erfolg fuer uns, denn so sind wir in unserem Leben noch in keinem Circus in den Bann gezogen wurden.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2006/2006_belize/fernando/10360027.JPG" title="Unil, Gerson, Fernando, Ercilia" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=481&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="Unil, Gerson, Fernando, Ercilia" title="Unil, Gerson, Fernando, Ercilia" /></a>	
<p class="wp-caption-text">Unil, Gerson, Fernando, Ercilia</p></div>

<p>Endlich war der Tag fuer die Erfuellung unserer Mission gekommen. Wir machten uns auf, den Bruder samt Familie von Fernando zu finden. Mit Fernando hatten wir in Belize enge Freundschaft geschlossen, waehrend unseres Aufenthaltes in Copper Bank. Er erzaehlte uns damals von dem auf unerklaerliche Weise abgebrochenem Kontakt zu seinem Bruder Julio Cesar, der in seinem Heimatdorf in El Salvador lebt. Da wir eh vorhatten in El Salvador vorbeizuschauen, schlugen wir vor einem Jahr vor, auf die Suche nach seinem Bruder zu gehen. Und endlich hatten wir Gelegenheit dazu!</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_elsalvador/sonsonate/IMG_3271.JPG" title="" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1437&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="" title="" /></a>	
</div>

<p>Wir wussten nur die ungefaehre Gegend, in der wir Julio Cesar finden konnten, hatten aber keine genaue Anschrift. Wir nahmen also fruehzeitig am Morgen einen Bus bis Sonsonate. Von dort wurden wir ein wenig in die Irre geleitet, denn ein Bus bis Coquiama gab es nicht. Es existierte nur einer nach Coquiamita, das lag aber weit von Coquiama entfernt. Wir entschieden uns letztlich fuer einen Bus nach Cuisnauath, von wo aus es nur noch 1 Stunde Fussmarsch bis Coquiama sein sollte. Im Bus verstand man uns falsch. Der Fahrer dachte wir wollten in Coquiamita aussteigen, und liess uns prompt am falschen Weg heraus. Da standen wir nun im Nirgendwo an einer Strassenkreuzung, von der aus es mindestens 3 Stunden Fussmarsch bis nach Coquiama waren. Wir berieten uns mit einigen Leuten, die zeitgleich aus dem Bus ausgestiegen waren. Es gab letztlich nur zwei Moeglichkeiten: entweder auf ein Fahrzeug warten, dass uns bis zur Weggabelung nach Coquiama mitnimmt, oder laufen. Wir entschieden uns fuer ersteres und hatten Glueck. Keine 20 Minuten spaeter tauchte ein weisser Transporter auf. Das war der Eismann, der mit einem Lautsprecher auf sich aufmerksam machte. Der nahm uns dann letztlich bis zur richtigen Abzweigung mit. Im erstbesten Haus bestaetigte man uns zusaetzlich, dass wir auf der richtigen Faehrte waren, denn die Frau kannte Julio Cesar! Waren wir vielleicht aufgeregt! Wir waren so nah!</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_elsalvador/coquiama/IMG_3281.JPG" title="showing us the way to Coquiama" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1443&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="showing us the way to Coquiama" title="showing us the way to Coquiama" /></a>	
<p class="wp-caption-text">showing us the way to Coquiama</p></div>

<p>Wir liefen den staubig-steinigen Weg mit gluecklichen Gemuetern entlang, bis wir auf Juan Duran stiessen. Dieser befand sich gerade auf seinem Feld, was er vermessen musste. Wir kamen kurz ins Gespraech und er bat um das notieren unserer Namen und Laender, um den historischen Moment unseres Aufeinandertreffens festzuhalten, um seiner Familie davon stolz erzaehlen zu koennen. Wir wuenschten einander viel Glueck und zogen weiter. Irgendwann holte uns Juan Duran wieder ein und erklaerte, dass er uns begleiten werde, da er den Weg kenne. Wie in der Bibel geschrieben steht, meinte er, wird der Wanderer nach dem Weg fragen und ihm soll geholfen werden. Genau das tat Juan Duran und wir stiefelten von nun an zu Dritt gen Coquiama. Juan Duran hob unsere schon schwebenden Gemueter noch um einiges an, was den Weg wie einen Klacks erscheinen liess. Wir fragten uns weiter durch und standen nun endlich vorm Haus von Julio Cesar.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_elsalvador/coquiama/IMG_3289.JPG" title="" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=3862&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="" title="" /></a>	
</div>

<p>Wir kletterten den steilen Weg zu seinem Haus hinauf und da waren wir. Wir stellten uns vor und begruessten Julio Cesar mit freudigen Gesichtern. Noch etwas ausser Puste erwaehnten wir seinen Bruder, was seinen Gesichtsausdruck angespannt und traurig machte. Er hatte wohl schlechte Nachrichten erwartet, mit denen wir ihm aber nicht dienen konnten. Wir erzaehlten ihm voll Freude von Fernando und seiner Familie. Die Fotos, die wir ihm uebergaben, schienen ihn endgueltig von dem Guten unseres Besuches zu ueberzeugen. Er betrachtete die Bilder langsam und zeigte sie dann voller Freude seiner Frau und allen Anwesenden. Wir erklaerten Julio Cesar, dass wir den Kontakt zwischen den beiden Bruedern gern wiederherstellen wuerden, was ihn ungemein freute. Wir schlugen ihm vor, dass er bereits jetzt einen kleinen Brief vorbereiten konnte, den wir Fernando zusammen mit den Fotos, die wir gerade gemacht hatten, nach Belize schicken konnten. Dafuer liessen wir die Familie kurz allein und gingen zum Dorfladen im anliegenden Grundstueck. Dort trafen wir, wer haette es gedacht, auf einen Mann, der selbst bereits mehrere Male in Belize war und sogar Copper Bank kannte. Welch ein Zufall! Zurueck bei Julio´s Familie, wurde uns der Brief ausgehaendigt. Wir schrieben ihnen die Adresse auf, unter der Julio Cesar ab sofort Briefe zu seinem Bruder schicken konnte. Am Ende konnte ich auch die Namen der Kinder von Fernando</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_elsalvador/coquiama/IMG_3293.JPG" title="we brought happiness" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1450&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="we brought happiness" title="we brought happiness" /></a>	
<p class="wp-caption-text">we brought happiness</p></div>

<p>niederschreiben, die mir aus lauter Freude anfangs nicht ueber die Lippen kamen. Wir erhielten auch zwei Telefonnummern, eine von Julio Cesar und eine von dem dritten Bruder im Bunde, die wir Fernando mitteilen konnten. Wir knipsten noch einige Fotos und mussten uns dann bald verabschieden, denn der letzte Bus nach Sonsonate fuhr schon um halb drei Uhr nachmittags.</p>
<p>Vom Glueck verfolgt nahm uns auf dem Rueckweg ein Transporter mit, die auf dem Weg nach Coquiama sonst wirklich selten anzutreffen sind. Wir mussten auf der vorderen Aussenkante der Ladeflaeche stehen und uns mit allen Kraeften am Gitter festhalten, damit es uns bei der</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_elsalvador/coquiama/IMG_3304.JPG" title="hitch-hiking back from Coquiama to the crossroad" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1453&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="hitch-hiking back from Coquiama to the crossroad" title="hitch-hiking back from Coquiama to the crossroad" /></a>	
<p class="wp-caption-text">hitch-hiking back from Coquiama to the crossroad</p></div>

<p>Geschwindigkeit und der holprigen Beschaffenheit der Strasse nicht vom LKW bliess. Wir waren auch auf dem Rueckweg zusammen mit Juan Duran und hatten wirklich Spass bei der ganzen Sache. An der Weggabelung nach Sonsonate angekommen, verabschiedeten wir uns von Juan, der uns gestand, dass er eigentlich noch arbeiten musste.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_elsalvador/coquiama/IMG_3311.JPG" title="a bus featured like a living room" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1454&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="a bus featured like a living room" title="a bus featured like a living room" /></a>	
<p class="wp-caption-text">a bus featured like a living room</p></div>

<p>Der Bus rollte schon 2:15 Uhr an, so dass wir unser Glueck mit dem Transporter erst jetzt richtig zu spueren bekamen. Der Bus war eine Wonne nach dieser Zusammenfuehrungsaktion in Coquiama. Ausgestattet wie eine Wohnzimmer, verziert mit allen moeglichen Plueschtieren, gab es sogar einen Fernseher. Auf dem lief gerade eine CD mit einem Lied von John Lennon. Das passte wie die Faust aufs Auge. Geschafft aber gluecklich waren wir gegen Abend zurueck in Santa Tecla. Amado erlaubte uns, noch einen Tag laenger zu bleiben, so dass wir die bevorstehende Rueckreise nach Panama entspannt antreten konnten.</p>
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		<title>Reise von Costa Rica nach El Salvador (April 25 &#8211; 28)</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2007 18:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja &#38; Augustas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Costa Rica]]></category>
		<category><![CDATA[El Salvador]]></category>
		<category><![CDATA[Honduras]]></category>
		<category><![CDATA[Nicaragua]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wollten wir unsere Reise nach El Salvador am Dienstag, den 24. April, antreten. Was uns davon abhielt war meine Intuition. Ich fuehlte mich schon beim Aufwachen so unwohl, dass irgendetwas unangenehmes vor uns lag. Das Gefuehl wich erst, als ich einem weiteren Tag Aufenthalt in San Rafael Abajo zustimmte. Am Mittwoch ging es endlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center">
<p>Eigentlich wollten wir unsere Reise nach El Salvador am Dienstag, den 24. April, antreten. Was uns davon abhielt war meine Intuition. Ich fuehlte mich schon beim Aufwachen so unwohl, dass irgendetwas unangenehmes vor uns lag. Das Gefuehl wich erst, als ich einem weiteren Tag Aufenthalt in San Rafael Abajo zustimmte.</p>
<p>Am Mittwoch ging es endlich los. Wir erreichten die Autobahn nach 1 Stunde und bekamen eine Mitfahrgelegenheit bis San Ramon. Dort wartete ein geraeumiger, amerikanischer LKW auf uns, mit dem wir bis 8 km nach Liberia fuhren. Der letzte Lift des Tages brachte uns noch 2 km weiter, wo wir auf einem Privatgrundstueck hinter der Eingangsmauer naechtigten. Spaet am Abend bekamen wir noch kurz Besuch vom Besitzer des Grundstuecks, der uns mit dem noetigen Wasser versorgte.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_elsalvador/IMG_3165.JPG" title="Sylvie and Dominic, our Canadian drivers from Nicaragua to El Salvador" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1388&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="Sylvie and Dominic, our Canadian drivers from Nicaragua to El Salvador" title="Sylvie and Dominic, our Canadian drivers from Nicaragua to El Salvador" /></a>	
<p class="wp-caption-text">Sylvie and Dominic, our Canadian drivers from Nicaragua to El Salvador</p></div>

<p>Ohne Fruehstueck trampten wir am Morgen bis El Cruze, 20 km vor der Grenze Nicaraguas. Nach einer Staerkung ging es mit einem LKW bis zur Grenze, wo wir auf Dominic und Silvia trafen. Die beiden Kanadier befanden sich auf dem Weg nach Guatemala mit ihrem eigenen Auto. Sie reisen bereits seit 3 Monaten mit ihrem selbst-umgebauten VAN durch Zentralamerika. Erst sind sie von Kanada bis Panama gereist und jetzt befinden sie sich auf dem Rueckweg.</p>
<p>Wir baten Dominic und Silvia uns mitzunehmen, was sie freudig taten. Wir fuhren direkt bis Leon, wo wir nahebei in einer grossen Tankstelle uebernachteten. In Leon wurde am Tag unserer Ankunft ein internationales Studentenfest gefeiert, was perfekt passte, da die groesste Kathedrale Zentralamerikas in diesem Jahr ihren 260. Geburtstag feierte. Dazu kamen Tanzgruppen aus allen zentralamerikanischen Laendern zusammen. Viele Gruppen glaenzten in ihren eleganten Kleidern, die leicht wie der Wind durch die Luefte flogen. Der moderne, theatralische Tanz war auch vertreten. Es war die reinste Wonne dem Treiben der Tanzgruppen zuzusehen.</p>
<p align="center">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_elsalvador/IMG_3151.JPG" title="van made into a camper" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1391&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="van made into a camper" title="van made into a camper" /></a>	

<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_elsalvador/IMG_3144.JPG" title="lots of little shelfs inside" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1392&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="lots of little shelfs inside" title="lots of little shelfs inside" /></a>	

<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_elsalvador/IMG_3147.JPG" title="even a sink had space" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1393&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="even a sink had space" title="even a sink had space" /></a>	

<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_elsalvador/IMG_3146.JPG" title="fly catcher" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1395&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="fly catcher" title="fly catcher" /></a>	

<p>An einer ueberdimensionalen Tankstelle angekommen, wollte Dominic fuer die Nacht halt machen. Mir gefiel das gar nicht. Viele Obdachlose und Strassenkinder streunten umher zwischen den 20-30 LKWs, die fuer die Nacht an der Tankstell3 geparkt hatten. Die LKW-Fahrer versammelten sich in verschiedenen Gruppen fuer Abendschwaetzchen. Als wir zu Fuss die Tankstelle nach einem geeignetem Zeltplatz absuchten, trottete ich im weiten Abstand hinter Augustas und Dominic her. Wie Frischfleisch zum Verzehr bereit verursachte ich damit Appetit auf Seiten der LKW-Fahrer. Um diesen abrupt zu stillen zeigte ich ihnen die kalte Schulter. Gut das ich bald Augustas und Dominic eingeholt hatte, denn das ersparte mir eine engere Bekanntschaft mit diesen gierigen Gestalten.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_elsalvador/IMG_3142.JPG" title="traffic jams" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1389&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="traffic jams" title="traffic jams" /></a>	
<p class="wp-caption-text">traffic jams</p></div>

<p>Die Nacht verlief ruhig und nach einem tiefen, erholsamen Schlaf machten wir uns zur Grenze Honduras auf. Die letzten 50 km bis zur Grenze fuehrten ueber eine holprige, viel geflickte und teilweise ohne Asphalt ausgestattete Strasse. Die Gegend war strohtrocken und von Dornenbueschen gesaeumt. Die Erde bestand aus staubigem Sand und machte den Eindruck bald auseinanderzubrechen. Es herrschte Duerre, die man auch den wenigen Einwohnern dieser erbarmungslosen Gegend ansah. Die Menschen sahen ausgehungert, ihre Kleider zerschlissen, ihre Koerper und Gesichter dreckbeschmiert aus. Sobald wir uns mit dem Auto annaeherten, rannten die juengsten und duerftigsten Kinder herbei und bettelten mit weinerlich verzogenem Gesicht und ausgestreckter Hand um Geld, die andere Hand auf die mit Sand geflickten Strassenloecher zeigend. An anderen Stellen standen junge oder sehr alte Maenner mit Schaufeln in der Hand und bettelten um eine milde Gabe als Gegenleistung fuer die Instandsetzung der Strasse. Viele der Kleinkinder rannten sogar eine Weile neben unserem Auto her, mit der Hoffnung, dass wir ihnen doch noch ein paar Muenzen in die Hand druecken werden. Einmal hielten wir an und Dominic ueberreichte einem alten, schwachen Herrn eine Banknote.</p>
<p>Fuer uns war der Einreiseprozess schnell beendet, so dass wir Reste verspeisend auf Dominic und Silvia warteten. Ab und zu kamen Kinder auf uns zu und bettelten uns um Geld an. Wir boten ihnen stattdessen Brot an, was sie gierig entgegennahmen. Einer der Jungen wollte sich damit aber nicht zufrieden geben.</p>
<p>Er: &#8220;Gib mir das Ding!&#8221; (er zeigte auf meine Rucksacktrage)<br />
Ich: &#8220;Nein, das geht nicht, die brauche ich selber.&#8221;<br />
Er: &#8220;Gib die mir!&#8221;<br />
Ich: &#8220;Ich habe nein gesagt.&#8221;<br />
Er: &#8220;Gibt sie!&#8221;<br />
Ich: &#8220;Also noch einmal mein Freundchen, du hast mich scheinbar nicht verstanden. Ich brauche die Trage fuer den Transport meines Rucksacks, ohne die kann ich nicht reisen.&#8221;<br />
Er: &#8220;Gib mir das Ding! Ich will es haben!&#8221;<br />
Ich: &#8220;Wie waere es, wenn ich dein Tshirt fordern wuerde, was du ja offensichtlich brauchst. Wuerdest du es mir geben?&#8221;</p>
<p>Der Junge reagierte mit Schweigen auf meine Frage. Er kaute ueberlegend auf dem Stueck Brot herum, das ich ihm zuvor gegeben hatte. Bald darauf wendete er sich von uns ab und verschwand.</p>
<p>Die Fahrt durch Honduras dauerte um die 2 Stunden. An der Grenze angekommen, hielt Dominic auf fuer mich unverstaendliche Weise bei einer Gruppe junger Maenner an. Der Grossteil von ihnen, wenn nicht gar alle, standen unter Drogeneinfluss. Warum sich Dominic dennoch zu einem Halt am Strassenrand bewegen liess war mir ein Raetsel. Da Silvia und Dominic an jeder Grenze einen Fuehrer nehmen, der bei der Organisation der notwendigen Dokumente und Erlaubnisse hilft, schienen sie sicher zu sein, dass sie an die richtige Truppe geraten waren.</p>
<p>Kaum hielt Dominic das Auto an und oeffnete die Tuer, kamen auch schon ein Dutzend dieser Gestalten angerannt. Jeder draengte in die Tuer, von der Dominic sie energisch zuruecktrieb. Nach einem kurzen Gespraech stellte sich heraus, dass jeder das uebliche Ein- bzw. Ausreisedokument, dass man sonst direkt am Schalter erhaelt, fuer 10 Dollar verkaufen wollte. Da hatten sie bei Dominic aber auf einen harten Stein gebissen, denn der liess sich nicht in die Irre fuehren. Letztlich entschied sich Dominic fuer den vernuenftigst aussehenden der gesamten Truppe. Sich wie der Gewinner fuehlend, wollte der Fuehrer nun selbstverstaendlich im Auto mitfahren, ohne allerdings Dominic danach zu fragen. Als die Mitfahrt im Auto nicht mehr zur Debatte stand, sattelte er einfach am Heck des Autos auf. &#8220;So nicht mein Freundchen, steig ab!&#8221; Dominic musste die Aufforderung noch einige Male wiederholen, bis der Fuehrer es endlich verstanden hatte. Wollte der Fuehrer seinen Job behalten, muesste er zu Fuss zum Amtsgebaeude laufen, liess Dominic verlauten. Das tat er schliesslich auch, sogar im Laufschritt.</p>
<p>Der Fuehrer war zwar etwas zerstreut, half aber tatsaechlich die ganzen Vorgaenge der Ein- und Ausreise zu beschleunigen. Leider hakte es am Ende an einer falschen Eintragung des Autoproduktionsdatums im Fahrzeug-Zertifikat, was uns zu einer knapp zweistuendigen Pause zwang.</p>
<p>Gegen 17 Uhr konnten wir endlich unserer Wege ziehen. Da es Zeit war, einen Schlafplatz fuer die Nacht zu finden, klapperten wir im naechsten Ort die Tankstellen ab. Nichts schien so wirklich gemuetlich, so dass wir eine Tanstelle etwas ausserhalb des Ortes ansteuerten. Kaum tauchte diese vor uns auf, war allen sofort klar, hier wuerden wir die Nacht verbringen!</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_elsalvador/IMG_3154.JPG" title="Julisa (4)" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1396&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="Julisa (4)" title="Julisa (4)" /></a>	
<p class="wp-caption-text">Julisa (4)</p></div>

<p>Die Besitzer der Tankstelle, die direkt vor Ort wohnte, stimmte unserem Aufenthalt zu. Wir suchten uns jeder unser Nachtlager aus und noch bevor wir uns haeuslich einrichten konnten, nahmen uns die Kinder der Familie in Beschlag. Fussball stand bei der vierjaehrigen Julisa an erster Stelle, denn das war etwas, was die kleine Dame wirklich beherrschte. Da wurden Techniken erklaert, Strategien aufgezeigt und zum aktiven Mitmachen aufgefordert. Der elfjaehrige Jefferson hatt mittlerweile etwas Neues entdeckt: das Frisbee-Spiel. Dominic hatte seine Scheibe hervorgeholt und schon war Jefferson mit vollem Herzen bei der Sache.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_elsalvador/IMG_3161.JPG" title="waiting for a small capsule to turn into a fancy sponge" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1399&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="waiting for a small capsule to turn into a fancy sponge" title="waiting for a small capsule to turn into a fancy sponge" /></a>	
<p class="wp-caption-text">waiting for a small capsule to turn into a fancy sponge</p></div>

<p>Wir spielten bis in den spaeten Abend hinein und sassen spaeter noch lange mit den Erwachsenen der Familie vor dessen Haus. Sie luden uns zum Abendmahl, einem Teller voll mit selbstgemachtem Huettenkaese, Tortillas und saurer Sahne, ein. Ich begnuegte mich mit den leckeren Tortillas und einer Bohnensosse, die keine Bohnen mehr enthielt. Vor der Bettruhe konnten wir uns noch im Freien hinter dem Haus waschen, was wirklich eine Wonne nach diesem heiss-schwuelem Tag war.</p>
<p>Augustas und ich waren die ersten, die am naechsten Morgen auf den Beinen waren. Wir packten zusammen und machten es uns vorm Haus der Tankstellenbesitzer gemuetlich. Dort bereiteten wir unser Haferflockenmahl in ungekochter Form zu und freuten uns auf das Auftauchen der Kinder, die alsbald ihre Koepfe zur Tuer hinaussteckten. Die Familie gab uns eine mittelgrosse Papaya, die sie vom Baum im Vorgarten geerntet hatten. Oh, war die lecker! Richtig saftig und suess, so dass unser etwas karges Haferflockengebraeu am Ende richtig delicioes schmeckte.</p>
<p>Zirka eine Stunde spaeter krabbelten auch Dominic und Silvia aus ihren Betten. Wir bekamen weitere Fruechte serviert, deren Namen ich aber schon wieder vergessen habe.</p>
<p>Um 8:30 Uhr musste sich die Familie von uns verabschieden, da sie zur Kirche wollte. Dazu kuendigten sie ein Gebet fuer uns an. Wir stellten uns alle im Kreis auf, senkten die Haeupter und genossen die warmen, herzlichen Worte der Familie. Nach einem gemeinsamen &#8220;Amen&#8221;, drueckte die Familie jeweils eine 10 Dollar Banknote in die unsere und die Hand von Dominic und Silvia. Wir nahmen zoegernd das Geld entgegen, hatten wir solche Situationen ja bereits einige Male erlebt. Bisher hatten wir immer energisch abgelehnt, als aber beim letzten Mal die gebende Person in Traenen ausbrach, weil wir das Geld nicht annehmen wollten, blieben wir diesmal still. Dominic versuchte hoeflich, diese Gabe abzulehnen, doch er hatte keine Chance. Er straeubte sich gegen diese Geste, da er es aus seiner Sicht wirklich nicht noetig hatte. In einer kurzen, aufklaerenden Diskussion erkannte er aber, dass eine Ablehnung nicht moeglich war. Gaben in einem solchen, speziell religioesen, Rahmen, sollte man einfach als liebe Geste akzeptieren, egal welche Grundprinzipien man hat. Denn am Ende geht es hier nicht um das Geld, was gegeben wurde, sondern um die Darbietung von Hilfe, die man &#8211; von Herzen gegeben &#8211; einfach nicht verweigert. Wir bedankten uns alle uebergluecklich und wuenschten der Familie das Allerbeste. Als diese schon von Dannen gezogen war, bereiteten wir ein paar Fotos mit einer kleinen Danksagung fuer die Familie vor, die wir mit Klebeband an ihrer Eingangstuer befestigten. Was fuer Menschen es doch gibt!</p>
<p>Danach ging es schnurstracks nach Santa Tecla. Wir hielten noch kurz an einem Campero (Fast Food Restaurant), damit Dominic und Silvia das kostenlose Internet nutzen konnten. Die beiden brachten uns bis fast vor Amado´s Haustuer, ein <a href="http://www.couchsurfing.com/">www.CouchSurfing.com</a> Mitglied, bei dem wir ein paar Tage bleiben wollten. Wir verabschiedeten uns mit dem Versprechen, die beiden in Quebec zu besuchen, sobald wir es so weit in den Norden geschafft haben. Auf Wiedersehen in der Zukunft!</p>
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		<title>Die Suche nach der Familie Escobar</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Mar 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja &#38; Augustas</dc:creator>
				<category><![CDATA[El Salvador]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2006/2006_belize/fernando/10360027.JPG" title="Unil, Gerson, Fernando, Ercilia" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=481&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="Unil, Gerson, Fernando, Ercilia" title="Unil, Gerson, Fernando, Ercilia" /></a>	
<p class="wp-caption-text">Unil, Gerson, Fernando, Ercilia</p></div>

<div class="wp-caption alignright" style="width: 110px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_elsalvador/coquiama/IMG_3290.JPG" title="photo for Fernando's brother" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1449&amp;width=100&amp;height=0&amp;mode=" alt="photo for Fernando's brother" title="photo for Fernando's brother" /></a>	
<p class="wp-caption-text">photo for Fernando's brother</p></div>

<p>Während der fünf Monate Aufenthalt in Copper Bank, Belize, freundeten wir uns mit einer der ärmsten Familien des Dorfes an. Wir teilten Freud und Leid miteinander und erfuhren kurz vor unserer Weiterreise, dass Fernando, der Vater der Familie, der ursprünglich aus El Salvador stammt, den Kontakt zu seiner Familie verloren hatte. Er konnte sich nicht erklären, wie es zu diesem Bruch in der Familienkommunikation gekommen war. Das ergriff mich sehr und da ich wußte, wie sehr Fernando seinen ältesten Sohn Otoniel nach El Salvador zur Ausbildung schicken wollte, schlug ich vor, in El Salvador nach seiner Familie zu suchen.</p>
<p>Dieser Augenblick ließ ein ganzes Jahr auf sich warten, denn ungeahnt wurde El Salvador das letzte zentralamerikanische Land das wir besuchten. Im April 2007 war es endlich soweit. Wir hielten uns für einige Tage in der Hauptstadt San Salvador auf und machten uns an einem dieser Tage nach Coquiama auf, wo wir Fernandos Bruder Julio Cesar finden sollten. </p>
<p>Wir nahmen einen Bus bis Sonsonate. Es kostete uns viel Zeit und Gesprächskunst von dort zumindest bis in die Nähe von Coquiama zu gelangen. Mit einem Bus und per Anhalter schafften wir es schließlich bis Cuisnauath. Von dort war es noch einmal eine knappe Stunde zu Fuß bis Coquiama. Straßenschilder gab es in dieser von Bergen und Feldern durchzogenen Gegend keine. Mittels der Auskünfte der Einheimischen gelangten wir am Ende auf die richtige Fährte.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 210px;">
<a href="http://followtheroad.com/de/photos/2007/2007_elsalvador/coquiama/IMG_3288.JPG" title="Julio Cesar with his wife" class="shutterset_"><img src="http://followtheroad.com/de/index.php?callback=image&amp;pid=1448&amp;width=200&amp;height=0&amp;mode=" alt="Julio Cesar with his wife" title="Julio Cesar with his wife" /></a>	
<p class="wp-caption-text">Julio Cesar with his wife</p></div>

<p>Nach 1,5 Stunden Fußmarsch erreichten wir schließlich Coquiama und standen direkt vor Julio Cesars Haus. Anfangs wurden wir skeptisch gemustert. Wir stellten uns vor und erklärten, dass wir im Namen von Fernando kamen. Julio Cesar hatte offensichtlich schlechte Nachrichten erwartet, denn er senkte daraufhin seinen Blick. Wir erzählten ihm voller Freude von Fernando und seiner Familie. Die Fotos, die wir Julio Cesar übergaben, schienen ihn endgültig vom guten Zweck unseres Besuches zu überzeugen. Er betrachtete die Bilder langsam und zeigte sie dann voller Freude seiner Frau und allen anderen Anwesenden. Julio Cesar erwähnte, dass er Fernando seit 16 Jahren nicht mehr gesehen und seit vier Jahren nichts mehr von ihm gehört hatte. Wir erklärten ihm, dass der Grund unseres Kommens die Wiederherstellung des Kontaktes zwischen den beiden Brüdern war.Wir baten ihn also, uns einen kleinen Brief mitzugeben, den wir zusammen mit den Fotos, die wir in seinem Haus gemacht hatten, zu Fernando nach Belize schicken würden. Nach einer knappen Stunde händigte uns Julio Cesar das Schreiben aus. Wir hinterließen die Adresse eines Freundes, über den die Post von nun an zu Fernando gelangen würde. Julio Cesar gab uns noch zwei Telefonnummern, seine eigene und die eines weiteren Bruders, die wir Fernando zusammen mit dem Brief zusandten. </p>
<p>Wir hoffen inständig, dass unsere Mühen Früchte getragen haben und die Familie den Kontakt miteinander wieder aufgebaut hat. Leider können wir mit Fernandos Familie nicht direkt kommunizieren, wissen aber von unserem Freund Scott, der den Briefträger für uns gespielt hat, dass der Brief mit den Fotos und Telefonnummern bei Fernando angekommen ist. </p>
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